Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Dienstag, 01.06.2021

Magazinrundschau

Direkt an die chinesische Polizei

01.06.2021 Osteuropa erinnert an die zehntausenden Belarussen, die immer noch fürchten müssen, wegen einer Demonstration in einem Straflager zu landen. Die Public Domain Review erinnert an das Massaker von Tulsa. Der Philosoph Jens Soentgen erkundet für den Merkur das Braunkohlerevier von Hambach. Tablet beschreibt den Streit in Frankreich um den Islamismus als Streit zwischen Gilles Kepel und Olivier Roy. Fast Company erinnert an Lois Lew, die als vielleicht einziger Mensch der Welt in Echtzeit die chinesische Schreibmaschine von IMB beherrschte. Der New Yorker schickt eine Reportage über den Kobaltabbau im Kongo.

9punkt - Die Debattenrundschau

Tugenden der kindlichen Frömmigkeit

01.06.2021 Der Guardian und Le Monde erinnern an das Massaker von Tulsa vor hundert Jahren, einen der extremsten Ausbrüche rassistischer Gewalt in den USA. China antwortet mit einer "Dreikinderpolitik" auf den demografischen Schwund der Bevölkerung, berichtet die FAZ - aber die Chinesinnen antworten mit keinem Kind. Im Tagesspiegel wendet sich Claus Leggewie vehement gegen die Hufeisentheorie. Bei hpd.de erzählt eine feministische Aktivistin aus Irak, was es heißt, gegen das Kopftuch zu kämpfen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kollektive Krachmacher-Traditionen

01.06.2021 Die SZ reist nach Mali zu DJ Diaki, um die Zukunft elektronischer Musik zu erhaschen. Die taz lernt von Marc Brandenburg, die Umdrehung der Schwerz-Weiß-Perspektive nicht zu deuten. In der FAZ traut sich Linus Reichlin nicht mehr an Frauenfiguren heran Die Welt ermisst, welch gewaltiger Umbau auf die Städte nach der Pandemie zukommt. Und die taz entziffert die Drapiersprache des Modedesigners Halston.

Medienticker

Segen des Narrativs

01.06.2021 August Wilhelm & Friedrich Schlegels Fragment "Katechismus der Vernunft für edle Frauen" - Eine Frau zwischen Frankreich+Marokko: Gespräch mit Leila Slimani über ihr Romanprojekt "Das Land der Anderen" - Tina Hassel soll bei der ZDF-Intendantenwahl gegen Norbert Himmler antreten - Queere Utopien: Kurzfilm Festival Hamburg + Vom Comiczeichner zum weltberühmten Künstler: Andreas Platthaus über Lyonel Feininger.

Bücherschau des Tages

Von Bangkok bis Naumburg

01.06.2021 In der SZ lernt Felicitas Hoppe von Gerd Krumeich, die schlagfertige Schlichtheit der Jeanne d'Arc zu bewundern. Als Feier der Hartnäckigkeit liest sie die Comic-Biografie zu Beate und Serge Klarsfeld. Der Dlf spürte Tragik und Energie in Barbara Frischmuths Ezählungen "Dein Schatten tanzt in der Küche". Der DlfKultur informiert sich bei Eckhart Nickel, wie man mit Nonchalance reist. Und die FAZ lernt von Lothar Frenz, warum Biodiversität auch Parasiten umfassen muss.

Mittwoch, 02.06.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Hedonistisch ausufernde Kunst-Happenings

02.06.2021 Die taz stöbert in den kenianischen Beständen des Rautenstrauch-Joest-Museums. Außerdem meldet sie die Freilassung des kubanischen Künstlers Luis Manuel Otero. Die SZ lernt im Vitra-Designmuseum, wie nah sich die Avantgarden von DDR und BRD waren. Die NZZ schwärmt von der HBO-Miniserie "Mare of Easttown", in der Kate Winslett wie auch die amerikanischen Provinz ihre schroffe Schönheit offenbaren dürfen. Die Jungle World beobachtet, wie die BDS-Bewegung jetzt auch einen Fuß in die Technoszene bekommt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein machtvolles Destillat

02.06.2021 Le Monde und die taz erzählen die Geschichte der Internate für Indigene in Kanada - wo viele Kinder Gewalt erlitten haben und gestorben sind. Neulich hatte der Historiker A. Dirk Moses über den "Katechismus der Deutschen" gespottet, der darin bestehe, den Holocaust für ein singuläres Ereignis zu halten. Der Historiker Neil Gregor stimmt ihm heute in geschichtedergegenwart.ch zu. Die SZ beklagt, dass immer weniger Kinder mit Down-Syndrom geboren werden. Wer sich mit einem Davidstern um den Hals bei einer propalästinensischen Demo blicken lässt, muss ein ganz schöner Dummkopf sein, schreibt Tagesspiegel-Autor Malte Lehming.

Medienticker

Start me up

02.06.2021 Warum gebildete Frauen "50 Shades of Grey" lieben - Gregor Sanders Erwiderung gegen den Vorwurf der "Leerstelle persönliche Verantwortung" in der ostdeutschen Literatur - Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten + Charlie Watts: Der Rolling-Stones-Drummer wird achtzig.

Bücherschau des Tages

Pionierin der feministischen Literatur

02.06.2021 FAZ, SZ und Zeit lesen noch einmal die Essays Monika Marons und gratulieren einer der elegantesten und wichtigsten deutschen Autorinnen zum Achtzigsten. Dlf Kultur empfiehlt mit "Derborence" von Charles Ferdinand Ramuz einen Klassiker der Schweizer Literatur. Die taz empfiehlt Miguelanxo Prados Graphic Novel "Die Lethargie" als Satire auf die dekadente spanische Gegenwartsgesellschaft. Die FR stürzt sich mit David Peaces Krimi "Tokio, neue Stadt" in ein historisches Verbrechen.

Donnerstag, 03.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wie Geister im Zentrum der Stadt

03.06.2021 Die Debatte über A. Dirk Moses geht weiter - Geschichtsprofessoren wie Frank Biess schwören ab vom "Katechismus der Deutschen". In der Zeit staunt Felix Heidenreich über das französische Hufeisen: Rinks und lechts lassen sich da leicht verwechseln - gelernt hat er es bei Philippe Corcuff. "Kopftücher bei Beamtinnen zu untersagen, ist nicht neutral", findet die die Jura-Studentin Rabia Küçüksahin im Tagesspiegel. Das Problem mit dem russischen Regime "besteht darin, dass es kaum noch einen friedlichen Ausweg offenlässt", sagt der in Moskau geborene Journalist Keith Gessen in der Welt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein gewisses Augen-Make-up als Standard

03.06.2021 Der Observer bewundert frustiert die Formen der Bildhauerin Barbara Hepworth. Die Zeit unterhält sich mit Kara Walker über politische Kunst. Und Clemens J. Setz erzählt vom spannendsten intellektuellen Slapstickmoment seines bisherigen Lebens. Die Welt feiert Barry Jenkins' Serie "Underground Railroad". Die taz bewundert die rüstungshafte Schönheit Angelina Jolies als Feuerwehrfrau. Im Standard versetzt Rene Pollesch ein Brecht-Stück in ein Hollywoodmusical von 1938.

Medienticker

Identität

03.06.2021 Gratwanderung des "Wir" - "Der populistische Planet": Gespräch mit Jonas Lüscher+Michael Zichy über  Berichte aus einer Welt in Aufruhr - Trump stellt seinen Blog dauerhaft ein - Historisch-kritisch: "Mein Kampf" in Frankreich - Monika Maron wird 80. Eine kritische Würdigung von Jörd Magenau + Heute wird der Deutsche Jazzpreis 2021 verliehen.

Bücherschau des Tages

Spezies wie Leonardo oder Susan Sontag

03.06.2021 Die taz lässt sich von Dieter Henrichs Gesprächen mit Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow „Ins Denken ziehen“. Der Dlf lässt sich interessiert von der Schriftstellerin Zoe Beck auf hundert Seiten „Depressionen“ erklären. Dlf Kultur geht mit Peter Burkes Universalgelehrten auf eine aufregende Abenteuerreise durch die Wissensgeschichte. Außerdem bewundert er die Poesie und Spiritualität von Zeruya Shalevs Roman „Schicksal“.

Freitag, 04.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Plurale Anerkennungsansprüche

04.06.2021 "Das belarussische Volk verdient es, in einem freien Land zu leben", sagt der belarussische Punker Igor Bancer in der taz. Aber den Demonstranten geht die Luft aus, ergänzt der belarussische Politologe Waleri Karbalewitsch ebenfalls in der taz. Demonstranten, die in Hongkong auf den Straßen an die Opfer des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens erinnern wollen, drohen jetzt fünf Jahre Haft, weiß die SZ. In der Welt fordert Ahmad Mansour: Muslimische Deutsche müssen die strikte Trennung von Religion und Staat bedingungslos anerkennen. Und in der taz hält der Soziologe Steffen Mau Identitätspolitik für ein Übergangsphänomen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Abstand ist die Seele des Schönen

04.06.2021 In der SZ weiß Friedrich Ani nicht, ob er nach der Pandemie überhaupt wieder raus will. Im Interview mit Van erzählt der belarussische Dirigent Vitali Alekseenok, warum er gerade auf keinen Fall Schostakowitsch dirigieren will. Hyperallergic stellt uns die prächtig bemalten Lastwagen in Indien vor. Artechock fürchtet einen Kollaps der kommenden Kinosaison. Der Tagesspiegel informiert über das atemberaubende Programm von Cannes.

Medienticker

Tod durch Musen

04.06.2021 Aktualisiert: Friederike Mayröcker: Die Grande Dame der Lyrik ist tot - Schreiben gegen Stress: Zustandsskizzen aus der PandemieIsolation - Historisch-kritisch: "Mein Kampf" auf Französisch - Es war einmal ein Leitmedium: Ist das Schulbuch in Zeiten von Homeschooling tot? - Hinter den Kulissen brodelt es: Kardinal Marx mag nicht mehr  - Die Krimibestenliste Juni: Jetzt kommt der heiße Berlin-Roman + TV+Hörtipps für das Wochenende

Bücherschau des Tages

Schräge Vögel

04.06.2021 Die FAZ rät zur Lektüre ausgewählter Texte von Georg Lukacs, um für den Streit um politisch korrekte Sprache gerüstet zu sein. Mit Roberto Alajmo schält sie die Zwiebel Palermo. Die SZ lernt mit dem Schweden Steve Sem-Sandberg den realen Woyzeck kennen. Außerdem bespricht sie Kinder- und Jugendbücher und empfiehlt besonders Juha Virtas und Marika Maijalas verschwundenes Piano, in dem eine Mischpoke musikalischer Tiere den Zauber der Musik entdeckt. Die NZZ blickt mit Luuk van Middelaar auf die Folgen von Corona für die EU. Und Dlf Kultur stapft mit Johannes Groschupf durch Stasi-Mief und braunen Sumpf im post-pandemischen Berlin.

Samstag, 05.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Manchmal sagen Hände mehr als Worte

05.06.2021 taz und FAZ greifen die obszön-stalinistische Inszenierung des Roman-Protassewitsch-Interviews im belarussischen Staatsfernsehen auf. Die Debatte über den von A. Dirk Moses beklagten "Katechismus der Deutschen" in dem Blog newfascismsyllabus.com geht weiter: Für den Historiker Alan Confino ist sie eigentlich eine Debatte über Israel. In der Welt antwortet Zelda Biller auf einen Text von Fabian Wolff, der ebenfalls eine "Holocaust-Neurose" der Deutschen diagnostiziert hatte. In der SZ schreibt A.L. Kennedy über den deplorablen Zustand der britischen Medien.

Efeu - Die Kulturrundschau

Bewohnerin der Schrift

05.06.2021 Die Feuilletons trauern um die Dichterin Friederike Mayröcker, deren musikalische Form der Grenzenlosigkeit sie würdigen. Die Architektur der Zukunft wird nicht gebaut, sondern überbaut, lernt Zeit online von dem australischen Architekten Liam Young. Tagesspiegel und Dlf Kultur staunen über die Provokationen der israelischen Videokünstlerin Yael Bartana. Die Berliner Zeitung ist auch nach dreißig Jahren noch fasziniert von Rebecca Horn. Die Musikkritiker feiern den pianistischen Furor der Marta Argerich, die heute achtzig Jahre alt wird.

Bücherschau des Tages

Elektrifizierter Wumms

05.06.2021 Ob er nun über unerwünschte Besucher, Literaturpreise oder Nazis schimpft - Hermann Hesses Briefe aus den Jahren 1940-46 sind immer pointiert formuliert, staunt die FAZ. Die NZZ erkennt die romantische Note in Tarjei Vesaas' Roman "Die Vögel" über einen Narren in einem norwegischen Dorf. Die SZ empfiehlt Dževad Karahasans "Tagebuch der Übersiedlung" als wichtigen Teil des Bildes, das sich das kulturelle Gedächtnis von der Belagerung Sarajevos gemacht hat. Die taz  liest gebannt Duncan Hannahs Tagebuch aus den wilden Siebzigern in New York.

Montag, 07.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Erklärende Tafeln bislang unbekannten Inhalts

07.06.2021 Überall wird über Erinnerung diskutiert. Selbst im Programm der Grünen wird eine Erweiterung des Gedenkens gefordert: Das Wort "kolonial" kommt sechsmal vor, das Wort "Holocaust" überhaupt nicht, notiert Simon Strauß in der FAZ. Im Tagesspiegel fordert eine Autorengruppe eine "plurale Erinnerung". Perlentaucher Thierry Chervel antwortet auf A. Dirk Moses' Polemik über den "Katechismus der Deutschen". Götz Aly erklärt unterdessen in der Berliner Zeitung, warum auf dem Gelände der FU nach Knochen gesucht werden sollte.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Schweine tanzen die Krankheit

07.06.2021 Mit klingelnden Ohren kommen Nachtkritik und Standard aus Elfriede Jelineks Pandemiestück "Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!" Die FAZ sieht Moskaus Kunstszene innerlich emigrieren. Oder feiert sie ein Pestgelage?  In 54books erklärt Barbara Vinken die Mode zum Protest gegen eine Politik des gesunden Menschenverstands. In der SZ spürt der Historiker Carlo Gentile den NS-Verbrechen von Documenta-Mitbegründer Werner Haftmann nach. In der taz beteuert Stefan Dettl, dass die Musik von LaBrassBanda auch zur Yoga-Meditation passt.

Medienticker

Unabhängige Medien geben auf

07.06.2021 Pressefreiheit in Russland - Wolfgang Benz sagt: Der Historiker ist nicht dazu da, Geschichten zu erzählen - Im Rundfunk 1921: Erste Oper erobert den Äther - Poetisches Kleeblatt: Michael Krügers persönliche Erinnerung an die große Friederike Mayröcker - Amerikas  System muss  sich ändern, meint  Jodie Foster ...

Bücherschau des Tages

Mosaik der Möglichkeiten

07.06.2021 Die taz empfiehlt den Essayband "Kino unter Druck", in dem Lisa Gotto und Dominik Graf der Sinnlichkeit des osteuropäischen Kinos nachspüren. Der Dlf liest Keith Gessens Roman "Ein schreckliches Land" mit Begeisterung, aber auch als Plädoyer für neuen Blick auf Russland. Der DlfKultur feiert mit "Country Place" einen weiteren Roman der erst jetzt entdeckten Autorin Ann Petry. Und die FAZ bespricht Krimis, darunter Colin Niels im Zentralmassiv angesiedelten Roman "Nur die Tiere".

Dienstag, 08.06.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Produktion läuft ganz normal

08.06.2021 Der DlfKultur blickt auf die Not der Textilarbeiterinnen in der Türkei. Die taz erkundet Familienbilder in der Fotografie. Die Welt erlebt mit Andras Schiff einen Brahms ohne Bart und Bauch. Die NZZ sieht das Ende von Personen- und Geniekult am Theater nahen. Der Tagesspiegel begrüßt die neue Doppelspitze an der Berliner dffb. Und in der SZ gönnt sich Lutz Seiler etwas Kellerfreizeit.

9punkt - Die Debattenrundschau

Selbstzerstörerische Prophetie

08.06.2021 Nach der Routine der Wahlsendungen zu Sachsen-Anhalt kommen nun auch einige tiefer schürfende Analysen. Ingo Schulze beklagt in der SZ die tiefen sozialen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen. Die Wahlen werfen im übrigen ein unheimliches Problem auf: Wie stark beeinflussen Prognosen und Medien den Ausgang von Wahlen, fragen Jürgen Kaube in der FAZ und Henryk Broder in der Welt. Die Debatte  um A. Dirk Moses' Polemik "Katechismus der Deutschen" geht weiter: Moses ist ein Sieferle von links, meint Volker Weiß in der taz.

Magazinrundschau

Die Suppe seiner Mutter

08.06.2021 Die beste "Asian American Music" findet man auf der anderen Seite des Pazifiks, versichert Pitchfork, dem der Begriff dennoch nicht ganz geheuer ist. Vanity Fair sucht den Ursprung des Coronavirus' in einem mit US-Dollars unterstützten Labor in Wuhan. Elet es Irodalom denkt mit György Lukács über Ethik und Revolution nach. Der New Yorker betrachtet Nero, geigenlos. Believer wird Teil einer denkwürdigen Theateraufführung in Juarez-Stadt. Dangerous Minds hört Easy-Listening-Coverversionen psychedelischer Pophits der 60er und 70er ("Silver Machine" vom James Last Orchester anyone?).

Medienticker

Das inszenierte Ich

08.06.2021 Im Hörfunk: Elena Ferrantes zufällige Erfindungen+Jazz bei den Donaueschinger Musiktagen - Syrien: Wenn Dschihadisten Freunde gefangen nehmen - Stephen Kings "Lisey's Story" als Serie - Tabuloser Klassiker: James Baldwins großartiges Hörbuch "Ein anderes Land" - Alternativmedium: Im Kriegsjournalismus - Größter Klassik-Fake? Auf Spurensuchen nach Albinonis Adagio + Bonnie Tyler wird 70.

Bücherschau des Tages

Satz für Satz gehen Welten auf

08.06.2021 Als intellektuellen Bildungsroman liest der DlfKultur Ta-Nehisi Coates' Erinnerungen an seine HipHop-Jugend in Baltimore "The Beautiful Struggle". Die SZ lauscht hingerissen dem Heinrich-Heine-Hörbuch "Matratzengruft". Die FAZ erkundet mit Birgit Aschmann das emotionale Regime der katalanischen Unabhängigkeit. Die NZZ empfiehlt Christoph Wagners Interview-Band "Geistertöne", der die Avantgarde der modernen Musik versammelt.

Mittwoch, 09.06.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Superschnell, superkopflos, dabei immer superpräzise

09.06.2021 Der Tagesspiegel feiert die heute in Berlin beginnende Publikumsberlinale. Die NZZ beobachtet die große Kräftverschiebung im Blockbuster-Kino von den USA nach China. Die FAZ erlebt in der Moskauer Garage, wie Putins Glorie sanft in Süßlichkeit ertränkt wird. In der FR möchte Schauspiel-Intendant Anselm Weber beim nächsten Vertrag gern weniger Macht haben.

9punkt - Die Debattenrundschau

Und dabei kommen Aerosole zustande

09.06.2021 In Zeit online verteidigt der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, seine Äußerung, die Ostdeutschen seien "diktatursozialisiert". newfascismsyllabus.com und geschichtedergegenwart.ch bringen weitere zustimmende Texte zu A. Dirk Moses' Polemik gegen den "Katechismus der Deutschen". Die SZ  ist deprimiert über französische Zustände, wo rechts und links im Macron-Hass vereint sind. Und immer Ärger über Julie Burchill.

Medienticker

Bohemian & Bürgerschreck

09.06.2021 Die Lieder des H. C. Artmann + Archivperle: Laurie Anderson - Normalität-Nein! Theater-Nachtkritik-News - Bezos, Buffet & Co. zahlten kaum Einkommenssteuer - Kritik am Gendern: Es geht nicht nur um Gerechtigkeit "João Gilberto zum 90. : Der Star des Bossa Nova + Jazzpreis Berlin 2021.

Bücherschau des Tages

Halluzinatorisch begabter Weltvermesser

09.06.2021 Die FAZ lässt sich von Urs Niggli erklären, wie eine moderne Landwirtschaft aussehen könnte, die alle satt macht. Die NZZ lässt sich von Bill Gates erklären, wie wir die Klimakatastrophe verhindern. Die SZ lässt sich vom Fotografen Edward Burtynsky ins kanadische Dickicht führen. Die FR lässt sich überwältigen vom Zorn, mit dem Friedrich Ani in "Letzte Ehre" über männliche Gewalttätigkeit und Frauenhass schreibt. Und der Dichter Arne Rautenberg lässt auf die taz Blutregen vom Himmel fallen .

Donnerstag, 10.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein weiterer Bedeutungsraum

10.06.2021 Auch der Satiriker und Putin-Kritiker Dmitri Bykow scheint schon 2019 Opfer einer an Nawalny erinnernden Giftgasattacke geworden zu sein, berichtet das investigative Magazin Bellingcat. Antisemitismus ist längst Pop, und damit längst Mainstream, konstatiert die Schriftstellerin Mirna Funk in der Zeit. Ebenfalls in der Zeit erinnert der Historiker Wolfram Wette an den Überfall der Nazis auf die Sowjetunion vor achtzig Jahren. Götz Aly kritisiert in der Berliner Zeitung, dass des Überfalls nicht gedacht wird. Die NZZ kommt auf den Rassismus Rudolf Steiners zurück.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Zeitgenössische als Alibi

10.06.2021 Die Zeit fragt, warum das Wachstumsdenken ausgerechnet in der Kunst überlebt. Die FAZ sucht das Zukunftsversprechen in einer Ausstellung über "Vision und Schrecken der Moderne". Ebenfalls in der FAZ beschreibt Bernd Stegemann die Angst des Trapezkünstlers vor dem Betriebsrat. Van fragt, warum dem WDR bei Neuer Musik nur Klischees einfallen. In der SZ diagnostiziert Eva Menasse mit dem Abflachen der Pandemiekurve hierzulande einen eklatanten Zuwachs von Menschenfreundlichkeit. Der Tagesspiegel hätte seine Berlinale gern auch künftig im Sommer.

Medienticker

Night & Day

10.06.2021 Mathias Enard über seinen üppig verrückten Roman "Das Jahresbankett der Totengräber" &  Richard Schuberth über Lord Byrons letzte Fahrt nach Griechenland - Die Zukunft war gestern: Texte von Musikjournalistin Ingeborg Schober - Glückwunsch: Britisch-deutscher Radio-Musikjournalist Alan John Bangs wird heute siebzig & Zum 130. Geburtstag von Cole Porter: Songs wie eine nie endende Party + Der literarische Weg zurück in die Realität: Was heisst jetzt neue Normalität? fragt Simone Buchholz.

Bücherschau des Tages

Ein inneres Zittern

10.06.2021 Großes Lob in der Zeit für Fatima Daas‘ Debütroman „Die jüngste Tochter“, der vom Leben in der Pariser Banlieue, Islam, Herkunft und verheimlichter Homosexualität erzählt. Die FAZ steht ganz im Bann der meisterhaften "Mystery Stories" von Joyce Carol Oates. Die FR bahnt sich einen Weg durch das Universum Nick Caves mit dessen Notizbuch „Stranger Than Kindness“. Dass der Wert von Notizzetteln überhaupt einmal richtig gewürdigt wird, rechnet die NZZ dem Medienwissenschaftler Hektor Haarkötter hoch an.

Freitag, 11.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Paniktrompete

11.06.2021 taz und FAZ schildern, was es in der Praxis heißen wird, dass Alexej Nawalnys Organisationen als "extremistisch" verboten werden: Repressionen und Gewalt. Die Aktion #allesdichtmachen hat vor sehr sehr langer Zeit großes Aufsehen erregt. Der Tagesspiegel wähnte rechte Kräfte am Werk. Nun darf der Initiator Dietrich Brüggemann im Tagesspiegel antworten. Wie wär's mal zu fragen, wo gerade genozidale Politik betrieben wird, unabhängig von der Frage, ob der Kolonialismus daran schuld ist, schlägt der Historiker Joachim Haeberlen im New Fascism Syllabus vor.

Efeu - Die Kulturrundschau

Symbiose durch Konfrontation

11.06.2021  Die taz würdigt die subtilen Störgeräusche und Broken Beats im japanischen Ambient der Achtziger. Die SZ empfiehlt den Berlinalefilm "Courage" des belarussichen Regisseurs Aliaksei Paluyan und seiner furchtlosen Kamerafrau Tanya Haurylchyk. Der Tagesspiegel staunt über den Bilderteppich des Outsider-Künstlers Robert Fischer. Und: Die Architekturkritiker trauern um Gottfried Böhm.

Medienticker

Licht & Schatten

11.06.2021 Aktualisiert: Ein barocker Mensch: H.C.Artmann zum 100. -  Warum Erfa-Gruppen für den Buchhandel so wichtig sind &  Jüngere kaufen öfter Second-Hand-Bücher - Buchberlin mit neuem Konzept - Wem gehört das Internet? - Studio Berlin: Berghain-Ausstellung öffnet wieder - 60 Jahre Panorama: Noch lange nicht genug & Anja Reschke über die Öffentlich-Rechtlichen + TV-Sender tauschen Personal: Ja, wo moderieren sie denn?  - Warum Jeff Bezos weniger als 1 Prozent Steuern zahlt - Die Buchcharts + aktuellen Bestsellerlisten + TV+Hörfunk-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Das Klavierspiel von Mittelschichtsfrauen

11.06.2021 Die FAZ lässt sich von Helga Lüdtke einen Bubikopf verpassen und spaziert mit Hanno Rauterberg durch die Welt der digitalen Kunst. Die NZZ versucht sich mit Yanara Friedland an einer Mythologie des 21. Jahrhunderts. Dlf lernt Flaubert bei Michel Winock als Bürger wider Willen kennen. Dlf Kultur reist mit Annemarie Schwarzenbach im Jahr 1939 per Auto an den Hindukusch und lernt mit dem Historiker Richard Schuberth den griechischen Unabhängigkeitskrieg von 1821 näher kennen.

Samstag, 12.06.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Auffällig viele Katzen

12.06.2021 Die FAZ blickt mit James Ensor in Mannheim hinter die Masken. Die FR fängt mit Norbert Biskys "Trollfarmer" in Leipzig digitale Farbfetzen. In der taz ärgert sich Dániel Kovács, Kurator des ungarischen Pavillons auf der Architekturbiennale in Venedig, über die "negativ konnotierte Identität" der Osteuropäer. Die NZZ porträtiert afrikanisches Theater zwischen Aufbruch, Postkolonialismus und Islamismus. In der SZ beerdigt Anke Stelling die Berlin-Träume der Neunziger. Und die taz steckt mit der Eboni Band berauscht knietief im spätrömischen Disco-Idiom der Achtziger.

9punkt - Die Debattenrundschau

Also macht er die Hecke weg

12.06.2021 Im Spiegel stellt sich der linke Intellektuelle Didier Eribon gegen hypersensible Wokeness und strenges Gendern. In der taz fragt der Philosoph Axel Honneth, ob den Menschen in der Wirtschaft die Demokratie ausgetrieben wird. Der FAZ schwant, dass "Bio" auf dem Land schwieriger ist als in der Stadt. In der NZZ erzählt  der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi, wie er in in Algerien in Antisemitismus geschult wurde. Die FR erinnert an die vor zweihundert Jahren geborene Frauenrechtlerin und Autorin Luise Büchner.

Bücherschau des Tages

Die gnadenlose Welt der Lüge

12.06.2021 Die taz lässt sich von Gilles Peress' opulentem Fotoband "Whatever You Say, Say Nothing" an Belfasts Bloody Sunday erinnern. Mit Johannes Groschupf erkundet sie das atmosphärisch überhitzte BerlinSpannend findet der Dlf auch Eva Munz' um den 11. September kreisenden Roman "Oder sind es Sterne". Die FAZ feiert Alfred Kerrs bissig-elegante Kolumnensammlung "Berlin wird Berlin" als Epos der Zeitgenossenschaft. Die SZ bricht mit Volker Brauns "Großer Fuge" in die Zeit nach der Pandemie und dem Abendland auf. Die Welt blickt mit Frank Sieren fasziniert und irritiert nach Shenzhen.

Montag, 14.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Radikal vom Ursprung gelöst

14.06.2021 Guardian und NZZ machen sich Gedanken über die "Laborleck"-Hypothese, die ein "moralisches Erdbeben" auslösen könnte. Die SZ greift die von Götz Aly angestoßene Diskussionen über Knochenfunde auf  dem Gelände der FU und ihre mögliche Herkunft aus Auschwitz auf. Faktisch falsch findet Jürgen Kaube in der FAS A. Dirk Moses' "Katechismus"-These, nach der Deutschland sein Selbstverständnis in Bezug auf den Holocaust definiert habe. Aber im Blog New Fascism Syllabus stimmen immer neue Professoren in Moses' Katechismus ein. Und was Carolin Emcke bei den Grünen gesagt hat, kann man sicher schnell vergessen.

Efeu - Die Kulturrundschau

So, weiter gehts!

14.06.2021 Die SZ spürt im Haus der Kunst den Schweiß, der Menschen zusammenbringt. Auf ein erwartbar geteiltes Echo stößt Frank Castorf mit seiner "Fabian"-Inszenierung am Berliner Ensemble. Im Standard erinnert Elfriede Jelinek an den Lyriker H.C. Artmann, von dem sie lernte, dass es kein Zuviel gibt. Die Welt klagt, dass das Centre Pompidou schon wieder geschlossen wird. Und die FAZ lauscht dem Blues des Gitarrenvirtuose Mdou Moctar.

Medienticker

Lesen & Schreiben

14.06.2021 Veränderung der Welt: Einfluss der Klimakrise auf die Literatur -  Wenn das Lesen Probleme macht & Die schönsten deutschen Bücher 2021 - Buchhandel & #pridebooks der Queer Media Society? - "Literatur meets Future": Das Weimarer Literaturfestival - Zum ersten Mal der Deutsche Sachbuchpreis verliehen - Homeoffice-Pflicht: Wie geht es zurück ins Büro? - Musikalische Lektüren: Neue Musik-Bücher ...

Bücherschau des Tages

Ordnung von oben

14.06.2021 Hingerissen ist die NZZ von Olli Jalonens Roman "Die Himmelskugel", der sich auf die Suche nach Kometenforscher Edmond Halley begibt. Der Dlf verzweifelt an der literarischen Brillanz des Louis-Ferdinand Céline. Mit viel Sympathie liest die FR Ute Stefanie Strassers autobiografische Erzählung "Gutleut". Und die SZ hofft, dass Annalena Baerbock ihre Politik nicht so vage gestalten wird wie ihre Bücher.

Dienstag, 15.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Freiwillig nach Rottweil

15.06.2021 In Belarus sind 454 Aktivistinnen und Journalisten in Haft, weil sie Demokratie fordern, die taz stellt einige von ihnen vor. Ebenfalls in der taz spricht der Historiker Ulrich Herbert über den Abschluss der  Quellensammlung zur "Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden". Das Blog The New Fascism Syllabus arbeitet unermüdlich weiter an der Durchsetzung von A. Dirk Moses' neuem "Katechismus". In der Deutschen Welle spricht die die nigerianische Journalistin Tobore Ovuorie über die Bedeutung von Twitter in ihrem Land. Die SZ warnt junge Menschen vor akademischen Karrieren.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mehr Office und weniger Home

15.06.2021 Die Berliner Zeitung entdeckt einen Dürer in Crailsheim. In der SZ beklagt ausgerechnet Hubert Winkels die Betriebshaftigkeit der Literaturkritik. Der Tagesspiegel berichtet erschüttert von Christophe Cognets auf der Berlinale gezeigtem Dokumentarfilm "From Where They Stood". Die FAZ erklärt dem Berliner Senat, dass niedrige Hochhäuser nicht halb, sondern doppelt schlimm sind. Die NZZ erlebt Wagners "Rheingold" als Grand Guignol. Und die SZ zieht jetzt in ihr eigenes Vorstandszimmer.

Magazinrundschau

Er war Bing Crosby aus der Hölle

15.06.2021 Die London Review erzählt die Geschichte des Konflikts um Nagorny-Karabach und fragt: Wann beginnt ein Bürgerkrieg? In Magyar Narancs erzählt Peter Nadas, warum Andersartigkeit die Essenz seiner Freundschaft mit Peter Esterhazy war. In Persuasion erzählt der Venezolaner Carlos Hernández von seiner Flucht nach Kolumbien. MicroMega würde Matteo Salvini gern "Bella Ciao" singen hören. In epd film blickt Georg Seeßlen zurück auf die große Zeit des Hongkong-Kinos. Bloomberg Businessweek recherchiert Trumps nicht abnehmenden Einfluss auf die Republikaner.

Medienticker

Performativ und moralisch

15.06.2021 Antisemitische Stereotype: Lobbyisten-Kampagne & mit großen Mitteln finanzierter Schlammschlachtwahlkampf - Auszeichnungen: Schriftsteller Karl-Heinz Ott erhält Joseph-Breitbach-Preis & Jürgen Kaube erhält den Deutschen Sachbuchpreis für sein Hegel-Buch - Nora Bossong über Was ist das, die Zeit in der Pandemie? - 200 Jahre Oper "Der Freischütz": Die Empörung des Textdichters.

Bücherschau des Tages

Die zutiefst verstörte Gesellschaft

15.06.2021 In höchsten Tönen lobt der DlfKultur Volker Brauns Gedichte "Große Fuge", die der Pandemie mit Wucht und Schärfe begegnen. Die FAZ liest Volha Hapeyevas "Camel Travel" als education intellectuelle zwischen Minsk und Moskau. Die NZZ blickt mit Eugene Rogan auf den "Untergang des Osmanischen Reichs". Der Dlf erfährt bei Reiner Klingholz, wie Bevölkerungswachstum, Klima und Ressourcenverteilung zusammenhängen.

Mittwoch, 16.06.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Zweckfreie Strenge

16.06.2021 In der Schau "Australia 1992" erlebt der Guardian den Kampf um die Landrechte der Aborigines als Pasolini-Film. Die NZZ misstraut dem neuem Trend zur Comicbiografie. Standard und Presse blicken nach Klagenfurt, wo heute Abend der Bachmann-Wettbewerb beginnt. Die FAZ beobachtet Stalins Rückkehr auf die Moskauer Bühnen. Und die SZ blickt noch einmal mit der Melancholie Charles Aznavours auf die Welt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Aus der Rumpelkammer der Phrasen

16.06.2021 Die Hohenzollern  haben im Streit um die Entschädigungsforderungen viele Historiker und Journalisten mit Unterlassungsaufforderungen und Klagen bekämpft - diese wehren sich nun mit einer Website, die diese Klagen dokumentiert, berichtet Zeit online. A. Dirk Moses äußert sich in The New Fascism Syllabus sehr zufrieden über die Debatte, die er auslöste und tritt nochmal für die "rassifizierten" Minderheiten ein, deren Leid mit Hinweis auf die Holocaustopfer ignoriert werde. In der FR tritt Aleida Assmann für Carolin Emcke ein und attackiert den Springer-Verlag. In den Sehepunkten antwortet Hedwig Richter auf ihre Kritiker.

Medienticker

Geheimnisse des Engelsrotz

16.06.2021 Springer Presse vs. Carolin Emcke: Diskreditierung einer öffentlichen Stimme - Auftakt  zum 45. Bachmannpreis wieder digital im Hörfunk & online - Hörfunkkritik: Annalena McAfees "Blütenschatten" - Albert Ostermaier zu Deutschland-Frankreich: "Wir waren ein einziges Eigentor" - Braucht der Literaturbetrieb Quoten? & Muss Literatur politisch sein? - Kooperation mit Douglas: Weltbild verkauft Kosmetik - Korruptionsbarometer: Der Neoliberalismus ist schuld + Hörspiel-Tipp: Stille. Nacht. Klirrende Fahnen oder Vater-Sohn-Konflikt in der DDR.

Bücherschau des Tages

Höllenfahrt dreier Frauen

16.06.2021 Die taz liest mit großen Interesse, wie die Kulturwissenschaftlerin Dorothee Kimmich in "Leeres Land" die Niemandsländer in der Literaturgeschichte erkundet. In der FAZ nimmt die Ethnologin Susanne Schröter Ayaan Hirsi Alis Buch "Beute" zum Anlass, für substanzielle Forschung zum Geschlechterverhältnis muslimischer Einwanderer zu plädieren. Wer sich für das Deutsche Kaiserreich interessiert, dem empfiehlt der Historiker Dieter Langewiesche in der SZ wärmstens "Bismarcks ewiger Bund" von Oliver Haardt. Als eindringlich und schockierend lobt Dlf Kultur Louis-Philippe Dalemberts Roman "Die blaue Mauer", die dem Schicksal dreier Flüchtlinge folgt.

Donnerstag, 17.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wir sind keine Menschen mehr. Wir sind Engel

17.06.2021 Ins Internet ist eine Atmosphäre der Angst eingezogen, und sie ist obszön, schreibt Chimamanda Ngozi auf ihrer Website. Nicht Carolin Emcke leistet dem Antisemitismus Vorschub, sondern ihre Kritiker, schreibt Jens Jessen in der Zeit. In der FAZ geißelt Christoph Türcke  die "Sprachmagie" der Political Correctness. Ungarn hat ein vor Homophobie strotzendes Gesetz erlassen, notiert Bascha Mika in der FR. In der SZ erklärt Ivan Krastev die Ideologie dahinter. taz und SZ greifen den Protest an den Uni auf: eine Mittelbaubewegung.

Efeu - Die Kulturrundschau

Fragmente des bildungsbürgerlichen Kanons

17.06.2021 Die NZZ unterhält sich mit der Künstlerin Pamela Rosenkranz über Künstliche Intelligenz, Katzen und die Vorstellung von Reinheit. Im Interview mit der Jungle World erklärt Filmemacher Julian Radlmaier, wie man am besten die Theorie-Besserwisserei aushebelt. Die FAZ kritisiert scharf die Berufung von Christian Spuck zum neuen Leiter des Berliner Staatsballetts. Ebenfalls in der FAZ notiert der Literaturwissenschaftler Achim Hölter eine zweite Phase der Comic-Selbstzensur aus den fünfziger Jahren angesichts der politisch-korrekten Eingriffe in die Comic-Übersetzungen der göttlichen Erika Fuchs. Im Van Magazin warnt der Cellist Steven Isserlis vor dem Lachen des Pianisten Ferenc Rados.

Medienticker

Dickes Problem

17.06.2021 In der Weltgeschichte: Gewinner des Deutschen Sachbuchpreises Jürgen Kaube über Hegel, seine Zeit & die Philosophie - Medium Buch: Die Buchkinder Leipzig feiern ihr 20-jähriges Jubiläum - Seehofer warnt vor der zunehmenden Gefahr des Rechtsextremismus + Verfassungsschutz-Verdachtsfall Antaios Verlag + Buchcharts: Aktuelle Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Sanfte Umbrüche

17.06.2021 Die FAZ amüsiert sich prächtig mit Mark Twains boshaften Reportagen von einer Reise nach Palästina 1867. Großes Lob auch für Salvatore Scibonas Einzelgängerroman "Der Freiwillige", der von den Nachwehen des Vietnamkriegs erzählt. Die NZZ lobt das feine Ohr und die mikrokomödiantischer Dramaturgie von Martin Lechner, der in "Der Irrweg" einen Zivi durch eine Irrenanstalt stolpern lässt. Die SZ bewundert eine Comic-Biografie über Alfred Hitchcock.

Freitag, 18.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Politisch farblose Männer

18.06.2021 Nach Merkel kandidieren drei MerkelianerInnen, beobachtet Julian Nida-Rümelin in der Welt. Bei der Debatte um A. Dirk Moses schließt sich ein Hufeisen, konstatiert der Historiker Norbert Frei in der SZ: Linke wollen den Holocaust "kontextualisieren", und Rechte freuen sich über "postkoloniale Angriffe auf den 'Auschwitz-Mythos'".  In Dänemark schließt sich auch ein Hufeisen, schreibt der dänische Autor Carsten Jensen in der FAZ: Die Sozialdemokratie feiert Erfolge - mit rechtspopulistischer Politik. Die FR nimmt den von der russischen Regierung betriebenen und finanzierten Staatssender RT DE unter die Lupe.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Moderne wird begradigt

18.06.2021 Hubert Winkels singt in Klagenfurt ein Loblied auf die intellektuelle Literaturkritik. Die Theaterkritiker kommen froh aus Oliver Frljićs angenehm undoktrinärem Abend "Alles unter Kontrolle" am Gorki Theater. Zeit online erfährt aus Ute Adamczewskis Dokumentarfilm "Zustand und Gelände", wie die NS-Frauenschaft half, die Schreie der gequälten Häftlinge zu ersticken. FAZ und Zeit denken anlässlich der Ausstellung über die Anfänge der Documenta im DHM über Abstraktion, Politik, Macht und Verdrängung nach. Die FAS hört Musik ohne Regeln des Esbjörn Svensson Trios.

Medienticker

Vom Kaukasus bis Klagenfurt

18.06.2021 Aktualisiert: Tage der deutschsprachigen Literatur: 14 Texte, sieben Kritikerinnen, fünf Preise - Einflussreiche SA-Männer: Das deutsche Kunstverständnis und die documenta & Als Kurt Gödel die Grenzen des Berechenbaren entdeckte - Im Ohr von Beethoven: "Sound and Silence" in Bonn - Geflüchtete Schriftsteller: Weltliteratur aus dem Exil  - Hörfunktipps: "Literatur für Alle" zum 100. Geburtstag von Helmut Heißenbüttel & Ingo Schulze liest aus  "Tasso Im Irrenhaus" + mehr TV+Hörfunk-Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Blaubeeren, Luftballons und Pfannkuchen

18.06.2021 Die FAZ lässt sich von Fabian Payr nüchtern und lesbar erklären, weshalb sie guten Gewissens mit dem Gendern aufhören kann. Die SZ erkundet mit Urs Stäheli Rückzugsräume für eine grundsätzlich vernetzte Gesellschaft. Außerdem staunt sie, wie Elizabeth Acevedo in "Soul Food" karibisches Lebensgefühl, Rezepte und Porträts von Menschen verbindet. Die NZZ folgt in Mary Shelleys Liebes- und Reiseschauerroman von 1826 dem letzten Menschen auf Erden. Und der Dlf Kultur lernt von Annette Kehnel: Urban Gardening, vegan Lifestyle, Minimalismus - alles schon mal dagewesen.

Samstag, 19.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Uhr tickt laut und klar

19.06.2021 Es wird endlich Zeit, dass die Deutschen angemessen des Überfalls auf die Sowjetunion gedenken. Das heißt aber auch, dass man keine Waffenlieferungen in die Ukraine fordern sollte, findet die SZ. Die New York Times feiert den Juneteenth: Aber die Historikerin Kate Masur erinnert auch daran, dass das Ende der Sklaverei in den meisten Staaten nicht das Ende diskriminierender Gesetze bedeutete - bis heute. In der FAZ plädiert Patrick Bahners gegen die Rückgabe der Benin-Bronzen: Deutschland war in Nigeria nie Kolonialherr, und die Museen in Paris, London und New York rücken die Bronzen auch nicht raus. Der Tagesspiegel recherchiert zu palästinensischen Schulbüchern, die von Deutschland und der EU mitfinanziert werden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die schöne Utopie des Gegenwartspessimisten

19.06.2021 In der taz erklärt Najem Wali, warum sein neuer Roman in Ägypten wohl auf wenig Gegenliebe stoßen wird. Außerdem lässt sich die taz vom Drone- und Ambientsound des finnischen Komponisten Vladislav Delay durch die Hitze tragen. Die FAZ besucht das neue Besucherzentrum für den Nationalpark Schwarzwald und stellt fest: Auch die Boombranche Naturschutz entgeht der Wachstumslogik nicht. Cargo kann keine Filme aus den Achtzigern mehr sehen, zu beleidigend sind sie für das feministische Auge. Die SZ bereist die Orte um Florenz, in die sich die Uffizien verteilt haben.

Bücherschau des Tages

Werwolf und Waswolf

19.06.2021 In der taz feiert Claus Leggewie eine neue Biografie über Gustave Flaubert. Außerdem empfiehlt die taz Richard Wagameses Roman "Der gefrorene Himmel", einen Roman über  Missbrauch indigener Kinder in katholischen Internaten in Kanada. Die Welt liest einen Roman über Robert Koch, der in doppelter Hinsicht aktuell ist. Die FR ist begeistert von "Alles. was passieren kann", Katharina Hackers erstem Roman für Jugendliche.

Montag, 21.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Auf der richtigen Seite der Geschichte

21.06.2021 Vor achtzig Jahren überfielen die Deutschen die Sowjetunion. Die taz bringt aus diesem Anlass ein großes Dossier, unter anderem mit einem Text von Karl Schlögel. In der FAZ schreibt Viktor Jerofejew. Der ägyptische Autor Wagdi al-Komi erklärt in der NZZ, warum ein Artikel über Bäume das Potenzial hat, ihn ins Gefängnis zu bringen. Die SZ findet die Ausstellung im neuen Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung gelungen. Und Andrew Sullivan erklärt in seinem Blog, warum es falsch wäre, "Critical Race Theory" an Schulen zu verbieten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Dem Risiko literarisch gewachsen

21.06.2021 In Klagenfurt ist der Bachmannwettbewerb zu Ende gegangen, gewonnen hat die Autorin Nava Ebrahimi. Die KritikerInnen in FAZ bis taz interessieren sich allerdings vor allem für die KritikerInnen in der Jury. Der Tagesspiegel resümiert die Sommer-Berlinale, mit der sich das Verhältnis von Innen und Außen verschob. Die SZ lernt von Sandra Hüller, dass Körbe und Beutel viel nützlicher sind als Werkzeug und Waffen. Die Welt ärgert sich, dass die erfolgreich  diversifizierte Oper segregiert werden soll. Und die FAZ feiert die sanften Utopien von Duplex Architekten. 

Medienticker

Schriftsteller mit weißer Weste

21.06.2021 Tsitsi Dangarembga erhält den Friedenspreis desDeutschen Buchhandels: Jury-Mitglied Bascha Mika über die Preisträgerin - Philosophische Flaschenpost: Simone de Beauvoir über das Frauwerden - Belarus: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht Olga Shparaga - Ökonomik im Stresstest: Die Wirtschaftswissenschaft vernachlässigt ihre Ideengeschichte - Kartellamt leitet Verfahren gegen Apple ein + Was die Moral in der Literatur verloren hat.

Bücherschau des Tages

Das Ideal der Allgemeinheit

21.06.2021 Als wunderbare Gymnastik für Gehirn und Ohren empfiehlt die FAZ die Hörbuchversionvon Rabelais' Roman "Gargantua und Pantagruel". Mit der "Matratzengruft" erkennt sie in Heinrich Heine den "größten Dichter der Ambivalenz". Die SZ empfiehlt den Essay "Die türkische Malaise" des Wirtschaftswissenschaftler Cengiz Aktar. Und der DlfKultur lernt von Philipp Sarasin, dass "1977" die Moderne zu Ende ging.

Dienstag, 22.06.2021

Magazinrundschau

Es wird doch jedes Jahr besser

22.06.2021 In Osteuropa rekonstruiert der Historiker Bert Hoppe das Massaker in der Schlucht von Babyn Jar 1941. Die London Review beschreibt, wie Äthiopiens Militärregierung das Aushungern als eine Strategie der Aufstandsbekämpfung betreibt. Unherd hat eine Idee, wie man sensible Leser befrieden und viele neue Jobs im Verlagswesen schaffen kann. In En attendant Nadeau erklärt Olivier Mannoni, warum er seine erste Übersetzung von "Mein Kampf" in den Papierkorb warf. In Elet es Irodalom singt Görgyi Földes ein Loblied auf die zeitgenössische ungarisch-jüdische Literatur. Harper's blickt in die satten, verängstigten Gesichter von TikTok-Influencern.

9punkt - Die Debattenrundschau

Nee, also Europäer ist hier keiner

22.06.2021 Die Frage ist nicht, ob Annalena Baerbock bei ihrer Bio ein bisschen geschummelt hat, das Problem ist die Bio selbst, meint Gunnar Hinck in der taz: denn die Bios jüngerer PolitikerInnen gleichen sich allzusehr. Im Berliner Pilecki-Institut eröffnet die Ausstellung "Belarus lebt" über die Demokratiebewegung gegen Lukaschenko. Richard Herzinger thematisiert Russlands Rolle bei ihrer Niederschlagung. Die Ausstellung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist von den Streitigkeiten gezeichnet, die ihre Entstehung über Jahre begleiteten, findet Andreas Kilb in der FAZ. Welt und Zeit online präsentieren neue Ideen gegen den Klimawandel.

Efeu - Die Kulturrundschau

Rapstee, Kurkuma, Vitamin C

22.06.2021 Die Feuilletons freuen sich über den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für die simbabwische Schriftstellerin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga: Sie wird die erste schwarze Preisträgerin seit Chinua Achebe 2002. Wo bleibt denn jetzt die so oft reklamierte Relevanz des Theaters?, fragt die SZ. Die FAZ besichtigt im Centre Pompidou die weibliche Seite der Abstraktion. Die taz sucht beim FrauenFilmFest in Köln mit der Biosuppenhexe nach Alternativen zur chemischen Produktion.

Medienticker

Literaturstreit & Bocksgesang

22.06.2021 Netzwerker: ARD+ZDF starten gemeinsames Streaming für die Mediatheken - Zukunftsdebatte: Ex-ARD+ZDF-Intendanten vermissen gemeinsame Strategie - Repression in Hongkong: Das intellektuelle Klima nach der Razzia bei Apple Daily - Hörtipps: Judith Hermann über ihren Roman Daheim, Helmut Heißenbüttel-Homestory + "Wie uns die Daten zerteilen": Der unaufhaltsame Aufstieg der Überwachungs-Technologien & Baltisches Bündnis der Neuen Musik +  Vor 50 Jahren: Joni Mitchells "Blue" ist erschienen & Jim Morrison starb in Paris - Aktuell: EuGH-Urteil: YouTube haftet nicht für Urheberrechtsverstöße ...

Bücherschau des Tages

Ein bisschen Tagesaktualität und Kulturleben

22.06.2021 Die taz erkennt die Spuren von Gewalt und Grausamkeit in Jo Ratcliffes Fotografien aus Südafrika und Angola. Die FAZ lernt von Joseph de Wecks Macron-Biografie nicht unbedingt viel über den Präsidenten, aber viel über Frankreich. Der Dlf galoppiert mit James Hawes durch die Geschichte Englands, in der schon Cäsar ein in Nord und Süd gespaltenes Land vorfand. Mit Oswald Egger labt er sich an den kalkigen Knollenmergeln und klüftigem Kalkschiefern des Mississippi. In Markus Bundis Roman "Die letzte Kolonie" erkennt der DlfKultur Fragmente einer Sprache der Verzweiflung.

Mittwoch, 23.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine nichtschwule Aura

23.06.2021 Ziemlich selbstgefällig findet Jan Feddersen in der taz die Empörung über die Uefa, die verhindert hat, dass das Münchner Olympiastadion in einem Regenbogen erstrahlt - warum wohl gibt es im deutschen Profifußball keinen einzigen offen schwulen Fußballer? Die SZ sieht's anders. Die Presse ist gerettet: Zumindest wenn sich die Forderung nach 900 Millionen Euro Leistungsschutzgeld jährlich allein von Google durchsetzt, die Corint Media laut Clap erhebt. In der NZZ erklärt der Astronom Avi Loeb, warum er außerirdisches Leben für nicht unwahrscheinlich hält. Die SZ will am Grundsatz "ne bis in idem" festhalten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Löwe darf nicht stinken

23.06.2021 Auf ZeitOnline zürnt Robin Detje gegen das Langweilertum in der Literatur und ihre "Festlegung auf die mittlere Lage". Im Filmdienst fürchtet Tacita Dean, dass gerade die leichten Kameras den Film schwerfällig und bieder gemacht haben. Die FAZ feiert Gio Pontis heitere Moderne, die nie den Bruch mit der Tradition vollzog. Der Guardian blickt mit Sebastiao Salgado in das Herz Amazoniens. Und die taz widmet sich nur halb überrascht dem #MeToo im Deutschrap.

Medienticker

Staatstrojaner beschlossen

23.06.2021 Hongkonger "Apple Daily" stellt Betrieb ein - Neue Geldquelle für Promis: Twitter testet Bezahlinhalte - Bertelsmann: RTL Group fusioniert RTL Nederland mit Talpa Network - Gespräch mit Peter Richter über seinen Roman  "August" - Staatstrojaner: Plot für eine Dystopie - USA blockieren Websites pro-iranischer Medien - Internetnutzer beklagen Corona-Falschinformationen - Übernahme von MGM durch Amazon offenbar fraglich - Claus Ruhe Madsen: Rostocks OB im Gespräch + Vor 40 Jahren starb Zarah Leander.

Bücherschau des Tages

Wie berauschend Offenheit und Freiheit sein können

23.06.2021 Die FAZ macht mit dem Altphilologen Dennis Pausch eine Ausflug in die Arena antiker hate speech und findet "Virtuose Niedertracht". Die SZ amüsiert sich prächtig mit Maarten 't Hart, einem nerdigen Orgelstimmer und einer brasilianischen Femme fatale in der holländischen Provinz der Achtziger. Angetan folgt die taz Wolfgang Englers gedanklichen Streifzügen durch die liberale Gesellschaft. Dlf Kultur blickt in die privaten Gemächer ikonischer Architektenhäuser. Ganz unbehaglich wird ihm zumute, wenn er mit Nick Reimer und Toralf Staud dem Klima im Jahr 2050 entgegenblickt.

Donnerstag, 24.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Kekse statt Krabben

24.06.2021 Auf der Einmaligkeit des Holocaust zu bestehen, heißt vor allem, auf dem Konzept der historischen Wahrheit zu bestehen, schreibt Alan Posener in der Welt als Antwort auf A. Dirk Moses. Morgen sollen die britischen Schulkinder "Strong Britain, Great Nation" singen, denn es ist "One Britain One Nation"-Tag - aber der New Stateman hat Zweifel. New York Times und SZ verabschieden Apple Daily, das letzte wichtige oppositionelle Medium in Hongkong.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ja herrlich, ja bitte!

24.06.2021 Die FAZ blickt einem melancholischen hummerroten Wassermann ins Auge und feiert ein Oeuvre voller Rätsel der Künstlerin Ilna Ewers-Wunderwald. Scharf kritisiert sie hingegen den nachgebesserten Entwurf von Herzog & de Meuron für das neue Kunstmuseum in Berlin. Die FR lässt sich entspannt vom Pixar-Animationsfilm "Luca" mit einem als Jungen getarnten Meerwesen ins Italien der 50er versetzen. Die NZZ freut sich über die Helvetica auf den neuen Männeranzügen von Comme des Garcons. In der SZ erklärt der irakische Dirigent Karim Wasfi, warum Beethoven auch den Irakern etwas bedeutet.

Medienticker

Traum, Farbe, Wirklichkeit

24.06.2021 Hongkong: Schwerer Schlag gegen die Pressefreiheit - Umfrage: 43 Prozent lesen in Coronazeiten mehr Bücher - Gendern in der Belletristik:  Mithu Sanyal wünscht sich oft die Eleganz der englischen Sprache - Friedliche Revolution & 30 Jahre Aufarbeitung: Es ist Zeit, etwas Neues zu wagen - Stefanie Sargnagel spielt sich selbst - Gespräch mit Josef Haslinger über sein Buch "Mein Fall" - Juli/August 2021: Die Sachbuch-Bestenliste + Hörfunk-Tipps: Porträt der Komponistin Unsuk Chin,  Modulare Klangreisen mit Philippe Petit & die Jazzbaltica 2021.

Bücherschau des Tages

Radikales Erzählen

24.06.2021 Die SZ empfiehlt zwei Bücher zur Sklaverei: Andreas Eckerts komprimierte Globalgeschichte der Sklaverei und zur weiteren Veranschaulichung Anton de Koms Anklageschrift "Wir Sklaven von Suriname" aus dem Jahr 1934. Dass Rassismus und große Literatur sich nicht ausschließen, lernt die Zeit mit Celines frühem Roman "Tod auf Raten". Die FR lernt aus Klaus Wengsts Band "Wie das Christentum entstand" und der Antisemitismus in die Welt kam. Dlf Kultur lauscht beglückt dem Gemurmel und anfahrenden Dampflokomotiven in den Gedichten von Ester Naomi Perquin.

Freitag, 25.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Sie waren wir

25.06.2021 Knochenfunde. Traumata. Die Feuilletons beugen sich über die Abgründe unserer Geschichte: Stammen die Knochenfunde auf dem Gelände der FU Berlin aus Auschwitz? Die von Götz Aly vorgebrachte These ist höchst umstritten, notiert die taz. In Dresden befasst sich eine ganze Ausstellung mit historischen Traumata, die FAZ hat sie besucht. Das Rijksmusum organisiert erstmals eine Ausstellung über Sklaverei, die der Standard bespricht. Und Ian Dunt ist traumatisiert vom Brexit.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die alles bestimmende Diskursmode

25.06.2021 Die SZ liest noch einmal Uwe Timms Roman "Morenga", der sich schon vierzig Jahren mit den Kolonialverbrechen der Deutschen beschäftigt hat. Der Tagesspiegel reist mit Alice Winocours feministischem Kosmonautendrama "Proxima" ins All. Der Künstler Christian Boltanski spricht mit Monopol über den Tod. In Van möchte die designierte Intendantin der Semperoper Nora Schmidt lieber nichts mit Genies zu tun haben.

Medienticker

Anarchisches gegen achtsames Denken

25.06.2021 Aktualisiert: Sachbücher des Monats - Undurchsichtiger Antiviren-Mann John McAfee gestorben - Google warnt bei unzuverlässigen Suchergebnissen - Das Festival Theater der Welt eröffnet fulminant - Das Geschäft mit der Gesundheit: Wie uns Apple & Co. auf den Leib rücken - Leistungsschutzrecht: Springers Mathias Döpfner will bei Gebühren nicht zwischen Boulevard- und Qualitäts-Journalismus unterscheiden + Hörtipp: hör!spiel!art: "Im tiefen queeren Wald" ... TV+Hörfunk-Wochenendtipps.

Bücherschau des Tages

Aus einer verlorenen Welt

25.06.2021 Die SZ staunt über die Subtilität, mit der Zadie Smith in ihren Erzählungen Themen wie Feminismus oder Rassismus anpackt. Die FAZ reist mit Amy Stanley ins Tokio des frühen 19. Jahrhunderts. Die NZZ lernt von Robert Mappes-Niediek viel über die unterschiedlichen Mentalitäten in Ost- und Westeuropa. Dem Dlf verschlägt Bogdan Wojdowskis polnischer Holocaust-Roman "Brot für die Toten" die Sprache. Und Dlf Kultur lernt in Dorothy Wests Roman "Die Hochzeit", was in den USA unter "race" verstanden wird.

Samstag, 26.06.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Sie sollen das Qi ihres Gegenübers spüren

26.06.2021 Zwischen ausgestopften Tierkadavern erkennt die FAZ in Amsterdam in Bruce Nauman einen Pandemie-Propheten. Außerdem sehnt sie sich nach der Wildheit und Rohheit des "in-yer-face"-Theaters zurück. In der SZ erkennt Maria Schrader in Robotern die besseren Menschen. Der Tagesspiegel überwindet mit dem chinesischen Künstler Zheng Bo im Gropius-Bau den Anthropozentrismus. In der Welt erklärt Ralf König, weshalb sein Lucky Luke nicht rauchen und nicht schwul sein durfte. Und in der FR wünscht sich Marion Poschmann mehr "Laubenthusiasmus" in der Literatur.

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine Art soziale Brückentechnologie

26.06.2021 In La règle du jeu erkennt Bernard-Henri Levy: Nur die Konservativen können die Rechten aufhalten. In der Welt warnt Manon Garcia Frauen davor, Wegweisern zu folgen: Zu oft wurden sie von Männern aufgestellt. Der Tagesspigel blickt nach Istanbul, wo der Schriftstellerin Asli Erdogan und anderen Autoren eine neue Runde Prozesse droht. In der SZ erinnert Dana von Suffrin an das Pogrom von Jassy vor achtzig Jahren.

Bücherschau des Tages

Härte und Schönheit

26.06.2021 taz und FR legen uns zum Wochenende zwei Schwergewichte auf den Coffeetable: Die taz reist mit Sebastião Salgados neuem Hochkaräter zu den indigenen Völkern ins Amazonasgebiet, die FR trifft sich zur Kissenschlacht mit Harry Benson und Paul McCartney. „Genial“, findet die FR auch Salman Rushdies gesammelte Aufsätze aus den Jahren 2003 bis 2020. Welt und Dlf staunen, wie elegant der Historiker Philipp Sarasin Apple, RAF, Foucault und Travolta im Jahr 1977 verknüpft. Die ganze Diversität Sarajevos lernen Welt und Dlf Kultur in Dževad Karahasans „Tagebuch der Übersiedlung“ aus dem Jahr 1993 kennen. Und die FAZ reist mit Leslie Jamison nach Las Vegas.

Montag, 28.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Auf dem Promilleweg

28.06.2021 Sowohl die britische Linke als auch die Rechte leben von Nostalgie - Zeichen eines Niedergangs, schreibt Nick Cohen im Observer. Die taz bringt ein Dossier zur dringend notwendigen Verkehrswende. Eine Autorin aber erinnert daran, dass das Auto auch Freiheit bedeutete. Warum ist das heutige Bürgertum so mit sich zufrieden, fragt Thomas Ribi in der NZZ. hpd.de erzählt, wie die Kirchen in Bayern den konfessionsgebundenen Religionsunterricht zementieren. Zeit online kommentiert die antriebslosen Regionalwahlen in Frankreich.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ähnlich wie die dicke Zigarre

28.06.2021 Im Standard erklärt die Filmemacherin Jasmila Žbanić, warum sie nach Srebrenica und im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen nichts Attraktives am Krieg finden kann. Die FAZ bewundert die verpixelte Rauchsäule, die Frank Gehry in Arles gen Himmel steigen lässt. Das Theater wird immer schweinischer, seufzt die SZ. Und die NZZ lernt im Textilmuseum von St. Gallen, warum Politiker mit ihrer Kleidung Gleichheit signalisieren, Politikerinnen aber nicht.

Medienticker

Antihelden

28.06.2021 Verschwörungsglauben, Verrohung, Netzwerke: Was von der Querdenker-Bewegung bleiben wird - Dantes Verse & Vergils Herkunft - Meinungen muss man erst mal bilden -  Ernest Hemingway: Pionier des amerikanischen - Un pueblo unido jamas sera vencido: Zum Tod des Komponisten Frederic Rzewski + Mel Brooks wird 95.

Bücherschau des Tages

Ehrenwache vorm Partisanendenkmal

28.06.2021 Die NZZ fängt Feuer, wenn Georges-Arthur Goldschmidt in seinem neuen Roman "Der versprerrte Weg" zum ersten Mal von seinem Bruder erzählt, der in der Resistance kämpfte. Zur Schlichtung der Debatten-Gemüter kann der DlfKultur Jörg Schellers Schrift "Identität im Zwielicht" empfehlen. Die SZ freut sich, dass in den Band "Wenn nicht ich, wer dann?", nicht alle große Reden großer Frauen reinpassten. Und die FAZ jauchzt vor Glück, wenn der Miesepups von seiner Frau auf den Mond geschossen wird. 

Dienstag, 29.06.2021

Magazinrundschau

Unsere geisterhafte Verfassung

29.06.2021 Atlantic sucht bei den Amerikanern vergeblich nach gemeinsamen Werten. Auch Denik N vermisst einen Wertekompass bei den Tschechen. La vie des idees fragt, wie Irland sich säkularisieren kann, wenn an den Schulen weiter das katholische Wertesystem gilt. Peter Nadas denkt in Elet es Irodalom über Vor- und Nachteile der digitalen Fotografie nach. Die London Review fragt, warum Afrika so wenig interessiert ist an sich selbst. Der New Yorker ortet einen Gelbhaubenkakadu in einem Gemälde von Mantegna und überlegt, wie der australische Vogel dahin kam.

9punkt - Die Debattenrundschau

Doch die größte Gruppe fehlt

29.06.2021 Die Welt freut sich trotz allem über die Regionalwahlen in Frankreich:: "Die Ränder schrumpfen wieder, die Mitte wächst." Bei Persuasion verteidigt der Politologe Jonathan Rauch die Wahrheit, auch gegen alle, die behaupten, ihre Identität entscheide. Die SZ berichtet über die Autorin Kathrin Schmidt, die sich den Coronaskeptikern angeschlossen hat und trotzdem Stadtschreiberin in Dresden ist. Götz Aly verabschiedet sich mit einer letzten Kolumne von den Lesern der Berliner Zeitung.

Efeu - Die Kulturrundschau

Gönn dir deine Bourgeoisie

29.06.2021 In der FAZ bemerkt Schriftstellerin Nora Bossong eine neue Verbissenheit im Literaturbetrieb. Außerdem lässt sich die FAZ von den Kinoverbänden erklären, warum die Filmwirtschaft gerade brummt. Die Nachtkritik lässt sich freudig von einem bunten Münchner Drachen einschüchtern. Die SZ steht im Musée du quai Branly vor den Trümmern afrikanischer Masken. Und im ND trauert Berthold Seliger um den revolutionären Komponisten Frederic Rzewski, für den jeder einzelne Ton wichtig war.

Medienticker

Schieß den Pfeil ins Herz!

29.06.2021 Bundesdatenschützer will Facebook-Verbot für Behörden - Über politische Kontaktverbote+Netzsperren - Nachrufe Andrian Kreye &  Claudius Seidl über den Archäologen des Pop Andreas Banaski, der sich Kid P. nannte - Gregor Keuschnig über Marcel Prousts "Der geheimnisvolle Briefschreiber" + Straßentheater: Kulturförderung der Videoplattform TikTok - Helge Schneider im Gespräch - Wie das Virus die Digitalisierung vorantreibt - Zwischen Schlager & Jazz: Gitte wird 75. + Musik ist politisch: Zum Tod des Komponisten Frederic Rzewski.

Bücherschau des Tages

Ratschläge mit Witz

29.06.2021 Der Dlf lernt von Michael E. Manns "Propagandaschlacht ums Klima", dass man nicht auf den Einzelnen, sondern die großen Klimazerstörer blicken sollte. In der FR erhebt Otfried Höffe Einspruch gegen die von Christine M. Korsgaard postulierte Gleichwertigkeit von Mensch und Tier. So unbequem wie stark findet die NZZ Valzhyna Morts Gedichte "Musik für die Toten und Auferstandenen". Die SZ liest Salman Rushdies Essays. Die FAZ steigt mit Anja Nitz in die Keller der Museen.

Mittwoch, 30.06.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wann man Differenz betont und welche

30.06.2021 Die SZ ist enttäuscht über das neue Organigramm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz - über dem doch derselbe Hermann Parzinger thront. Eine zivilgesellschaftliche Initiative fordert neue Gesetze zur politischen Bildung, um eine Parteistiftung der AfD zu verhindern. Die Berliner Zeitung weiß, wie teuer es wird, wenn man der Umbenennung der Mohrenstraße widerspricht. In der New York Times schreibt  Timothy Snyder über Geschichtspolitik. Und im Guardian fragt Amartya Sen: Was hat die britische Herrschaft Indien gebracht?

Efeu - Die Kulturrundschau

Epochale Verdoppelung der Welt

30.06.2021 Die SZ fragt sich, ob Amazon mit seiner Verpflichtung auf eine "authentische Darstellung" in seinen Filmen auf dem Weg zu einer Blut-und-Boden-Politik ist. Auf Intellecture beklagt die Orlanda-Verlegerin Annette Michael ein fehlendes Sensorium für afrikanische Literaturen. Die FR feiert die avantgardistische Modefotografie von Yva. Dezeen lernt von Architekt Francis Kéré das Zusammenspiel von materieller Kühle und visueller Wärme. Und die taz feiert die schrullige krautrockhafte Freakigkeit der Fische.

Medienticker

Wie es im Stadion bebt

30.06.2021 Erinnerung: Ror Wolf & die Fussball-EM sowie ein Interview mit Gregor Sander -  Sehnen & Zaudern in Hans-Ulrich Treichels Roman "Schöner denn je" und ein Interview mit dem Autor - Kennen Sie Proust? Zum 150. Geburtstag ein Wissensspiel, biographische Schlaglichter & Fundstücke - Datenschutzbeauftragter mahnt: Bundesregierung soll ihre Facebook-Seiten schließen - Plädoyer fürs Kino: Es ist wieder da! -  Wallah, Habibi, ischwör oder wo viele Sprachpuristen Pickel kriegen: Kiezdeutsch-Podcast über die Normalität falscher Grammatik + Schadenfreude macht Online-Trolle.

Bücherschau des Tages

Avantgardepulp

30.06.2021 Der Dlf wandert mit Olivia Laing zur Ouse. Dlf Kultur lernt von Katja Spitzer, warum Sissi ihre Haare an der Zimmerdecke aufhing. Die FAZ liest neue Bücher zu Marcel Proust, der nächsten Samstag 150 Jahre alt geworden wäre. Die FR schnuppert mit Brendan Taylor am "Real Life". Die SZ staunt über das opportunistische Talent des "großen Kalanag".

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Das 1876 von Fritz Henkel gegründete Unternehmen Henkel ist ein Kind des frühen Deutschen Kaiserreichs. Der steigende Lebensstandard der Bevölkerung erhöhte die Nachfrage…
Jannis Brühl. Disruption - Die Ideologie der Tech-Oligarchen und das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München, 2026.Jannis Brühl: Disruption
Man muss die Tech-Oligarchen des Silicon Valley als Avantgarde verstehen. Eine Handvoll Männer mit Milliardenvermögen, futuristischer Technologie und einer Vorliebe für Science-Fiction…
Charlotte Mew. Alle belebten Dinge halten den Atem an - Gedichte. Zweisprachige Ausgabe. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Charlotte Mew: Alle belebten Dinge halten den Atem an
Aus dem Englischen von Wiebke Meier. Mit einem Nachwort von Norbert Hummelt. Charlotte Mew war eine der herausragenden lyrischen Stimmen ihrer Zeit. In ihren mit den Geschlechterrollen…
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Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die Erde abzukühlen, der Himmel dadurch aber nie wieder blau wäre? Hannah arbeitet an einer Ausstellung mit, die dieses Blau bewahren soll,…

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