Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 01.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Kühle Schönheit und zwingende Sinnhaftigkeit

01.03.2021 In der NZZ singt Eva Menasse dem NDR-Podcast von Christian Drosten ein Ständchen. So funktioniert Argumentation, lobt sie, nicht mit Rechthaberei, sondern mit ständiger Überprüfung des eigenen Standpunkts. Die SZ hat herausgefunden, dass es kaum eine Aktivität im Netz gibt, von der die Plattformen nicht profitieren. In der FAZ zeichnet Viktor Jerofejew ein liebevolles Porträt der Krim, die sich nie ukrainisch fühlte, aber russisch eigentlich auch nicht. Die FAS bleibt bei postkolonialen Theorien über den Holocaust skeptisch.

Efeu - Die Kulturrundschau

Was erleben wir? Eine Irrealität?

01.03.2021 Mit Unbehagen blickt die Filmkritik auf die Berlinale, die heute als reines Branchenereignis beginnt: Die FR fürchtet die Geburt eines virtuellen Monsters, die SZ eine einzige deprimierende Streamingsuppe, die FAZ die Provinzialisierung des deutschen Films. Die taz unterzieht die deutsche Popliteratur der Neunziger einer Revision. Der Tagesspiegel sorgt sich immer mehr um die Literaturkritik im Hörfunk. Und der Guardian blickt mit Gilbert and George auf die zerschlagenen Gestalten des Londoner Lockdowns.

Medienticker

Der Sieg reicht nicht

01.03.2021 Verlagsübernahme: Brill kauft Vandenhoeck & Ruprecht - Kleine Buchhandlungen sind flexibel &  vielleicht braucht die Buchbranche bald eine "Männerquote" - Rezensionen oder nur noch flotte Buchtipps? - Der Manga-Markt hört nicht auf zu wachsen - Kommentar zur #actout - Demokratiefeindlich: Thomas Biebricher über neoliberales Denken - Brücken zwischen Literatur & Kunst: Verleger Ulrich Keicher erhält den Kurt-Wolff-Preis - Golden Globes 2021 + Das Haar ist politisch.

Bücherschau des Tages

Und elektrische Schafe

01.03.2021 Der Dlf feiert eine Neuausgabe von William Gibsons Cyberpunk-Klassiker "Neuromancer", in dem der Münzfernsprecher zur Grometapher wird. Als Grundlagenwerk zur Künstlichen Intelligenz rühmt die SZ Murray Shanahans "Die technologische Singularität", das ihr auch erklärt, warum ein Maschinenbewusstsein möglich ist. Die FAZ fragt, ob Algorithmen der Rechtsfindung dienen können. Die NZZ schwärmt mit Jan Roß von Boris Johnsons wuscheligem Upperclass-Charme. Und der DlfKultur blickt mit Reinout van den Bergh auf das kamerunische "Ebounja".

Dienstag, 02.03.2021

Magazinrundschau

Ich vermisse die Zukunft

02.03.2021 Der New Yorker fragt: Was wird aus der Frauenbewegung in Afghanistan, wenn die Taliban übernehmen? In Elet es Irodalom schreibt Laszlo F. Földenyi einen Abschiedsbrief an die Universität für Theater- und Filmkünste in Budapest. Der Guardian porträtiert eine echte Superheldin: Frida Guerrera, die in Mexiko verschwundene Frauen aufspürt. Pitchfork hört futuristischen Pop aus dem Japan der 80er, als der Kapitalismus noch als positive Utopie erschien. Die New York Times erzählt, was die ultraorthodoxen Juden in Israel durch Corona lernten.

9punkt - Die Debattenrundschau

Keine sensiblen Themen

02.03.2021 Rupert Murdoch wird demnächst neunzig. Die Financial Times bringt ein großes Portät des Moguls, der Trump möglich machte und dessen Quoten ohne Trump jetzt sinken. Der Historiker Benjamin Zachariah erzählt bei geschichtedergegenwart.ch, wie die indische Regierung die Coronakrise nutzt, um die akademische Freiheit einzuschränken. In der SZ erzählt die ungarische Autorin Krisztina Tóth, wie sie angegriffen wurde, weil sie das Frauenbild eines ungarischen Klassikers kritisierte. Die Rede von einer "interessengeleiteten" Außenpolitik, die sich selbst als illusionslos ansieht, ist selber nur magisches Denken, schreibt Richard Herzinger in seinem Blog.

Efeu - Die Kulturrundschau

Keine Zeit zwischen den Zeiten

02.03.2021 Der Guardian weiß, warum die Dichterin Marieke Lucas Rijneveld darauf verzichen musste, die Gedichte von Amanda Gorman ins Niederländische zu übersetzen. Die FAZ trifft die libanesische Autorin Chaza Charafeddine in Beirut. Tagesspiegel und ZeitOnline blicken auf die nackten Seelen und in Dominik Grafs Kästner-Verfilmung "Fabian". Die NZZ trauert um die zum Abriss freigegebenen Maag-Hallen. Die SZ schwelgt mit Pınar Karabuluts Webserie "Edward II." im rosafarbenen Trash.

Medienticker

Kunst ohne Schere im Kopf

02.03.2021 Status Quo: Wie geht es den Verlagen? - Existenzängste: Diese Gesellschaft braucht jetzt geöffnete Buchhandlungen & Start-ups mit kreativen Ideen gesucht - Digitaler Lesewettbewerb - Gepflegtes Desinteresse an Schriftstellerinnen" +  Fernsehjournalist & Publizist Peter Merseburger im Gespräch ...

Bücherschau des Tages

Die Zweifel der Kirche am Chloroform

02.03.2021 Mit angehaltenem Atem folgt der Dlf Mark Honigsbaum durch "Das Jahrhundert der Pandemien". Dagegen kann die FR Ronald Gerstes Medizingeschichte "Heilung der Welt" empfehlen. Mit Paavo Matsins Roman "Gogols Disko" macht sie sich daran, das baltische Trauma zu überwinden. Die NZZ lobt Arno Camenischs traurig-schönen Graubünden-Roman "Der Schatten über dem Dorf". Und die SZ kehrt mit Gertrud Leuteneggers "Späteb Gästen" ins Tessin zurück.

Mittwoch, 03.03.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Zwänge des Ruhms

03.03.2021 Die Kämpfe um feministische Kunst werden in Polen mit neuer Härte ausgetragen, beobachtet die taz, im Museum und auch auf der Straße. Die FAZ blickt ungläubig auf den winzigen Frauenanteil in gehobenen Orchesterpositionen. Der Freitag wiegt und biegt sich in Pauline Anna Stroms Retro-Yoga-Musik. In der SZ offenbart sich Christian Kracht als Spiegelbild seiner selbst. Und auf der Geister-Berlinale liefen Filme von Hong Sangsoo und Daniel Brühl, wie ZeitOnline, taz und Culturmag berichten

9punkt - Die Debattenrundschau

Nur im anderen ich selbst

03.03.2021 Auf Zeit online sehnt sich Christian Bangel nach Zuversicht und würde gern endlich auch mal hören, wie sich die Corona-Lage zum Guten wendet. Der Soziologe Felix Römer fragt auf geschichtedergegenwart.ch, warum es in Deutschland so gut wie keine Daten zur Frage gibt, wie unterschiedlich die Pandemie Arm und Reich trifft. Die Sichtbarkeit des Gesichts ist eine Grundvoraussetzung für unsere Zivilisation, meint in der NZZ Thomas Ribi. Die Washington Post erzählt, wie PBS seinen Dokumentarfilm "A Thousand Cuts" trotz der Zensur auf die Philippinen bringt.

Bücherschau des Tages

Düfte, Klänge und Pelz

03.03.2021 Dlf fragt sich nach "Eurotrash" begeistert: Wer ist der Christian und wer ist der Kracht? Die SZ attestiert dem Autor Alem Grabovac: Die Entscheidung für "Das achte Kind" war richtig. Die NZZ sehnt sich nach der Lektüre von Barrie Koskys Erinnerungen nach einem Opernbesuch.  FAZ und Dlf Kultur staunen, wie gut der Münchner Benedict Wells sich in Missouri auskennt.

Donnerstag, 04.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Lehre vom besseren Menschen

04.03.2021 Es ist richtig, die AfD als rechtsextrem einzustufen, schreibt Ronen Steinke in der SZ: Das eigentliche Problem ist aber, dass sie trotzdem gewählt wird. Die SPD hat jetzt auch eine identitätspolitische Debatte - ihre Chancen erhöht das nicht, fürchten die Medien. Die Presse wird von allen Seiten - Staat und Plattformen - mit Geld überhäuft. Netzpolitik zeigt, wie intransparent die Deals zwischen Zeitungen und Facebook sind. Und Perlentaucher Thierry Chervel antwortet auf Aleida Assmanns Merkur-Artikel zur Mbembe-Debatte: Gibt es einen richtigen und einen falschen Antisemitismusbegriff?

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Gezische, die verschämten Lacher

04.03.2021 SZ und Zeit starren auf die Bytes einer neuen Kunst, deren Hauptmerkmal ein digitaler Eigentumsnachweis ist. Im Standard meint Christoph Thun-Hohenstein vom Wiener MAK: Warum noch Originale zeigen? Reproduktionen sind auch sehr schön und viel klimafreundlicher. Die Filmkritiker sahen auf der Online-Berlinale Filme von Radu Jude und Céline Sciamma. Eine niederländische Weiße soll die Gedichte Amanda Gormans nicht übersetzen, in Deutschland hofft der Verlag Hoffmann und Campe mit einem Dreier-Team aus Kübra Gümüşay, Hadija Haruna-Oelker und Uda Strätling die Identitätsfrage umgehen zu können, berichtet die Zeit. Die Erben des Kinderbuchautors Dr. Seuss haben gleich sechs seiner Bücher zurückgezogen, meldet die FAZ, wegen typisierender Stereotypen. Die taz hört smoothen Souljazz von Adrian Younge.

Medienticker

Gift-Gipfel & alles wird gut

04.03.2021 Aktualisiert: Alleiniges Sorgerecht: Mediengruppe RTL übernimmt Super RTL vollständig - Dilemma der Risikokompensation: Mit Lockerungen &  hitzigen Diskussionen wird der Lockdown bis 28. März verlängert, Buchhandel darf ab 8. März wieder öffnen ... - Buchladen sortiert Bücher nach Emotionen - Google will personalisierte Werbung abschaffen - Identitätspolitisches Spektakel: Debatte um Übersetzung - 3D-Animation: Asterix & Obelix bekommen eine eigene Netflix-Serie + Aktuelle Buchcharts & Bestseller.

Bücherschau des Tages

Auferstehung als Schlossgespenst

04.03.2021 NZZ, SZ, Zeit und taz liegen mit Christian Kracht dem letzten Metaphysiker unter den Romanciers zu Füßen. Die Zeit begeistert sich außerdem für ein ukrainisches Kinder-Sachbuch über das Sehen. Die taz feiert Taiyo Matsumotos "Sunny"-Reihe als Ereignis unter den Manga-Erscheinungen. Die SZ lernt mit Christina Pareigis' Susan-Taubes-Biografie eine Intellektuelle vom Rang einer Susan Sontag kennen. Die FAZ lässt sich von Olivia Manning ins britische Edelmilieu in Bukarest kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs entführen.

Freitag, 05.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die reine, unbefleckte Seele der Revolution

05.03.2021 Das Kulturleben soll nach und nach wieder normalisiert werden. Aber "wie bitte können Selbsttests vor dem Theater- oder Kinobesuch nachgewiesen werden", fragt der Tagesspiegel. In der NZZ wirft die Feministin Holly Lawford-Smith den GenderistInnen um Judith Butler, die das biologische Geschlecht leugnen wollen, Frauenverachtung vor. FAZ und New Statesman erzählen die Geschichte des bekannten britischen Journalisten Roy Greenslade, der jahrzehntelang engste Kontakte zur IRA unterhielt und es jetzt erst offenlegt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Alte Räume und neue Zeiten

05.03.2021 Die Filmkritiker feiern auf der Berlinale Maria Speths Doku über "Herrn Bachmann und seine Klasse". Warum hat die Berlinale eigentlich noch Sektionen, fragt Artechock. In der nachtkritik ermuntert Sebastian Hartmann die Theater zum Sprung ins Netz. Die SZ schwärmt vom kalifornischen Stil des Architekten Werner Düttmann, der dieses Jahr Hundert wird. Van polemisiert gegen Wohlfühl-Klassik.

Medienticker

Buch-Branche "Willkommen zurück!"

05.03.2021 Aktualisiert: Berlinale Goldene Bären vergeben - Wirecard-Buch sorgt für Ärger: Handel zieht es zurück - Moralismus: Terror der guten Gesinnung - Als geschähe es zum ersten Mal: Filme der 70er Jahre von Andrea Roedig - Bestseller Autor Klaus-Peter Wolf im Gespräch - Corona-Maßnahmen: Lockdown wird aufgeweicht, auch für Museen oder "Über kurz oder lang kann das nimmer länger so weitergehen, außer es dauert noch länger, dann kann man nur sagen, es braucht halt alles seine Zeit, und Zeit wär's, dass es bald anders wird." (Karl Valentin) + Wochenend-TV+Hörtipps.

Bücherschau des Tages

Urgefühle im Untergrund

05.03.2021 Die FAZ macht einen Jahrhundertfund mit den von Sigrid Puntigam herausgegebenen Architekturzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert in der Landesbibliothek Schwerin. Die FR nimmt Tolstoi an die Hand und stapft mit Mirko Bonné durchs "Seeland Schneeland". Die SZ sucht mit Raphaela Edelbauers "Dave" die Liebe in einer digitalen Welt. Dlf Kultur lernt von Tim Bouverie, was Chamberlain und Churchill im Umgang mit Hitler alles falsch gemacht haben. Außerdem begleitet er Joachim Lottmann durch die Corona-Krise, lästert über Identitätspolitik, Gott und die Welt und beschließt: Sterben war gestern.

Samstag, 06.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Insgesamt zu weiß

06.03.2021 Tania Martini setzt sich in der taz sehr kritisch mit Michael Rothbergs "multidirektionaler Erinnerung" auseinander. In der Welt feiert Hedwig Richter das Kaiserreich als Wiege der Modernisierung in Deutschland. In der FR glaubt der Wirtschaftshistoriker Harold James, dass der Brexit der EU langfristig nützen wird. Bei cicero.de bekennt sich Wolfgang Thierse nach den identitätspolitischen SPD-Scharmützeln zu Olaf Scholz' Begriff des "Respekts".

Efeu - Die Kulturrundschau

Polyester, Baumwolle und Rippenstrick

06.03.2021 Dezeen bewundert die skulpturale Haute Couture von Ryunosuke Okazaki. Die SZ porträtiert die Sängerin und Dirigentin Nathalie Stutzmann. Die Welt kritisiert das Othering Amanda Gormans. In der FAZ blicken sechs ex-jugoslawische AutorInnen zurück auf das Jahr 1991, als der Krieg ausbrach. Die taz stellt das feministische chilenische Kunstkollektiv Lastesis vor. Die FAZ fühlte sich bei der Wohnzimmer-Biennale, die jetzt zu Ende ist, sehr allein. Fürs Programm gab's bei den Kritikern lobende Worte.

Bücherschau des Tages

Festspiele unter künstlichen Palmen

06.03.2021 Die FAZ begibt sich mit Thomas Kunst und ein paar Abgehängten in die "Zandschower Klinken" im Nordosten Deutschlands. Die SZ lernt mit Asal Dardans "Betrachtungen einer Barbarin" und Dmitrij Kapitelmans "Eine Formalie in Kiew", dass die Grenzen zwischen den Zugehörigkeiten fließend sind. SZ und taz lesen mit Gerd Schwerhoffs "Verfluchte Götter" eine materialreiche Geschichte der Blasphemie. Die Welt antwortet auf Peter Schneiders Frage "Follow the science?". Dlf Kultur erlebt ein anregendes Feuerwerk intellektueller Ideen mit Pola Oloixaracs Roman "Wilde Theorien".

Montag, 08.03.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Rausch der Repetition

08.03.2021 Tut nicht so grün, ruft Architekt Hans Kollhoff in der FAZ den Verfechtern eines Europäischen Bauhauses zu, Ihr bleibt ja doch Konsumkapitalisten! Nachtkritik und FAZ blicken mit Sasha Waltz' neuer Choreografie in die Freiheit. Die SZ begibt sich mit Simon Rattle auf psychedelische Weltraumreise.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wegen vermeintlicher Irrelevanz

08.03.2021 Scharf attackiert Horst Bredekamp in der FAZ den Postkolonialismus, der den Antikolonialismus vielfach jüdischer Pioniere der Anthropologie heute als "rechts" denunziert. Mit Interesse, aber auch Skepsis liest Valentin Groebner bei geschichtedergegenwart.ch Mithu Sanyals Roman "Identitti". Frauenverachtung findet man auch in Deutschland noch überall, warnt Claudia Becker in der Welt. In der SZ fordert Monika Grütters ein richtiges Bundesministerium für Kultur. Der belarussische Aufstand ist ein Aufstand der Frauen, schreibt Jewgenija Pasternak in der SZ. Und die Frankfurter Buchmesse findet statt!

Medienticker

Geregelter Ansturm

08.03.2021 Die neuen Corona-Beschlüsse: u. a. öffnet der Buchhandel nach mehr als zehn Wochen Lockdown - Der Buchhandel & E-Commerce - Peter Altenberg: Stammgast, Schnorrer & Rebell & der Mythos des Wiener Kaffeehauses - Fluch der gekränkten Männerseele: Der erste Frauentag ist 110 Jahre her - Der neugegründete Ecco Verlag macht Bücher nur von Frauen + Die Maus wird 50, gestern Peter Brötzmann 80 & heute David Gilmour 75 Jahre.

Bücherschau des Tages

In ungemütlicher Umgebung

08.03.2021 Anne Applebaums Populismus-Analayse "Die Verlockung des Autoritären" macht dem DlfKultur angst und bange. Von Laura Backes und Margherita Bettoni erfährt er, warum Männer Frauen töten, und zwar "Alle drei Tage". In höchsten Tönen lobt die SZ Terje Tvedts elegante geschrieben und klar gedachte Geschichte des Nil. Auch Sophie Passmanns Attacke gegen die Frühverspießung der Millennials liest sie mit Gewinn. Die FR gruselt sich herrlich in Dana Grigorceas "Die nicht sterben" mit Vlad dem Pfähler und Nicoale Ceausescu.

Dienstag, 09.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wenn die beiden Sphären vermischt werden

09.03.2021 Kapert die Figur des Experten die demokratische Willensbildung? Ja, fürchtet der Historiker Caspar Hirschi in einem langen Essay in der FAZ. Frankreich wird von einer "Cancel-Culture"-Affäre aufgeschreckt: Zwei Professoren aus Grenoble wurden von einer Studentenvertretung in sozialen Medien und Graffiti als "islamophob" und Faschisten denunziert - genauso startete die Kampagne gegen Samuel Paty, fürchten FAZ und Le Parisien. Auf Zeit online erklärt die myanmarische Schriftstellerin Wendy Law-Yone, warum mit Aung San Suu Kyi keine Demokratie zu machen ist.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit einem 'yeaaah, nice'-Hauchen

09.03.2021 In der FR geht die Autorin und Filmemacherin Merle Kröger der Frage nach, wie wie ein politisches Subjekt entsteht. In der Debatte um die Amanda-Gorman-Übersetzung fragt Marion Kraft zurück, ob man nicht doch eher weiß sein müsse, um im Betrieb als Übersetzerin infrage zu kommen. Der Standard erlebt mit Pretty Yende in der "Traviata" die Verschmelzung von Dramatik, Koloratur, Überschwang und Todesangst. Die taz blickt auf die Erschütterungen in der griechischen Theaterlandschaft. Die Zeit verliert sich mit Salka Tizianas Film "For the Time Being" im spanischen Nichts.

Magazinrundschau

Kunstwerke sprechen als Individuen

09.03.2021 Die NYT versucht zu hören, was die in Amerika gelandeten Kunstschätze aus Afghanistan ihr sagen wollen. Tablet denkt über Bekenntniszwang und Meinungsfreiheit nach. The Atlantic würdigt großartige weibliche Kriegsreporter. Africa is a Country schildert die immer noch existierende Erbsklaverei in Mali. The Point entdeckt die Meteorologen Albert Camus und Adrien Proust. American Prospect schaudert vor den neuen global agierenden privaten Sicherheitsdiensten. Die LA Review of Books taucht ein ins Werk des ukrainisch-sowjetischen Dichter Mykola Baschan.

Medienticker

Hype um digitale Objekte

09.03.2021 Aktualisiert: Interview mit Buchmesse-Chef Juergen Boos - Top-Jobs im Journalismus: Frauen weiter stark unterrepräsentiert - Axel Springer: Interne Ermittlungen gegen Bild-Chefredakteur Julian Reichelt - Ungarn: Terézia Mora über den extremeren Literatur-Kanon -  Telekom sublizenziert offenbar Spiele der Fußball-EM 2024 an ARD+ZDF - Futurist&Lichtmagier: ZERO-Künstler Heinz Mack wird 90 - Jazz-Funk Attack: Tutu-Elektrobassist Marcus Miller + Auf dem Weg zur Sonne: Pat Methenys neues Album.

Bücherschau des Tages

Auf der endlosen Treppe von M.C. Escher

09.03.2021 Der DlfKultur liest tief bewegt die Autobiografie "Erinnere dich ewig" des serbischen Autors Alexandar Tisma. Der Dlf folgt Leopold Tyrmands abenteuerlichen Schlemengeschichte "Filip". Die FAZ feiert noch einmal Tove Ditlevsens Kopenhagen-Trilogie. Hingerissen ist die SZ, wie Claudia Durastanti in "Die Fremde" von ihrem Aufwachsen in der Basilikata als Tochter gehörloser Eltern erzählt. Bei Benedict Wells' neuem Roman "Hard Land" wird ihr außerdem ganz euphancholisch zumute.

Mittwoch, 10.03.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Solange das Ranking stimmt

10.03.2021 Werden Übersetzungen jetzt nach einer Diskriminierungsskala vergeben, fragt Wolfgang Matz in der FAZ und wundert sich, dass unter anderem Kübra Gümüsay die Gedichte Amanda Gormans ins Deutsche übertragen soll. Hyperallergic klickt sich im "American Archive of Public Broadcasting" durch 40.000 Stunden Rundfunk mit schwarzer Literatur, Musik und Politik. Die Welt berichtet von Kampagnen gegen die Filmemacherin Chloe Zhao in China. Der Tagesspiegel verfällt am Mehringplatz dem Zauber der Berliner Postmoderne. Die taz trifft sich am Habibi-Kiosk in der Maximilianstraße.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Sozialstruktur der Infektionen

10.03.2021 Im Interview mit der SZ beklagt Soziologe Oliver Nachtwey, dass es in Deutschland keine Statistiken zu sozialen Aspekten der Coronakrise gibt. Und er hat eine Vermutung, warum das so ist. In der NZZ kritisiert die Kunstsoziologin Nathalie Heinich die "Vermischung zwischen Aktivismus und Forschung" in den Geisteswissenschaften, ebenso der Altphilologe Jonas Grethlein in der FAZ. In Grenoble solidarisieren sich Professoren mit zwei als "Islamophobe" attackierten Kollegen... äh, nicht so wirklich.

Medienticker

Halbwertszeit von Literaturdebatten

10.03.2021 Android-Privatsphäre: Was Google über Sie weiß - Gespräch mit Carolin Emcke über ihr Pandemie-Journal - Streaming-Gigant: Geschäftsmodell & Macht Spotifys - Andy Warhol Now im Museum Ludwig + Anselm Kiefer in Mannheim & Museen öffnen wieder (?): nachgefragt ...

Bücherschau des Tages

Begreifen, was uns ergreift

10.03.2021 Die FAZ taucht mit dem Philosophen Christoph Türcke in die Untiefen der Gendertheorie. Mit Befriedigung betrachtet sie die Räuber antiker und mittelalterlicher Baumaterialien, die der Architekturhistoriker Hans-Rudolf Meier festnagelt. Die FR liegt Benedict Wells und seinem Roman "Hard Land" zu Füßen. Die SZ empfiehlt wärmstens eine Studie von Nicola Gess, um "Halbwahrheiten" zu erkennen, und Ingrid Brodnigs Buch "Einspruch!" als praktischen Ratgeber dafür, wie mit ihnen umzugehen sei. Die taz lernt von Henry Keazor, wer sich alles von Raffaels Schule von Athen hat inspirieren lassen.

Donnerstag, 11.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Auch als Endung verwendbar

11.03.2021 In der SZ erklärt Lann Hornscheidt, wie Sprache endgültig gerecht zu gestalten ist. Der Verlag  w_orten & meer versucht, die Regeln in Büchern umzusetzen - wir zitieren aus dem Style Sheet. Horst Bredekamps Polemik zu Post- und Antikolonialismus wird bei Twitter vor allem mit feministischer Empörung bedacht, notiert die FAZ. Die taz liest einen Bericht über soziale Unterschiede in der Coronakrise.

Efeu - Die Kulturrundschau

Rhapsodische Freiheit

11.03.2021 Die FR amüsiert sich in der Schirn mit Shit Faith und anderen Provokationen von Gilbert & George. Die Zeit lernt von Caspar David Friedrich, das im Nebel etwas Neues verborgen liegen kann. In der NZZ erklärt Mithu Sanyal, wie produktiv und tragisch zugleich Identitätspolitik sein kann. In der SZ fragt sich Kazuo Ishiguro, ob Künstliche Intelligenz uns auch deshalb Angst macht, weil sie so gut ist. Die Zeit stöbert bei Google Arts & Culture durch 13.000 Online-Exponate zur Geschichte der elektronischen Musik.In der taz hat Klaus Lemke eine ausgezeichnete Idee zur Rettung des Kinos: es muss sich als Nonstop-Kino wiedererfinden.

Medienticker

Faules Lob im Netz

11.03.2021 Uploadfilter vs. Zivilgesellschaft: Wenn Algorithmen über Inhalte entscheiden - Clearingstelle Urheberrecht im Internet & Mobile Security - Chinas Drohpolitik: Carlsen zieht sein Coronavirus-Kinderbuch zurück - Wer darf Gormans Gedicht übersetzen? - Springer Nature kauft Atlantis Press - Verlegerfamilie Arnold steigt bei der Rheinischen Post aus - Krimi-Empfehlung: Lehrer, Schüler, Zeitung: Tod - Formen & Farben: Zum Tod von Imrich Tomáš -  Geburtstage: Nina Hagen wird 66 - Janosch neunzig + In memoriam: Astor Piazzolla zum Hundertsten.

Bücherschau des Tages

Verspielte Offenbarungen

11.03.2021 Die FAZ schwärmt von den "Lebensseligkeiten" von Opernregisseur Barry Kosky. Mit Tilman Spengler reist sie an der Seite maoistischer Bürokraten ins China während der Kulturrevolution. Die SZ blickt mit Björn Stephan in die DDR kurz vor der Wende und lernt: Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau. Die taz kämpft mit Ernst Kreneks K. gegen eine kafkaeske Bürokratie. In der Zeit vergnügt sich Eva Menasse mit Franz Schuhs "titanisch gebildeten" Überlegungen zum Tod. Und der Dlf empfiehlt dringend Alexanders Tismas politische und intime Erinnerungen an ein Leben in Jugoslawien.

Freitag, 12.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wir respektieren euer Elend

12.03.2021 In der SZ erzählt der ungarische Journalist Andras Arato, wie die Regierung die Presse mit Staatsanzeigen und andere Werbetreibende mit Staatsaufträgen bis zur kompletten Gleichschaltung gefügig machte. Apropos Gleichschaltung: In Hongkong ist sie laut FAZ jetzt verwirklicht. "Normalität ist die Cancel Culture des alten weißen Mannes", belehrt der Tagesspiegel  Wolfgang Thierse. Die taz versucht, Baden-Württemberg zu verstehen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Diese Einbeziehung exotischer Objekte

12.03.2021 Die nachtkritik feiert begeistert Seyneb Saleh als Isa, the queen of Gossenpoesie am Schauspiel Hannover. Der Tagesspiegel bewundert im Museum Barberini den Orientalismus Rembrandts und seiner Zeitgenossen. Nach der Niederländerin Marieke Lucas Rijneveld wurde jetzt auch der katalanische Übersetzer von Amanda Gorman, Victor Obiols, abgesägt, weil er keine schwarze Frau ist, berichtet die Welt. Dafür profiliert sich der Disneykonzern mit kultureller Sensibilität als Speerspitze des Fortschritts, so Zeit online.

Medienticker

Unordnung & Erschöpfung

12.03.2021 Aktualisiert: Literatur & Wissenschaft - Césars vergeben - Seehofer will Personalausweis-Pflicht für E-Mail und Messenger einführen - Ein Mythos bröckelt: Proteste gegen die New Yorker Buchhandlung Strand - Frauen in der Architektur: In Beton gegossene Diskriminierung - Geschichten aus dem subversiven Widerstand: Einblicke ins Peng! Kollektiv - Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten + Hörfunk+TV Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Fliegenrüssel im Buch

12.03.2021 Die SZ staunt, wie Caroline Fourest analytische Klarheit in die absurden Debatten linker Identitätspolitik bringt. Mit Will Self lernt sie den James Joyce der Gegenwart kennen. Die FR empfiehlt allen, die ratlos vor der Mbembe-Debatte stehen Michael Rothbergs "Multidirektionale Erinnerung". Die FAZ liest besoffene Liebesbriefe von Nick Cave in einem Prachtband. Und Dlf Kultur lässt sich von Ursula Schwitalla in die weibliche Architekturszene einführen und tobt sich mit Rebekka Kricheldorf im Berlin der Neunziger aus.

Samstag, 13.03.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Wer das nicht Paradies nennt

13.03.2021 "MeToo an der Volksbühne" titelt die taz heute: Zehn Mitarbeiterinnen werfen dem Intendanten Klaus Dörr Belästigung vor, die taz berichtet. In der Welt wirft Deniz Yücel den Aktivisten, die es ablehnen, dass Weiße Amanda Gormans Texte übersetzen, Rassismus vor. Aber Übersetzererfahrung wäre schon von Vorteil, wendet Tell ein. Die NZZ reist im Museum Rietberg zu den Ursprüngen der Kunst. Der Standard erinnert an den verstorbenen Regisseur Peter Patzak. Und die SZ macht es sich mit einem Drink im Eames Lounge Chair gemütlich.

9punkt - Die Debattenrundschau

Sigmund Freud und schwarze Galle

13.03.2021 In der taz attackiert Caroline Fourest das Sektierertum von Islamo-Linken und Generation Beleidigt. In der SZ debattieren Gesine Schwan und Ulrich Matthes über Identitätspolitik, Gefühl und Argument. Die FR sieht eine neue Kultur der Anmaßung aufziehen. In der taz erzählt Can Candan zudem vom Kampf der Istanbuler Boğaziçi-Universität gegen den Autoritarismus. In der FAZ antwortet der Leopoldina-Präsident Gerald Haug auf die Vorwürfe des Historikers Caspar Hirschi.

Bücherschau des Tages

Existentielle Ratlosigkeit

13.03.2021 Die FAZ sticht mit Arezu Weitholz in See und dringt vor in eine Welt menschlicher Unzulänglichkeit. Die FR reist mit Lana Bastasic von Mostar nach Wien. Der DlfKultur folgt Charlie Kaufman durch alle Phasen seines neurotischen Selbsthasses. Die taz erfährt in Julia Friedrichs "Working Class", warum sich die Arbeiterklasse heute nicht mehr solidarisieren kann. Die Welt befreit sich mit Rainer Hank aus der Loyalitätsfalle. Außerdem rühmt sie Dan Diners Geschichte "Ein anderer Krieg", die den Zweiten Weltkrieg raumgeschichtlich vom jüdischen Palästina her erzählt.

Montag, 15.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Vorherrschaft des Meinungshaften

15.03.2021 Geradezu verzweifelt lesen die Salonkolumnisten nach, wie tendenziös die deutschen Medien - besonders die öffentlich-rechtlichen - über den zehnten Jahrestag des Tsunamis in Japan berichtet haben. In der taz fürchten Claus Leggewie und Daniel Cohn-Bendit, dass die modische Linke mit ihrem Kult der allerkleinsten Differenz ins Sektenwesen abrutscht. In der FAS versucht Joseph Vogl  zu erklären, wie Populismus im Netz und vor allem den sozialen Medien funktioniert. In der NZZ erklärt Christian Gerhaher, warum die Initiative "Aufstehen für die Kunst" Einschränkungen  der Kulturfreiheit im Zeichen der Coronakrise juristisch prüfen lassen will.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das stumme Leiden der Frau

15.03.2021 Wozu braucht das Land eine Bauakademie, fragt die FAZ: Wäre ein arbeitendes Ministerium nicht sinnvoller? Theater tun nur aufgeklärt, weiß die Aktivistin Sarah Waterfeld in der Welt, in Wahrheit sind sie Bastionen des Sexismus und des Patriarchats. Die SZ erfährt vom Baltimore Museum, wie man "progressiv entsammelt". 54Books denkt über das glorifizierte Erzählen von Schwangerschaft nach. Und im Standard möchte Jonathan Meese eines klarstellen: Richard Wagner ist keine Freizeitbeschäftigung!

Medienticker

Rätsel der Nachkriegsliteratur

15.03.2021 Helmut Böttiger zum 25. Todestag von Wolfgang Koeppen - "Die Städte": Andreas Maier über seine Roman-Reihe "Ortsumgehung" - Autobiografische Romane: Kindheit, Jugend, Abhängigkeit - Uni: Schon wieder Muff unter den Talaren - Forderung nach Transparenz: Musiker protestieren vor Spotify-Standorten - Gestern wurden die Grammys in Los Angeles verliehen + Lob der schlechten Laune: Das Leben hat an & für sich nur Nachteile.

Bücherschau des Tages

Sätze voller Romane

15.03.2021 Der Dlf begrüßt Katajun Amirpurs Biografie des Ayatollah Khomeini, der 1979 die Islamische Revolution über die Welt brachte. Als Lektion in schrankenlosem Denken empfiehlt die NZZ Frans Schuhs Essayband "Lachen und Sterben". Die SZ lernt von Solmaz Khorsand, dass "Pathos" okay ist, wenn es der guten Sache dient. Mit gemischter Begeisterung lesen SZ und DlfKultur Kazuo Ishiguros KI-Roman "Klara und die Sonne". Und die FAZ entdeckt eine ungeahnte Intensität an George Orwells Klassikern in der Lesung von Christoph Maria Herbst.

Dienstag, 16.03.2021

Magazinrundschau

Leute stehen einfach auf extreme Dinge

16.03.2021 Bloomberg sieht das indische Kastensystem Einzug halten in amerikanische IT-Konzerne. Quietus zieht die Klänge der Venus denen des Mars vor. Die LRB porträtiert den sozialistisch-neoliberalen Traum, der Singapur ist. La vie des idees und Eurozine betrachten die Finessen russischer Unterdrückungspolitik. Die Technology Review erklärt, warum Facebooks nur mit Fake News weiter wachsen kann. Der New Yorker verzeichnet einen wachsenden Trend zu Polyamorie wie Polygamie.

9punkt - Die Debattenrundschau

Kultur der Menschenopfer

16.03.2021 Der Neoliberalismus ist schuld am europäischen Impfdesaster, meint Herfried Münkler in der NZZ. Charlie Hebdo vergrätzt in einem Aufwasch Royalisten, Antirassisten, die Queen und Meghan Markle. Die Ethnologin Brigitta Hauser-Schäublin erzählt in der FAZ die finstere Geschichte der Benin-Bronzen. In der taz kritisiert der Künstler Leon Kahane den angeblichen "Antifaschismus" zweier Videokünstler, die Deutsche künftig als "Deutsche mit Nazihintergrund" tituliert sehen möchten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Porträt unseres Selbst

16.03.2021 Der schnelle Abgang von Volksbühnenintendant Klaus Dörr überumpelt die Feuilletons. Hier geht ein geschlagener Mann vom Bühnenschlachtfeld, glaubt die Welt. Die Strukturen ändern sich, freut sich der Tagesspiegel. Die FR hört derweil zu Christopher Loys Berliner Inszenierung der "Francesca da Rimini" die Engel im Opernhimmel jubilieren. Auf den Felsbildern der Sammlung Frobenius betrachtet die FAZ bewegt die Interaktion von Mensch und Welt. Der Filmdienst enteckt die Schönheit des Unvollkommenen in den Trashfilmen des Streamingdienstes ByNWR.

Medienticker

Musiker fordern ihren Anteil

16.03.2021 Proteste vor Spotify-Standorten - Wie ein Journalist seine Mutter an QAnon verlor - Facebook gegen Australien: Waffenstillstand zwischen Zuckerberg und Murdoch - Erstickt: Kritik an Charlie Hebdo - Fußball und Literatur: Martin Suter schreibt Roman über Sebastian Schweinsteiger - Andreas Maiers Reiseerzählungen als Fellpflege - Simone Buchholz über Abschied & Anfang bzw. den letzten Teil ihrer Chastity-Riley-Reihe.

Bücherschau des Tages

Die ideale Schuldnerin

16.03.2021 In der taz feiert Jochen Schimmang Ute-Christine Krupps Roman "Punktlandung", der ihn über die Unlösbarkeit der Dinge wunderbar hinwegtröstet. Natsu Miyashita beschert der FAZ mit ihrem Roman "Der Klang der Wälder" reinstes Leseglück. Außerdem empfiehlt sie die Streitschrift "Das Wasser gehört uns allen" der Aktivistin Maude Barlow. Die SZ folgt Joseph Andras auf den Spuren des neukaledonischen Freiheitskämpfers Alphonse Dianou. Der Dlf liest mit Begeisterung Robin Robertsons L.A.-Roman "Wie man langsamer verliert", der DlfKultur Luiz Ruffatos Short Cuts "Sonntage ohne Gott".

Mittwoch, 17.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Risiken sind die Kehrseite von Handlungsfreiheit

17.03.2021 Horst Bredekamp bleibt im Tagesspiegel bei seinen Vorwürfen gegen den Postkolonialismus, der den jüdischen Anteil an einer "antikolonialen" Ethnologie unterschlage. Die FAZ fragt, warum die Historikerin Hedwig Richter in den akademischen Rezensionsdiensten Sehepunkte und H-Soz-Kult so scharf angegriffen wird. Die australische Linksteuer kommt vor allem Rupert Murdoch zugute, berichtet die taz.

Efeu - Die Kulturrundschau

Komplexität und Möglichkeitssinn

17.03.2021 SZ und Dezeen gratulieren dem Architektenduo Lacaton & Vassal zum Pritzker-Preis: Die beiden zeigen, dass günstiges Wohnen nicht hässlich sein muss. Raum schafft Möglichkeiten, erklären die beiden in Le Monde. In der Welt erkundet Regisseur Ersan Mondtag den Grenzbereich von Energie-Entladung und Übergriff. Die FAZ lernt von Fred Stein, dass gute Fotografen zuhören können. Und die Washington Post trauert um Yaphet Kotto, den knorrigsten Schurken des amerikanischen Kinos.

Medienticker

Pessimismus überlisten

17.03.2021 Reisen im Kopf: Buchhandel "wurschtelt" durch die Pandemie & Kommt der dritte Lockdown? - Verzaubert durch Geradlinigkeit: Laura Freudenthaler erhält den manuskripte-Preis des Landes Steiermark - Zwischen Trauer und Hoffnung: Literatur jüdischer displaced persons - Bier lockert die Zunge: Die Graphic Novel "Nachtgestalten" - Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten + "Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei"...

Bücherschau des Tages

Eine andere Ästhetik des Widerstands

17.03.2021 Die NZZ freut sich über die Entdeckung des Dichters John Clare. Dlf Kultur überfällt mit Marlies van der Wel und jedem Dreijährigen die "Seesucht". Die SZ entdeckt den Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase als Erzähler von Rang. Der Dlf lässt sich von den Funken erleuchten, die Kathrin Rögglas Essay "Bauernkriegspanorama" schlägt. Die FAZ lotet mit Florian Havemanns "Speedy" die Abgründe eines Außenseiters aus.

Donnerstag, 18.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein sehr großes Tier mit Rüssel

18.03.2021 Es gibt gar keine "Cancel Culture", behaupten ihre Verfechter gern. Es gibt sie doch, fürchtet Vojin Saša Vukadinović in der FAZ und nennt Beispiele. Die identitäre Linke liegt jetzt überhaupt überall unter dem Mikroskop und schneidet dabei nicht so gut ab.  Der Politologe Armin Pfahl-Traughber nimmt die neumodischen Diskurse in der Zeit und bei hpd.de auseinander, Stefan Laurin bei den Ruhrbaronen. Von Norbert Bolz in der Welt und und Bari Weiss in der SZ ganz zu schweigen. Die Zeit hat außerdem herausgefunden, dass es in Deutschland in der ersten Welle wesentlich mehr Corona-Erkrankungen gab, als statistisch erfasst.

Efeu - Die Kulturrundschau

Schwerelos durch den Kosmos

18.03.2021 Auch die Tchibo-Hausfrau möchte im Klassiksender nicht mit einfacher Sprache unterfordert werden, versichert die FAZ dem WDR. Warum wirkt der städtische öffentliche Raum in der Pandemie so öde, fragt monopol. Das Van Magazin empfiehlt deutschen Theaterintendanten, sich in Sachen Mitarbeiterführung ein Vorbild an der Privatwirtschaft zu nehmen. Auf Zeit online möchte die Schriftstellerin Rasha Khayat nicht nach Hautfarbe oder Herkunft definiert werden, danke schön. Und: Die Musikkritiker schreiben zum Tod des Dirigenten James Levine.

Medienticker

Berauschende Bücher

18.03.2021 Print-Werbeerlöse brechen ein - Drogen in der Gegenwartsliteratur oder Der Rausch als Bewusstseinserweiterung & als Abhängigkeit - Über den Großvater, Zbigniew Herbert, Petrarca und sich ... Michael Krügers Erinnerungs-Buch "Meteorologie des Herzens" & Martin Lüdke erinnert sich gerne mit -  Ijoma Mangol interviewt Sharon Dodua Otoo -  Gegen die Zensur: Dichter*innen in Myanmar - Kunstarztpraxis: Warum überflüssig?"Luxus und Glamour" in Remagen - Nena, Scorpions, Sportfreunde Stiller - Warum manche Popsongs ikonisch werden - Nachruf James Levine: Genialer Musiker, Pianist, Dirigent, Mystiker & Machtmensch + Erfindung der Langsamkeit: Bill Frisell zum Siebzigsten.

Bücherschau des Tages

Die Dunkelheit in seinem Maul

18.03.2021 Völlig hingerissen sind FAZ und Zeit von der Geschichte der Anthropologin Nastassja Martin, die in "An das Wilde glauben" vom langsamen Genesungsprozess nach einem Biss durch eine Bären auf Kamtschatka erzählt. Die FR versucht mit Kriminaldirektor a. D. Manz einen 30 Jahre alten Mordfall in Berlin zu lösen. Die SZ versinkt in Hannah Arendts Biografie der Rahel Varnhagen. Dlf Kultur reist mit Nastasja Penzars "Yona" nach Guatemala. Die Literaturbeilage der Zeit ist auch ausgewertet. Die Notizen finden Sie hier.

Freitag, 19.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

In Belarus ist es nun mal so

19.03.2021 Die taz erklärt, warum der belarussische Punkmusiker Igor Bancer in den Hungerstreik tritt und warum sein Anwalt vor Gericht nichts sagen wird. In der New York Times kann Paul Krugman verstehen, warum europäische Funktionäre in der Coronakrise Risiken scheuen. Aber warum scheuen sie die falschen? Bei Dlf Kultur wirft Bénédicte Savoy Museumsdirektoren vor, sich abzusprechen, um keine Restitutionen leisten zu müssen. Es könnte die Stunde des Liberalismus sein, hofft Gustav Seibt in der SZ angesichts der Coronakrise und den identitätspolitischen Verwerfungen der Debatte.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kunst kommt zuerst, dann Politik

19.03.2021 Die FAZ erkennt den Hauptangeklagten in der großen Gilbert & George Retrospektive der Schirn: Die Kirche. In der SZ fragen die beiden Künstler, warum die Kirchen sich niemals entschuldigt haben für ihre Verbrechen insbesondere an Homosexuellen. Das Theater hat ein Strukturproblem, meint die Hannoversche Intendantin Sonja Anders auf Zeit online. Im Tagesspiegel erklärt der Komponist George E. Lewis sein Programm für die Maerzmusik, das viele afrodiasporische Musiker vorstellt. Monopol badet in Zürich in Total Spaces, Licht und Farbe.

Medienticker

Die Lage spitzt sich zu

19.03.2021 Aktualisiert: Rainer Moritz über sprachliche Benimmregeln: Muffensausen überall - Solidaritätsappell: Lage für wissenschaftliche Sortimente spitzt sich zu - Kurznachrichten-Dienst: 15 Jahre Twitter: Gemischte Bilanz am Geburtstag & Twitter überdenkt Regeln für Staatschefs - Deutsch-russische Medienkrise: Wer schadet der Pressefreiheit? - Jonathan Meese & DJ Hell: Techno-Quatsch mit Jonathan - Siegfried-Lenz-Preis 2020 für Ljudmila Ulitzkaja - Die dunklen Seiten des Heinrich von Kleist - Mitarbeiterüberwachung: Welche Kontrollen die DSGVO erlaubt  - Berliner Volksbühne: Das Rad dreht sich weiter + die Wochenend-TV+Hörfunk-Tipps.

Bücherschau des Tages

Maliziöser Spaß

19.03.2021 Die FAZ lobt die Radikalität, mit der ihr die Völkerrechtlerin Emilia Roig die blinden Flecken der Diskriminierungsdebatten aufzeigt. Die Grenzen zwischen rechter und linker Identitätspolitik sind längst fließend, lernt die FR von Caroline Fourest. Die NZZ tanzt mit Dana Grigorceas Toten in der Walachei und annonciert den ersten "politischen Schauerroman". Die Welt begibt sich mit Rita Mielke auf die Suche nach verlorenen Sprachen. Und Dlf Kultur möchte Melita Sunjics Studie über Flucht und Migration zur Pflichtlektüre machen.

Samstag, 20.03.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Irrelevant und sogar gefährlich

20.03.2021 Die New York Times feiert den Willen zur Modernität und zur Persönlichkeit bei Alexander Calder. Der Tagesspiegel staunt, was alles ging in der Berliner Architektur der achtziger Jahre. Die FAZ beobachtet Vanessa Mai beim Proben ihres Augenaufschlags. Pitchfork porträtiert Lana Rey als Proust der Popmusik. Die taz findet den echten DDR-Menschen mit seinen Erfahrungen nirgends so authentisch beschrieben wie bei Helga Schubert.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Stundenlohn ist Nebensache

20.03.2021 Das Thema Identitätspolitik regiert die Feuilletons. Heute folgt nach der Polemik die Differenzierung: Identitätspolitik macht den Mainstream auf legitime Anliegen aufmerksam, meinen Martin Saar in der FAZ und Kaveh Yazdani in der taz. Sie untergräbt die soziale Frage, fürchtet dagegen Bernd Stegemann in der Welt. In Soziopolis spricht Joseph Vogl über Plattformökonomie. Ganz frisch ist noch die Meldung, dass die Türkei aus der Istanbul-Konvention austritt.

Bücherschau des Tages

Erschrecker und Erschreckte

20.03.2021 Von "Unterleuten" ist Juli Zeh zu "Über Menschen" gelangt, aber keineswegs zu Übermenschen. Die Fortsetzung spielt wieder in dem fiktiven Örtchen Bracken im Brandenburgischen. Und wieder gefällt Jörg Magenau in Dlf Kultur, wie es Zeh gelingt, die Dorfbewohner ohne Ideologie und mit Menschlichkeit zu porträtieren. In der taz empfiehlt Stephan Wackwitz gleich ein zweites Buch zur Erkundung der "Neuen Länder": Helga Schuberts "Vom Aufstehen". Die taz empfiehlt im übrigen zwei Fotobücher über die Berliner Clubszene. Und die FR verändert mit Stefan Klein die Welt.

Montag, 22.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Gebildet, eher weiblich, Mittelschicht

22.03.2021 Ein Buch über den Fall des Lyrikers Wasyl Stus, der als Mitglied einer Helsinki-Gruppe in einem Gulag starb, erschüttert die Ukraine, erzählt Gerhard Gnauck in der FAZ. Wie halten es die Grünen mit den Grundrechten, fragen der Politologe Max Schulze und der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum in Zeit online. In der FAZ prangert Michael Bröning von der Grundwertekommission der SPD die Marktkonformität der neumodischen Linken an. In Amerika gründet der Autor Ibram Kendi zusammen mit dem Boston Globe eine neue Online-Zeitung unter dem Titel The Emancipator, die sich allein dem Thema Rassismus widmen soll, berichtet die New York Times.

Efeu - Die Kulturrundschau

Gott sei Dank gibt es Berlin

22.03.2021 Im Standard fordert Marlene Streeruwitz ein rundum erneuertes Theater. Ebenfalls im Standard reitet Richard Müller eine scharfe Attacke gegen die Anhänger der Diversität, die ihn an die Internationale der Nationalisten erinnern. In der Welt wird weiterdiskutiert über Machtpositionen im Theater, Gefügigkeiten und fliegende Fäuste.  Im Tagesspiegel beansprucht der Maler Alvaro Barrington für sich die Lizenz, Drake und Mark Rothko zu sampeln. Und alle berichten selig vom Rachmaninow-Konzert der Berliner Philharmoniker für tausend Auserwählte.

Medienticker

Hinterm Vorhang

22.03.2021 Masken-Geschäft: Burda hat Masken an das Gesundheitsministerium verkauft - Der erste echte Corona-Roman -  Architekturbiennale in Venedig: Deutscher Pavillon bleibt leer - Visuelle Botschaften im Internet: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - Twitter ist das einflussreichste Medium der Welt - Deprimierende Aussichten oder die demokratische Regression - Irreführend: Struktureller Rassismus - Ingo Schulze  erhält den Preis der Literaturhäuser 2021 - Zum Tod von Adam Zagajewski:
Dichter des Sichtbaren.

Bücherschau des Tages

Realistische Flucht- und Befreiungsstrategien

22.03.2021 Als Meisterwerk feiert die FAZ Michael Gerard Bauers Empathie lehrenden Jugendroman "Dinge, die so nicht bleiben können". Verzaubern lässt sie sich auch noch mal von Paul Biegels Klassiker "Die Uhr schlug Mitternacht". Die SZ liest bewegt Anna Haags Aufzeichnungen "Denken ist heute überhaupt nicht mehr Mode" und stellt sie neben die von Viktor Klemperer. Die taz entdeckt die Gerichtsreportage der Gabriele Tergit. Und der Dlf erliegt mit Emanuele Coccia den Metamorphosen des Lebensstroms.

Dienstag, 23.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Nur noch Gaia

23.03.2021 Wer will, dass Identitätspolitik endet, muss sie betreiben, schreibt Alice Hasters in der SZ. Ahmad Mansour startet in der Welt eine Serie über den "politischen Islam". Ohne Trump ist das Leben der amerikanischen Medien weniger amüsant, konstatiert die Washington Post mit einem traurigen Blick auf die Quoten. Vice bringt eine lange Recherche die über Einflussnahme Aserbaidschans auf deutsche Abgeordnete, besonders von der CDU. Und die Benin-Bronzen gehen zurück an Nigeria, meldet die SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Rabiater Zartsinn

23.03.2021 Große Trauer herrscht um den polnischen Weltpoeten Adam Zagajewski: In der Welt würdigt Michael Krüger den Philosophen und Reisenden, in der FR Artur Becker seine Sorge um Schönheit und Wortfreiheit. Die NZZ verspürt das innere Brennen beim neuen "Rosenkavalier" an der Bayerischen Staatsoper. Die FAZ lässt die britische Künstlerin Phyllida Barlow freudig über sich kommen wie einen gewaltigen Erdrutsch. Und die SZ erfährt von Labelbetreiber Mathias Modica, dass die coolen Kids von Neukölln nicht mehr vor dem Techno-Keller stehen, sondern vor dem Jazzclub.

Magazinrundschau

Mehr Poesie als Logik

23.03.2021 In Atlantic suchen Anne Applebaum und Peter Pomerantsev das Internet der Zukunft. Im New Statesman erwärmt sich John Gray für den Humor Derridas. Himal schildert die verzweifelte Lage vergewaltigter Frauen in Indien. Osteuropa verzweifelt an der Trägheit der russischen Bevölkerung. Bloomberg erzählt, wie man sich über beflockte Nasopharyngealtupfer zerstreiten kann. Harper's sucht die klassischen Gauner unter den Tieren. Das New York Magazine überlegt, warum der Westen so versagt hat in der Coronabekämpfung.

Medienticker

Der deutsche Prophet

23.03.2021 Pilotprojekte in der Kultur: Mit guten Konzepten vor die Welle kommen - Lockdown bis 18. April: Bund und Länder beschließen harten Lockdown über Ostern = Rückschlag für den Buchhandel - Überlegungen und Übungen (auch mit Ludwig): Werke von Maurcio Kagel - Schriftsteller gegen Rechtspopulismus - TV-Tipp des Tages: Das Dokudrama Karl Marx.

Bücherschau des Tages

Die lähmende Gegenwart

23.03.2021 Der Dlf sieht einigen Veränderungsbedarf nach James Suzmans Geschichte "Sie nannten es Arbeit", derzufolge die Jäger und Sammler nur 15 Stunden die Woche arbeiten mussten, um ihr Auskommen zu sichern. FAZ und DlfKultur lesen Christoph Ransmayers kurze Geschichte vom Töten "Der Fallmeister" mit Geschmack an seiner preziösen Morbidität. Mit Volha Hapeyeva stürzt sich der DlfKultur auch ins postsowjetische Minsk. Die FAZ lacht sehr herzhaft mit Franzobels "Die Eroberung Amerikas".

Mittwoch, 24.03.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Je dichter das Komposit

24.03.2021 Hyperallergic feiert den Einzug der Mlle Bourgeoise Noire ins Brooklyn Museum. Die Nachtkritik möchte von den Theatern lieber keine Nachhilfe zum besseren Verständnis der Stücke bekommen. Die taz erkennt die Hybris der Filmemacherin Elke Margarete Lehrenkrauss, die ihren Dokumentarfilm "Lovemobil" etwas authentischer als die Wirklichkeit machen wollte. Und der Tagesspiegel ruft den Rednecks zu: Country war nie nur weiß.

9punkt - Die Debattenrundschau

Das ist alles weder Kapitalismus noch Sozialismus

24.03.2021 Völlig erschöpft rettet sich das Regierungskomitee aus Ministerpräsidenten und Kanzlerin in eine verordnete Ostern-Totenstille. Wir brauchen einen linksradikalen Ansatz, um uns aus der Krise zu retten, verlangt Chrian Bangel in Zeit online. Deutschland ist seine eigene Karikatur, ächzt Ulf Poschardt in der Welt. Die SZ beleuchtet die neue Kapitalismuskritik in Corona-Zeiten. Unterdessen ist eins klar: Die Benin-Bronzen, äh also, werden meines Wissen ausgestellt, eventuell aber auch zurückgegeben.

Medienticker

Kuckuckszitate

24.03.2021 Blick in eine schwarze Zukunft: Veranstaltungsbranche in der Pandemie - Merkel kippt Ruhetage an Ostern - Fall Bild-Reichelt: Wie würden die Leser entscheiden? - Urheberrecht im Parlament : Ohne die Urheber, echt jetzt? - Politiker auf Twitter: Internetverbot ab 22 Uhr! - Falsche Zitate in den Mund gelegt - Auszeichnung: "Ohrenschmaus"-Literaturpreis vergeben + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Biertrinkende Arbeiter und solidarische Bobos

24.03.2021 Die FAZ empfiehlt Markus Bundis Sci-Fi-Dystopie "Die letzte Kolonie" als Abenteuer-, Liebes- und philosophischen Antizipationsroman. Die FR schöpft Kraft aus den Lebenserinnerungen des Philosophen Dieter Henrich. Die SZ liest mit Eva Lapidos "Räubern" von einer Liebesgeschichte zwischen Arbeiter und Journalistin, die sich gegen die Gentrifizierung des Prenzlauer Bergs wehren. Außerdem empfiehlt sie die Langgedichte von Maria Stepanova. Die taz lernt mit Pierre Rosanvallon das Jahrhundert des Populismus verstehen.

Donnerstag, 25.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Es müsste viel mehr darüber geredet werden

25.03.2021 Necla Kelek analysiert bei emma.de, was es bedeutet, dass die Türkei aus der Istanbul-Konvention ausgetreten ist - ein Land, wo 400 Femizide im Jahr verübt werden. Gewalt gegen Frauen ist ein Schwerpunkt heute: Auch wegen der Vergewaltigungen, die laut Fanita Solomon (Spiegel online) in Tigray als Kriegstaktik eingesetzt werden. Angela Merkels Bitte um Verzeihung erschüttert die Medien: Sie offenbart die unklare Taktik der Politik. Bei anhaltendem Bürokratismus, so die Ruhrbarone. Nur ein harter Lockdown hilft, beharrt die Medizinerin Devi Sridhar im Gespräch mit Le Monde. Sonst hat man die Wirtschaftskrise und die Toten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Gefühle sind subtiler

25.03.2021 In Myanmar protestieren die Dichter mit einer Video-Aktion gegen den Militärputsch, erzählt die taz. Wenn wir nur spielfilmartige Dokus sehen wollen, müssen wir uns über Fälschungen nicht wundern, meint die FR angesichts der gefakten Szenen in Margarete Lehrenkrauss' Doku "Lovemobil". Einen Mord dafür zu erfinden, geht allerdings zu weit, meint Zeit online. Monopol singt ein Liebeslied auf den deutschen Kunstverein. Und der Countertenor Tim Mead erklärt im Interview mit Van, warum er lieber Barock als Puccini singt.

Medienticker

Dünnes Fell

25.03.2021 Von der Sprach- zur Gedankenpolizei - Manifest der offenen Gesellschaft: Austausch von Argumenten statt vergiftetem Diskurs - Nena dankt "Kassel": Ein Promi mehr auf Abwegen - Elon Musk sucht Streit mit mit dem Zdf - 100. Geburtstag von Simone Signoret: Ein Leben war ihr nicht genug - Check Now: Schufa stampft umstrittenes Projekt ein - Denis Scheck über den Steffen Kopezkys Roman "Monschau" + Beginn des Dante-Jahres in Italien.

Bücherschau des Tages

Du musst nur Sehnen sein

25.03.2021 Die FAZ begibt sich mit Kevin Barry und "Beatlebone" John Lennon auf eine psychedelische Reise. Mit Hans Pleschinski lehnt sie amüsiert "Am Götterbaum". Die FR lernt, dass Lucky Luke mit vier Fingern genauso schnell schießt wie mit fünf. Die Zeit bewundert die Offenheit des Blicks in den Gedichten von Joachim Sartorius und die Ehrlichkeit und Klugheit, mit der Gabriele von Arnim über das Sterben ihres Mannes schreibt. Dlf Kultur zieht den Hut vor Verena Stefan, die vergeblich gegen den Krebs kämpfte.

Freitag, 26.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Dimension des Skandals

26.03.2021 Korruption in der CDU: Eine seltsame Woche im Superwahljahr neigt sich dem Ende zu: CDU-Abgeordnete machen sich für Aserbaidschan stark, damit Menschenrechtsverletzungen nicht thematisiert werden. Und es fließt Geld, berichten taz und FAZ. Und wie soll man die SZ-Meldung bewerten, dass der CSU-Politiker Peter Gauweiler in seiner Zeit im Bundestag als Anwalt Honorare in Höhe von mehr als elf Millionen Euro beim Milliardär August von Finck abgerechnet hat? Der neue Stand bei den Benin-Bronzen ist, dass er nicht so neu ist.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wo es für alle tickt

26.03.2021 Die FR steht mit Timm Rautert im Essener Folkwang Museum am Scheideweg der Fotografie. Wer von einer Regisseurin erwartet, dass sie für eine Doku jahrelang unter Straßenprostituierten recherchiert, muss ein bisschen mehr als 36.000 Euro ausgeben, mahnt Artechock in Richtung NDR. Die Welt kratzt mit Barrie Kosky in München die Patina vom "Rosenkavalier". In Marbach träumt man vom "totalen Archiv", weiß die SZ. Die FAZ blickt bei der Berliner MaerzMusik in die mit ersten Adressen geschmückten Auftragsbücher der Composer of Colour. Und die Feuilletons trauern um Bertrand Tavernier.

Medienticker

Jeder Mensch ist ein Künstler

26.03.2021 Aktualisiert: In memoriam: Dem unbekannten Rebell Heinrich Mann zum 150. - Springers Compliance-Verfahren: Julian Reichelt kehrt zurück zu "Bild" - Bezahlen im Internet: Paypal darf mehr kosten - Argumentationskarussel für Beitragszahler - Corona in Theatern und Konzerthäusern - 70. Geburtstag des Liedermachers Klaus Hoffmann - Mietpreise & Wohnungspolitik: Der Markt hat es noch nie gerichtet - Bayern oder Wo der Spezl noch spukt + Hörfunk+TV-Tipps fürs Wochenende ...

Bücherschau des Tages

Zwischen Ding und Wort

26.03.2021 Die FAZ lernt aus Hans-Lukas Kiesers Biografie die Rolle des radikalen Jungtürkenführer Talat Pascha  beim Genozid an den armenischen Christen kennen. Die FR erliegt der "andächtigen Schönheit" von Ulla Hahns Lyrik der vergangenen zwanzig Jahre. Die SZ begreift dank Benedicte Savoys Recherchen zur Geschichte der (Nicht-)Restitution afrikanischer Kunst die Emotionalität aktueller Debatten. Außerdem empfiehlt sie neue Kinderbücher: Vor allem Juli Zehs Buch über ein traumatisiertes Pony hat es ihr angetan. Die taz stellt mit Kazuo Ishiguro einem Roboter große Menschheitsfragen.

Samstag, 27.03.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Schillerndes Sprengen

27.03.2021 Der Standard überwindet seinen Ekel und verliebt sich in die nackten, knorpeligen Wesen von Patricia Piccinini in Krems. Die Gorman-Debatte lässt die LiteraturkritikerInnen nicht los: Eine verpasste Chance im Bemühen um Sichtbarkeit konstatiert die taz, die Banalität von Identitätspolitik erkennt die Jungle World hier. Die SZ begibt sich derweil auf die Suche nach den weißen Traditionen des Jazz. Außerdem fragt sie: Wie zeitgemäß ist eigentlich der alte, weiße Schamane Beuys? Artechock verliert nach Elke Margarete Lehrenkrauss' "Lovemobil" das Vertrauen in die Doku. Und das monopol-magazin schickt eine Million Rosen an Angela.

9punkt - Die Debattenrundschau

Und das soll nicht genug sein?

27.03.2021 In einer Jerusalemer Erklärung möchten zweihundert internationale Wissenschaftler den Antisemitismus neu definieren. Die FAZ sieht dabei die Grenzen von wissenschaftlicher Definition und politischer Deklaration verwischt. Ebenfalls in der FAZ kündigt Hermann Parzinger an, dass die Benin-Bronzen erstmal in Berlin bleiben und im Humboldt-Forum ausgestellt werden. In der taz sorgt sich Géraldine Schwarz um die französischen Öffentlichkeit. Und der Guardian lernt eine erste Lektion vom radikalen Reformer Joe Biden.

Bücherschau des Tages

Tiefenbohrung zwischen den Zeilen

27.03.2021 Die FAZ liest bei dem französischen Historiker Johann Chapoutot nach, wie stark ist unsere Arbeitswelt noch heute vom Geist der NS-Zeit geprägt ist. Die SZ findet mit Felix Stephan Erkenntnis im Kopf von Maxim Biller. Die taz blickt derweil mit J. J. Voskuil berührt in das Innere einer an Demenz Erkrankten. Augenöffnend findet sie Dan Diners Blick auf das jüdische Palästina während des Zweiten Weltkriegs. Die Welt seziert mit Naoise Dolan Millennials in Hongkong und flieht mit Peter Handke vor Dämonen.

Montag, 29.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Fortschreibung der bisherigen Ordnungsmuster

29.03.2021 Hanno Loewy verteidigt in der taz die "Jerusalemer Erklärung" zum Antisemitismus, die Israelboykott nicht "per se" als antisemitisch sehen will. Die SZ fragt, wie die postkolonialen Autoren auf die Idee kommen, dass "deutsche Erinnerungspolitik heute einer Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte im Wege" stehe. In Zeit online plädiert Michael Rothberg für eine Ethik des Vergleichens. Die FAZ berichtet über Folter an Alexei Nawalny im Straflager.  Die taz liest einen offiziellen Bericht zur französischen Mitverantwortung am Genozid in Ruanda.

Efeu - Die Kulturrundschau

Im Tiefflug über Paris

29.03.2021 Die FAZ erschauert unter dem zärtlichen Blick der Malerin Alice Neel. In der FR beschreibt Andreas Rostek, wie ein Dante-Text von Arno Widmann die Gemüter in Italien zum Kochen bringt. Die Welt erlebt das sexsüchtige Juste Milieu in Tobias Kratzers Pariser Inzenierung von Gounods "Faust". ZeitOnline nimmt die Bezahlverfahren der Streamingdienste unter die Lupe, von denen am Ende immer die Stars profitieren.

Medienticker

Corona & der europäische Buchmarkt

29.03.2021 Aktualisiert: DerCorona "Querdenker" ist der "Untertan" von heute - Digitale Formate: Von den Buchmessen bis zum Bachmannpreis & die Buchtage fallen 2021 aus - Gefahren im Kinderbuchregal? - Norbert Gstrein erhält den Düsseldorfer Literaturpreis 2021 - Neues von und über Peter Handke - Selfpublishing-Buchpreis 2021 startet im Mai + Vor 150 Jahren wurde die Londoner Royal Albert Hall eröffnet ...

Bücherschau des Tages

Ungeahnte Beweglichkeit

29.03.2021 Bewegt liest der DlfKultur Dulce Maria Cardosos Roman "Die Rückkehr", der von der Vertreibung einer portugiesischen Siedlerfamilie aus Angola erzählt. Feinfühligkeit und genaues Beobachten würdigt er auch in Helge-Ulrike Hyams' Bericht "Denk ich an Moria" und Elisa Diallos Rückblick "Französisch verlernen". Kühn findet der Dlf Vitomil Zupans Partisanenroman "Menuett für Gitarre (zu 25 Schuss)". Die SZ liest in dem Sammelband "Klasse und Kampf" nach, wie es ist, in Deutschland arm zu sein.

Dienstag, 30.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Unverblümt artifizielle Stadt

30.03.2021 Was nicht "per se" antisemitisch ist, ist es eben meistens doch, schreibt Alan Posener in der Welt an die Adresse der "Jerusalem Declaration", die die Israelboykottbewegung als nicht "per se" antisemitisch sieht. In der NZZ fürchtet der Historiker Andrii Portnov, dass sich die Ukraine  nicht aus eigener Kraft aus seiner Krise befreien kann. Die FAZ erklärt, warum in Mexiko die Zahl der Corona-Toten über Nacht um 120.000 auf über 320.000 stieg. hpd.de schildert die Lage der Frauen in den "Witch Camps" in Ghana.

Efeu - Die Kulturrundschau

Unversehens gehört uns der Morgen

30.03.2021 Amanda Gormans Inaugurationsgedicht "The Hill We Climb" liegt nun auf Deutsch vor. Tagesspiegel, taz und Standard blicken etwas betreten auf die lyrischen Grenzen einer rassismuskritischen Funktionspoesie. Für Sharon Dodua Otoo auf 54books lautet die wichtige Frage nicht, was Weiße, sondern was Schwarze übersetzen dürfen. In der Debatte um die Dokumentation "Lovemobil" erklärt Werner Herzog, was seine ekstatische Wahrheit von einer Fälschung unterscheidet. Der Filmemacher Dietmar Post vermisst auf Artechock überhaupt ein paar filmethische Diskussionen.

Magazinrundschau

Nicht verwirklichte Zukunft

30.03.2021 Die London Review vermisst den Herkules unter den Vögeln, der der Fressgier der Menschen zum Opfer fiel. Africa is a country schildert den Rassismus in Tunesien. Intelligenz wird oft als Arroganz ausgelegt, bedauert Tim Parks im New Statesman mit Blick auf Matteo Renzi. A2larm erinnert sich an das tragische Pathos der Chansonsängerin Hana Hegerová. Wired birgt dank Deep Learning einen Audioschatz.

Medienticker

Et ess, wie't ess

30.03.2021 Nachtkritik: Impfen wie damals bei Peymann - Bertelsmann steigert Konzernergebnis um mehr als 30 Prozent - Kleiner Verlag, große Themen - Anna Brüggemann über ihren "Trennungsroman" - Google, Facebook & Co. oder Die Macht der Techgiganten brechen - Lösung für E-Book-Verleih überfällig - Ein Ständchen zum 70. Geburtstag von Wolfgang Niedecken + John Scofield Quartett live. ...

Bücherschau des Tages

Der Versuch, Google Earth zu hacken

30.03.2021 taz und FAZ erkunden mit Amanda Gorman Inaugurationsgedicht "The Hill We Climb" die Höhen amerikanischer Rhetorik. Die FAZ versinkt auch beglückt in Anthony Powells Roman "Die Ziellosen". Die SZ unterhält sich ganz prächtig und keinesfalls unter Niveau mit Pola Oloixaracs Satire auf die akademische Linke "Wilde Theorien". Kein gutes Haar lässt sie an Hermann Parzingers Abriss der Kulturzerstörungen "Verdammt und vernichtet".

Mittwoch, 31.03.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Sich in Straßburg bestechen lassen

31.03.2021 Die Postkolonialisten Michael Rothberg und Jürgen Zimmerer erklären den Holocaust in der Zeit wieder einmal für sowohl singulär als auch nicht. Der Rassismus ist nicht der Hauptwiderspruch in der Geschichte, schreibt Joachim Gauck, ebenfalls in der Zeit. Die "Jerusalem Declaration" ist keine Erklärung von Holocaustforschern, legt Matthias Küntzel im Perlentaucher dar. In England gibt es ein neues #MeToo in dessen Zentrum sexuelle Gewalt an Schulen steht, berichtet die FAZ. Der russische Oppositionspolitiker Wladimir Kara-Mursa warnt in der Washington Post, dass Wladimir Putin seinen größten Gegner Alexei Nawalny im Gefängnis langsam zu Tode foltern lassen könnte.

Efeu - Die Kulturrundschau

Exodus aus der Transparenz

31.03.2021 Die Architekten Herzog und de Meuron stellen ihren revidierten Entwurf für das Museum des 20. Jahrhunderts vor: Die Fassade ist jetzt attraktiver findet der Tagesspiegel, aber ein Klimakiller, bemerkt die Zeit. Das neue Museum wird nicht mal genug Geld haben, stellt die taz fest, um sich die Werke von Gerhard Richter schenken zu lassen. Außerdem lauscht die taz den achtsamen Sonoklasmen des Walter Smetak. Der Filmdienst entdeckt das experimentelle Filmwerk von Maria Lassnig. Und die SZ wüsste, womit sich die Theater im Lockdown sinnvoll beschäftigen könnten.

Medienticker

Luftwurzelliteratur

31.03.2021 Komponierende Computer: Können wir in Zukunft auf künstlerische Kreativität verzichten? - CeMAS-Frühwarnsystem gegen den unterschätzten Hass aus dem Internet - SWR-Bestenliste & die aktuelle Sachbuchliste - Schlüsselfigur unserer Erinnerungskultur: Zum Tod des S.-Fischer-Lektors Walter Pehle - Julia Jäkel verlässt Gruner+Jahr - Prekäre Beschäftigungen in Buchhandlung + Crazy Horse: Als Gott das Seepferdchen erschuf
 

Bücherschau des Tages

Idealistischer Patriotismus

31.03.2021 Die FAZ lässt sich von Jochen Hörisch das Hand-Motiv in der deutschen Literatur erklären. Die FR hat eine Riesengaudi mit Franzobels Roman über einen grandios misslungenen spanischen Eroberungszug in Amerika. Die NZZ empfiehlt Elif Shafaks Essay "Hört einander zu!" als Plädoyer für offenere Ohren. Die SZ amüsiert sich mit den Schnappschüssen des Fotografen Volker Hinz. Dlf Kultur lernt mit Turit Fröbes Band "Eigenwillige Eigenheime" auch Bausünden zu schätzen.

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Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen. Museen, Theater und Bibliotheken…
Gerhard Poppenberg. Maria voll der Gnade - Geschichte und Gehalt eines Denkbilds. Matthes und Seitz, Berlin, 2025.Gerhard Poppenberg: Maria voll der Gnade
Ein paar Berichte in den apokryphen Evangelien und, alles in allem, keine fünf Seiten im Neuen Testament - mehr umfasst die Geschichte von Maria nicht. Und doch ist daraus…
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Seit fünfzig Jahren sind sie verheiratet. Dann geht er weg, nach Indien. Sie reist ihm nach, besorgt und wütend. Er: Viktor Goll, genannt Vigo, Leiter einer Denkfabrik für…
Julya Rabinowich. Mo & Moritz - (Ab 14 Jahren). Carl Hanser Verlag, München, 2026.Julya Rabinowich: Mo & Moritz
Mo stammt aus einer Familie mit muslimischen Wurzeln. Als er eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon beginnt, taucht er ein in eine glamouröse Welt. Eines Abends wird…

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