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Leon Blum: Beschwörung der Schatten. Die Affäre Dreyfus

Ausgewählte Leseproben.
04.08.2005. Als Leon Blum 1935 seine Erinnerungen an die Dreyfusaffäre von 1898 niederschrieb, ahnte er, dass er über das Wetterleuchten einer Katastrophe schrieb, die Europa noch bevorstand. Lesen Sie einen Auszug aus "Beschwörung der Schatten" von Leon Blum.
Leon Blum: Beschwörung der Schatten
Die Affäre Dreyfus
Aus dem Französischen und mit einer Einleitung von Joachim Kalka

Berenberg Verlag, Berlin 2005
136 Seiten, gebunden, Euro 19,00

Erscheint am 22. August 2005

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Klappentext:
Als der künftige französische Ministerpräsident, der jüdische Sozialist Leon Blum, 1935 seine Erinnerungen an die Dreyfusaffäre von 1898 niederschrieb, ahnte er, dass er über das Wetterleuchten einer Katastrophe schrieb, die Europa noch bevorstand. Dieses kleine Buch, spannend wie ein Thriller, enthält eine der seltenen intellektuellen Heldengeschichten. Die "Dreyfusards", ein Häufchen von Journalisten, Gelehrten und Politikern, waren nicht darauf gefasst, mit ihrer Kampagne zur Rehabilitierung des als deutscher Spion verurteilten Hauptmanns Dreyfus auf den geballten Widerstand von Militaristen, rechten Populisten und Antisemiten zu stoßen. Die Affäre führte Frankreich an den Rand eines Bürgerkriegs. Aus der Mitte des Orkans stammen diese Erinnerungen eines großartigen Zeitzeugen.

Zum Autor: Leon Blum, geboren 1872 wurde von der Dreyfus-Affäre politisch geprägt und gehörte 1902 zu den Mitbegründern der Sozialistischen Partei. Als Gegner nationalistischer Politik protestierte er in den zwanziger Jahren gegen die französische Ruhr-Besetzung. 1936 wurde er Ministerpräsident der "Volksfront" und setzte zahlreiche soziale Reformen durch, vor allem das Recht auf bezahlten Urlaub. 1940 ließ das Vichy-Regime Blum verhaften und 1943 an Deutschland ausliefern. Er überlebte Buchenwald und Dachau und wurde 1946, nach der Befreiung, erneut französischer Ministerpräsident. Blum starb 1950.

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