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Dubravka Ugresic: Das Ministerium der Schmerzen

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25.08.2005. "Am besten wurde die Schwarzarbeit offenbar im 'Ministerium' bezahlt. ... Sie nähten aus Leder, Gummi und Latex Kleidungsstücke für Sadomasochisten und Fetichisten. ... Ein S&M-Klub in Den Haag hieß 'Ministry of Pain'. Darum nannten meine Studenten ihren Job in der Pornoschneiderei 'Arbeit im Ministerium'". Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman der kroatischen Schriftstellerin Dubravka Ugresic: "Das Ministerium der Schmerzen".
Dubravka Ugresic: Das Ministerium der Schmerzen
Roman
Aus dem Kroatischen von Barbara Antkowiak und
Mirjana und Klaus Wittmann

Berlin Verlag, Berlin 2005
320 Seiten, gebunden, Euro 19,90

Erscheint am 26. August 2005

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Klappentext:
Die junge Literaturwissenschaftlerin Tanja Lucic muss ihre Heimatstadt Zagreb wegen des Krieges verlassen und landet - nach einem kurzen Umweg über Berlin - als Dozentin für "serbo-kroatische Literatur" an der Amsterdamer Universität. Ihre Studenten sind kaum jünger als sie und stammen aus allen Teilen des ehemaligen Jugoslawien. Sie haben sich an der Universität immatrikuliert, um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, nebenbei jobben sie als Straßenmusiker, Servier- und Putzkräfte oder für eine Zuliefererfirma der S&M-Ladenkette "Das Ministerium der Schmerzen". Tanja entschließt sich, in ihrem Seminar das "jugonostalgische" Experiment einer "Katalogisierung" des exjugoslawischen Alltags zu wagen. Es scheint erfolgreich zu sein, die ehemaligen Kompatrioten werden sehr bald zu einer verschworenen Gemeinschaft und tragen zunehmend begeistert ihre bittersüßen Erinnerungen an Kindheit, Sprache, Elternhaus, Schule, Lektüre, Tanzunterricht, Ferienerlebnisse, Essgewohnheiten, Einkaufs- und Schmuggelreisen nach Triest zusammen. Doch bald muss sich jeder Einzelne von ihnen die Frage stellen, was von seinem zerbrochenen Leben noch zu retten ist.

Zur Autorin: Dubravka Ugresic wurde 1949 im heutigen Kroatien geboren. Sie schreibt regelmäßig für "NRC Handelsblad" und "Vrij Nederland", "Die Zeit" und "Lettre International" und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 1999 und dem Premio Feronio-Citta di Fiano in Italien 2004. Auf Deutsch erschienen zuletzt von ihr "Das Museum der bedingungslosen Kapitulation" (1998) und "Lesen verboten" (2002). Dubravka Ugresic lebt als Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin in Amsterdam.
(Foto: Leljko Koprolcec)

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