Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
20.08.2005. Die FR wettert gegen kulturpolitische Querschüsse aus der Hauptstadt. In der Welt beklagt Anne-Sophie Mutter den geringen Stellenwert der Musik in Deutschland. Die taz ärgert sich über Hohlphrasen im katholischen Pop. In der NZZ warnen Claus Leggewie und Erik Meyer vor Erika Steinbachs Zentrum gegen Vertreibungen. Die SZ erklärt das Problem mit der Kultursubvention. In der FAZ will Hans Magnus Enzensberger nicht behaupten, dass er Opfer eines Berufsverbots sei. Und Ralph Dahrendorf fordert die Deutschen auf, nicht immer so schlecht gelaunt zu sein.

FR, 20.08.2005

Thomas Medicus wettert gegen kulturpolitische Querschüsse der deutschen Bundeshauptstadt: "Dass der Regierende Bürgermeister der Einweihung des Neubaus der Akademie der Künste fernblieb, um einem Bundesligaspiel beizuwohnen, passt in dieses Bild. Die einst von der Sozialdemokratie als Neue Mitte bezeichnete bildungsbürgerliche Schicht ist Wowereit schnuppe. Zu dessen populistischen Liebäugeleien hat der Bundeskanzler jüngst zum Glück bereits das letzte Wort gesprochen."

Weitere Artikel: In der "Bonanza"-Kolumne berichtet Karin Ceballos Betancur von einem Ausflug in den Freistaat der "Zutzler". Daniel Kothenschulte sieht beim Weltjugendtag zwar viel Jugend, aber kaum Jugendkultur. Christoph Schröder gratuliert dem Aufbau-Verlag (Website) zum 60. Geburtstag. Silke Meyer stellt die Band "Kaizers Orchestra" vor.

Besprochen werden eine Dresdner Ausstellung zur "Sixtinischen Madonna", neue Arbeiten des Künstlers Werner Büttner, ein Konzert des West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim in Wiesbaden. Eine einsame literarische Besprechung gilt Philip Roths Roman "Verschwörung gegen Amerika" (mehr in der Bücherschau des Tages).

Welt, 20.08.2005

Die Geigerin Anne-Sophie Mutter erregt sich im Gespräch mit Kai Luehrs-Kaiser über die mangelhafte musikalische Früherziehung in Deutschland und den geringen Stellenwert der Musik überhaupt. "Die Schließung des Rundfunkorchesters in München ist ein Skandal. Da denkt irgendein Beamter: Den Job von 120 können auch 60 Leute machen. Was für eine Idiotie! Wie soll ich Mahler, Bruckner, überhaupt ein großes Orchesterwerk aufführen. Das mag in anderen Bereichen gehen, aber nicht bei der Musik. Da müsste man sich eben mal mit der Materie beschäftigen."

"Dies ist eine Geschichte von zwei Schriftstellern. Mit anderen Worten, eine Geschichte vom Neid." In der Literarischen Welt erzählt die amerikanische Schriftstellerin Kathryn Chetkovich in einem vorher im britischen Magazin Granta erschienenen Text von der Schwierigkeit der Liebe unter Künstlern.

NZZ, 20.08.2005

Patricia Benecke stellt gutgelaunt das britische Improbable Theatre vor, ein Trio, das seine Projekte vor allem aus Schauspielerimprovisationen entwickelte. Zur Zeit ermorden sie unter dem Titel "Theatre of Blood" reihenweise Kritiker. "Der Shakespeare-Schauspieler Edward Lionheart (hier Oscar-Preisträger Jim Broadbent) fühlt sich nach zu vielen Verrissen so gedemütigt, dass er blutig Rache nimmt an seinen Peinigern. Einen nach dem anderen bringt er um die Ecke - und das verfallene viktorianische Theater, wo das Ganze nun spielt, offeriert deren viele -, nicht ohne seine Opfer vorher dramatisch deklamierten Shakespeare-Monologen auszusetzen. Er zitiert mit solch pathetischer Hingabe, dass der Tod fast Erlösung für die beleidigten Kritikerohren bedeutet ... Mit Gusto wird das Theater als amoralische Anstalt gefeiert, als Ort der billigen Effekte, des brillanten Entertainments - und der hohen Kunst."

Claus Leggewie und Erik Meyer fassen den Streit um das Zentrum gegen Vertreibungen zusammen, dass von der CDU-Politikerin Erika Steinbach emsig betrieben und nun auch im Wahlprogramm der Union annonciert wird. Steinbach hatte bereits 2002 zusammen mit Peter Glotz eine Stiftung gegründet und ein "Drehbuch" für die geplante Dauerausstellung aufgestellt. "Die im Internet publizierten Angaben lassen ein Design erahnen, das Besucher des Berliner Holocaust-Mahnmals vom dortigen 'Ort der Information' kennen. Die beiden Mahnmale, so konträr sie im Blick auf die Adressaten erscheinen, werden damit in gewisser Hinsicht komplementär, und zwar auf Kosten der Holocaust-Gedenkstätten, von deren Existenz das Mahnzentrum der Vertriebenen seine Existenzberechtigung abzweigt. Ob mit dieser Initiative der Komplexität der 'ethnischen Säuberungen' im 20. Jahrhundert Genüge getan wird, darf man weiterhin bezweifeln."

Besprochen werden eine Ausstellung des Werks von Gustave Caillebotte in der Hermitage Lausanne, "Im Leben und über das Leben hinaus" - ein Dokumentarfilm von Peter von Gunten über die Evangelischen Mennonitengemeinde Sonnenberg und Bücher, darunter der Ganoven- Roman "Leimen" des Belgiers Willem Elsschot von 1924 (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Die Beilage Literatur und Kunst druckt Martin Meyers Eröffnungsreferat für das diesjährige Europäische Forum Alpbach über Macht und Ohnmacht Europas. Ursula Seibold-Bultmann schreibt über Landschaftsbilder von Peter Paul Rubens, die helfen "ein zweckorientiert verengtes Verständnis von Natur und Welt aufzusprengen". Georges Waser berichtet über einen Gelehrtenstreit um ein Bild in der schottischen Nationalgalerie. Es geht um das Porträt des Eis laufenden Pfarrers, des "Reverend Robert Walker skating on Duddingston Loch", das möglicherweise nicht vom schottischen Maler Henry Raeburn, sondern von dem Franzosen Henri-Pierre Danloux (1753-1809) gemalt wurde. Matthias Wegner erinnert an Exilschriftsteller, denen nach Kriegsende in Deutschland mit Misstrauen begegnet wurde.

Besprochen wird eine Ausstellung von fünftausend Exvotos in Verbania am Langensee, eine Ausstellung von Tessiner Exvotos und der Band "Conversations with Three Russians" von Anatol Rapoport.
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TAZ, 20.08.2005

In den Themen des Tages wird die Frage gestellt: "Wer ist heute konservativ?" Dazu ein Leitartikel von Bettina Gaus, aber auch ein Test für den unsicheren Leser.

Ralph Niemczyk nähert sich dem Weltjugendtag von der musikalischen Seite - und verzweifelt schnell: "Das musikalische Angebot beim Weltjugendtag 2005 ist schier unübersehbar. Es wird ohne Ende geklampft, geklatscht und geringeltanzt bei den paar hundert offiziellen und inoffiziellen Rahmenveranstaltungen. Doch im Gegensatz etwa zu Film- oder Musikfestivals gibt es keine Abstufung in Mainstream oder Underground, in Independent oder Hollywood. Herkömmliche Qualitätsmaßstäbe sind bei der katholischen Popwerdung nicht vorgesehen. Schließlich dient das muntere Treiben einem übergeordneten Zweck: 'Praise The Lord', 'Berufung', 'geistige Umwandlung' und ähnliche Hohlphrasen geistern durch die Texte."

Weitere Artikel: Jan Engelmann berichtet vom "Weltjugendtag der Gottlosen", der Game Convention in Leipzig. Gerrit Bartels kommentiert das gerichtliche Verbot für die Kooperation von FAZ und Hans-Magnus Enzensberger. Christian Semler hat die Ausstellung über das "Hausgefängnis" der Gestapo besucht.

Noch mehr Weltjugendtag in der zweiten taz. Der Schriftsteller Joachim Lottmann stellt fest: "Militärische Rituale machen Jugendbewegungen groß, das kennt der neue Papst noch von der Hitlerjugend her. Aber natürlich ist der WJT nicht der Reichsparteitag der HJ, im Gegenteil. Hitler war böse, der Papst ist gut." Und Jan Feddersen beschwert sich dann auch noch mal über den Musikgeschmack junger Christenmenschen.

Besprochen werden Cees Nootebooms neuer Roman "Paradies verloren", Ruth Schweikerts Roman "Ohio", Leonie Swanns Tierkrimi "Glennkill", Agota Kristofs autobiografischer Text "Die Analphabetin", Mark Richards Geschichtensammlung "Kein gewöhnliches Mädchen" und Sachbücher: Neues von und zu Michel Foucault, Helmut Koopmanns Studie über die Brüder Thomas und Heinrich Mann, sowie die konservative "Wertepredigt" des Verfassungsrichters Udo Di Fabio mit dem Titel "Die Kultur der Freiheit" (mehr in der Bücherschau des Tages).

Das taz mag eröffnet mit Auszügen aus dem neuen Roman von Uwe Timm (mehr). Er erinnert sich darin an seinen Freund Benno Ohnesorg, mit dem er Anfang der 60er Jahre gemeinsam das Abitur nachmachte: "Erst langsam und während dieser Erinnerungsarbeit ist mir deutlich geworden, wie sehr ihn getroffen haben muss, dass ich unseren ursprünglichen Plan, gemeinsam nach Berlin zu gehen, kurzfristig änderte und zum Studium nach München zog. Die Lust des neuen Anfangs. Spontan war die Entscheidung gefallen und mit dem Freund nicht abgesprochen. Es muss ihm als Verrat an unserer Freundschaft erschienen sein." Und dann gibt es gleich noch einen Vorabdruck, und zwar aus Harald Welzers (mehr) Buch "Täter", über Menschen, die zu Massenmördern wurden.

Und Tom.

SZ, 20.08.2005

Politiker haben empört auf eine Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (pdf) reagiert, die Kultur als "Subvention" begreift, nicht als "Investition". Thomas Steinfeld findet dagegen: Subvention für Kultur muss sein. Die Probleme sind andere: "Zur subventionierten Kultur gehört ein hohes Maß an Transparenz und Durchschaubarkeit, ein offenes, nachvollziehbares Abwägen, warum eine Institution, warum ein Vorhaben gefördert werden soll. Das Problem an der Subvention von Kultur besteht nicht darin, dass es sie gibt, sondern darin, dass ihre Funktionäre wie ihre Nutznießer nicht einmal eine Vorstellung davon haben, warum sie vorhanden sind."

Im Interview erklärt Jürgen Flimm, warum er bei der ersten Ruhrtriennale (Website) unter seiner Leitung auf Romantik setzt: "Wir haben Künstler wie Andrea Breth, Hans Neuenfels, Alvis Hermanis oder Sven-Eric Bechtolf gefragt: Interessiert euch so was? Dann haben wir ihnen die Spielorte gezeigt. Sven hat sich gleich auf die Kraftzentrale in Duisburg gestürzt und gesagt: Da müssen die Alpen rein!"

Weitere Artikel: Die Professorin und Publizistin Marcia Pally plädiert gegen Benedikt XVI. für eine "Rückkehr zu unseren heidnischen Wurzeln". Susan Vahabzadeh zeigt sich etwas genervt von liberalen Belehrungsversuchen in Hollywood-Filmen. Von der Leipziger Game Convention und den neuesten Trends auf dem Markt der Computerspiele berichtet Tobias Moorstedt. Markus Mayer erklärt, dass es wegen Missmanagements der Geschäftsführung dieses Jahr kein Jazzfest in Saalfelden geben wird. Gemeldet wird, dass Ansgar Haag neuer Intendant am Theater Meiningen wird. Arnd Wesemann porträtiert den irakischen Theatermacher Awni Karoumi. Dem Kinderbuchillustrator Ali Mitgutsch wird zum 70. gratuliert.

Besprochen werden Gurinder Chadhas Bollywood-Version von Jane Austens "Stolz und Vorurteil" mit dem deutschen Filmtitel "Liebe lieber indisch" und Bücher, darunter Colm Toibins Henry-James-Roman "Porträt des Meisters in mittleren Jahren", Lukas Hartmanns Roman "Die Deutsche im Dorf" und ein Band mit Vorlesungen über die kirchliche Geografie der Schleiermacher-Gesamtausgabe (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Im Aufmacher der SZ am Wochenende erklärt Rainer Stephan, warum die vollmundigen Versprechungen der bayerischen Staatsregierung zur Förderung von Kindern recht haltlos sind: "Was die kinderliebe bayerische Staatsregierung in Wahrheit vorhat, ist sehr verschärftes Sparen. Und sie nimmt dabei bewusst in Kauf, um nicht zu sagen, sie kalkuliert geradezu damit, dass all die in ihrem wunderbar werthaltigen Bildungs- und Erziehungsplan festgelegten Ziele dann bloße Makulatur bleiben."

Weitere Artikel: In der Reihe "Sprachatlas Deutsch" erzählt der Schriftsteller Henning Ahrens "eine Dorfgeschichte mit Pokemon, Spachtelmasse und Wasserpistolen". Stefan Klein berichtet, wie er den Vorschlägen eines indischen Gurus, ganz aufs Essen zu verzichten, dann doch nicht folgen wollte. Benjamin Henrichs durchstreift das Berliner Museum für Naturkunde. Willi Winkler erinnert an die "Erfindung des Wohlfahrtsstaats" durch Bismarck und auch noch, in der Reihe "Es war einmal", an Karl den Großen. Tatort-Kommissar-Darsteller Dietmar Bär spricht im Interview viel über sein Gewicht: "Man steht in der Schauspielerkartei unter der Rubrik Charakterdarsteller, wenn man zwanzig Kilo mehr wiegt als der Durchschnitt."

FAZ, 20.08.2005

"Immer stärker erfüllen die Videospiele jene Aufgabe, die Kracauer der Fotografie auferlegte: Errettung der äußeren Wirklichkeit", stellt Andreas Rosenfelder nach einem Gang über die Leipziger "Games Convention" fest. "In 'True Crime - New York City' zum Beispiel, wo der Spieler in die Rolle eines zum Straßencop konvertierten Gangsters schlüpft, steht ganz Manhattan in atemberaubender Auflösung als Revier zur Verfügung - mit jeder Straße, jeder U-Bahn-Station und jeder U-Bahn-Linie. 'True Crime' gehört zu jener wachsenden Zahl von Spielen, welche den Manichäismus früherer Computerspiele überwinden und dem Benutzer selbst die Wahl zwischen Gut und Böse überlassen: Bleibt der Polizist sauber, dann schießen die Restaurants auch in üblen Gegenden aus dem Boden, wird er korrupt und verkauft Waffen auf dem Schwarzmarkt, dann übersät bald schon Graffiti jede Wand."

Julia Encke hat staunend zugehört, wie Ralf Dahrendorf auf einer Veranstaltung in Berlin die düstere Frage "Was fehlt Deutschland eigentlich?" mit gutgelaunten Antworten belegte. "Lord Dahrendorf zufolge fehlt Deutschland zuallererst eine entschiedenere politische Sprache: 'Ich garantiere Ihnen', versicherte er, 'dass in Großbritannien Begriffe wie "Hartz IV" oder "Ein-Euro-Job" nicht einen Tag überlebt hätten.' Auch spreche Tony Blair niemals von 'Reformen', sondern immer nur von 'Modernisierung', und was in Deutschland 'Deregulierung' genannt wird, heiße in England hoffnungsfroh 'better regulation'. Das sei kein Zufall. Eine ganze Einstellung verberge sich dahinter. Anders gesagt: Die politische Sprache in Deutschland ist voller schlechtgelaunter politischer Begriffe, so dass es am Ende gar kein Wunder ist, wenn das ganze Land tatsächlich schlechte Laune hat."

Das OLG Frankfurt hat Hans Magnus Enzensberger die Herausgabe der mit der FAZ geplanten "Frankfurter Allgemeine Bücherei" untersagt. Der Grund ist ein "Wettbewerbsverbot" mit der ebenfalls von Enzensberger herausgegebenen "Anderen Bibliothek" des Eichborn Verlags. In einem kleinen Interview kommentiert Enzensberger die Entscheidung des Gerichts: "Einige Autoren und Journalisten sehen darin ein kleines Berufsverbot. So weit möchte ich schon deshalb nicht gehen, weil ich fürchten müsste, mit weiteren einstweiligen Verfügungen dieser Art überzogen zu werden."

Weitere Artikel: Heinrich Wefing freut sich mächtig über die neuen Pläne für den Berliner Schlossplatz, die Wiederaufbau des Schlosses, eine Rekonstruktion der Barockfassaden und Unterbringung von kulturellen Einrichtung vorsehen. Im Interview versichert Bundesbauminister Stolpe, das ganze lasse sich auch bezahlen - inklusive "solider Steinmetzarbeit". Monika Osberghaus gratuliert dem Kinderbuchautor Ali Mitgutsch zum Siebzigsten, Dirk Schümer dem Kunsthistoriker Manfred Wundram zum Achtzigsten

In der ehemaligen Tiefdruckbeilage erzählt Wiebke Hüster, wie der dänische Choreograf August Bournonville (1805-1878) die nordische Sagenwelt auf die Tanzbühne brachte. Und Tilman Allert schreibt über Geschichte und Soziologie des "Deutschen Grußes". Auf der Medienseite empfiehlt Eleonore Büning die Dokumentation "Wir können nur den Hass verringern" über Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra auf Arte (mehr hier). Kerstin Holm annonciert ein neues Politikmagazin im ehemals rebellischen, jetzt aber staatstragenden russischen Fernsehsender NTW.

Besprochen werden die Ausstellung "Ansichten Christi" im Kölner Wallraf-Richartz-Museum und ein Konzert des West-Eastern Divan Orchestra mit Daniel Barenboim beim Rheingau Musik Festival in Wiesbaden.

Auf der Schallplatten- und Phono-Seite geht's um ein Album mit Ouvertüren, die die Akademie für Alte Musik Berlin "genial lässig" interpretiert, das Album "Le Fil" der französischen Sängerin Camille, und Live-Mitschnitte von zwei Wiener Opernabenden mit Verdis "Don Carlos": Eine Aufnahme ist von 1970, die andere von 2004.

In der Frankfurter Anthologie stellt Renate Schostack ein Gedicht von Mascha Kaleko vor:

"In meinen Träumen läutet es Sturm.

Sozusagen grundlos vergnügt
Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen
Und daß es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
..."