Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
11.01.2006. Bei Spiegel Online beschreibt Gerd Koenen, wie uns der internationale Terror in die Falle der moralischen Indifferenz geführt hat. Die taz analysiert den Unterschied zwischen Bundesrepublik und Deutschland. Der NZZ fehlten im Kosovo Strom, Jobs und Identität. In der FR erfahren wir, dass die Documenta 2007 irgendwie ein Spannungsfeld zwischen Lokal und Global aufbauen wird. Die FAZ fürchtet angesichts der Honorarforderungen der Übersetzer um das deutsche Verlagswesen. In der Berliner Zeitung erklärt Patrice Chereau, warum er Joseph Conrad verfilmte - wegen seines Satzes: "Wenn ich gewusst hätte, dass Sie mich lieben, wäre ich nie zurückgekehrt."

Spiegel Online, 11.01.2006

"Terrorismus ist weniger eine militärische als eine psychologische Kampfform. Er ist darauf angelegt, einen Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt zu provozieren, durch den sich die Fronten verwischen, Ursachen und Wirkungen verkehren und Konflikte zu einem scheinbar unlösbaren Knoten schürzen. Zu seinen stärksten Wirkungen gehören eine allgemeine moralische Ermüdung und Indifferenz und eine zunehmende Verwirrung der Begriffe und Maßstäbe", schreibt der Historiker Gerd Koenen in einem sehr lesenswerten Essay über die Folgen des islamistischen Terrors: "Wer sind die, die vor laufender Videokamera ihren flehenden Geiseln die Kehlen durchschneiden? Wer lässt Tankwagen auf Marktplätzen explodieren? Wer sprengt sich inmitten einer Hochzeitsgesellschaft oder einer schiitischen Prozession in die Luft? Die Gesichtslosigkeit dieses entgrenzten Terrorismus, dessen Akteure in den internationalen Presseberichten pauschal als 'Rebellen' oder 'Aufständische' bezeichnet und damit bereits geadelt werden, addiert sich zur lähmenden und abstumpfenden Wirkung, die von diesen fast schon stereotypen Schreckensmeldungen und Bildern ausgeht."

NZZ, 11.01.2006

Barbara Spengler-Axiopoulos hat sich (leider nur fürs E-Paper) im Kosovo umgesehen, dem nicht nur Elektrizität und Jobs fehlen, sondern zunehmend auch die eigene Identität. "Seit fünf Jahren steht Kosovo unter internationalem Mandat. Die 'Internationals', wie sie hier genannt werden, sind angetreten, um Demokratie, die Achtung von Minderheiten und Menschenrechte zu vermitteln. Wie aber gelingt so etwas in einer Gesellschaft mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 85 Prozent? In einer Gesellschaft, deren durchschnittliches Jahreseinkommen bei 1000 Euro liegt? In einer Gesellschaft, die zu den jüngsten Europas zählt, da 65 Prozent ihrer Bewohner unter 30 Jahre alt sind? Vielleicht ist es die Gewissheit um die trügerische Gültigkeit eleganter emanzipatorischer Formeln, die junge Kosovaren auf sich selbst zurückgeworfen hat."

Weiteres: Hubertus Adam findet lobende Worte für die KZ-Gedenkstätte Hinzert im Hunsrück, die das Architektenteam Team Wandel, Hoefer, Lorch und Hirsch errichtet hat.

Besprochen werden die Matisse-Ausstellung im Düsseldorfer K20 und Bücher, darunter der vergessene Roman "Wirren" von Henryk Sienkiewicz' und Aram Mattiolis' Studie zu Mussolinis Abessinien-Krieg "Experimentierfeld der Gewalt" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

TAZ, 11.01.2006

Auf den Kulturseiten analysiert Dirk Knipphals in einem Essay die "Heilserwartungen", die mit Kampagnen wie "Du bist Deutschland" und dem "größten WM-Nationalteam aller Zeiten" verknüpft sind, und setzt dieser "Vereinigungsrhetorik" die Erinnerung an eine alte Unterscheidung entgegen. "In der alten, peinlich genauen Unterscheidung von Bundesrepublik und Deutschland war etwas Praktisches eingebaut: eine immer schon existierende Unterscheidung zwischen Staat und Gesellschaft. Und etwas, was man als ein Danebenstehen bei Gemeinschaftsdenken bezeichnen könnte. Während Distanz zu sich selbst früher in diesem Land von sich aus da war, muss sie heute offensichtlich hin und wieder bewusst hergestellt werden."

Mit zwei Beiträgen würdigt die taz den "Erfinder" des LSD Albert Hofmann, der heute seinen 100. Geburtstag feiert. In tazzwei sind Teile eines Interviews zu lesen, das Mathias Bröckers und Roger Liggenstorfer im August 2005 mit Hofmann führten. Darin erklärt er: "Das LSD hat mich gerufen, ich habe es nicht gesucht. Es ist zu mir gekommen, es hat sich gemeldet." Und im Kulturteil erinnert sich Detlef Kuhlbrodt an seine Jugend in den späten Siebzigern, als Drogen noch eine "Probe aufs Exempel, dass man's ernst nahm" waren und LSD "Teil eines auch asketischen Bildungsprogramms" war.

Jochen Schmidt bespricht den Episodenfilm "Lost and Found" von Regisseuren aus sechs osteuropäischen Ländern, in dem das Verhältnis zwischen den Generationen den roten Faden bildet.

Und hier Tom.
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FR, 11.01.2006

In einem Interview gibt der Leiter der nächsten documenta 12 2007 in Kassel, Robert M. Buergel, erste Einblicke in seine Planungen. Genaueres gehe zwar "zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemanden etwas an" und Medienneurosen ("was die Künstlerlisten und solches Zeug betrifft") will er ebenfalls nicht bedienen. Sein Vorhaben, die Stadt Kassel stärker als seine Vorgänger in die Konzeption der Ausstellung einzubeziehen, erläutert er dann so: "Es scheint mir so, als ob in Kassel die höfischen Traditionen sehr verwurzelt sind. Den Leuten wird etwas hingeknallt und sie sollen es akzeptieren. Da ist eine gewisse Skepsis berechtigt." Deshalb solle "eine Ausstellung entstehen, die das lokale Wissen an verschiedenen Orten - und davon ist Kassel einer - zueinander in Beziehung setzt. Um zu zeigen, dass es den Unterschied zwischen lokal und global nicht gibt."

Oliver Herwig porträtiert Münchner Architekturbüros, die sich trotz herrschender Baukrise im teuersten Baubundesland behaupten. Tom Mustroph berichtet über das ambitionierte Festival "Beyond Belonging - Migration2" im Berliner HAU 3. Und in Times mager kommentiert Peter Michalzik die von der Bundesregierung geplante Umbenennung der Deutschen Bibliotheken in Frankfurt und Leipzig in "Deutsche Nationalbibliothek".

Besprochen werden Katharina Wagners Inszenierung von Puccinis "Il Trittico" an der Deutschen Oper Berlin und Bücher, darunter der Roman "Wilde Maulbeeren" von Iman Humaidan-Junis, Sabine Schiffners Roman-Debüt "Kindbettfieber", der Roman "Afterdark" von Haruki Murakami, ein Band mit dem deutschsprachigen Briefwechsel von Iwan Turgenjew, und in der Abteilung Politisches Buch geht es um einen Sammelband zum "Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika 1905-1907" (mehr dazu in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Welt, 11.01.2006

Auf dem Titel einer neuen Biografie wird Ariel Sharon als der Hirte Israels bezeichnet. Das trifft es, meint Meir Shalev, der Onkel der heute bekannteren Autorin Zeruya Shalev. "Es ist bequem, ein Schäfchen zu sein, sich auf den Hirten zu verlassen, der uns auf grüne Auen führt. Aber man darf nicht vergessen, dass dieses Bild mehr enthält als Aue, Wasser und Flöte. Zu den Requisiten dieser Figur gehören auch die Schafschere, die melkende Hand und das Metzgermesser."

Uta Baier hat eine "grandiose" Ausstellung in der Alten Pinakothek in München rund um Adam Elsheimers Bild "Flucht nach Ägypten" anzuzeigen. "Niemand vor oder nach Elsheimer hat den Sternenhimmel so realistisch, so wiedererkennbar genau und wissenschaftlich richtig gemalt wie Adam Elsheimer aus Frankfurt im Jahr 1609. Deshalb wurde sein Bild mit den 1200 Einzel- und den 1500 Milchstraßensternen nun mit Computerbildern des Sternenhimmels von 1609 verglichen. Mit dem Ergebnis: Elsheimer hat den Himmel über Rom in der Nacht des 16. Juni 1609 um exakt 21.45 Uhr gemalt. In der Nacht vor der Vollmondnacht. Mit einem Mond, voller Krater, wie man ihn nur durch ein Fernrohr erkennen kann und wie ihn Galileo Galilei sehr genau in seiner Schrift 'Sidereus Nuncius' (Von neuen Sternen) beschrieben hat. Die erschien allerdings erst 1610. Deshalb kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass Elsheimer vor Galilei durch eines der gerade erfundenen und noch ganz seltenen Fernrohre gesehen hatte."

Weiteres: Thea Dorn wettert über Peter Schneider und dessen antistaatlichen Beißreflex, den der Schriftsteller bei einer Fernsehdiskussion über den baden-württembergischen Test für muslimische Einwanderer in der ARD gezeigt habe. Hollywood wird wieder politischer, kündigt Hanns-Georg Rodek an, der die filmische Schockstarre nach dem 11. September überwunden sieht. Uwe Schmitt annonciert die US-Fernsehserie "The Book of Daniel", in der ein lasterhafter Priester mit den Übeln des normalen Lebens kämpft. Eckhard Fuhr lobt die "geistige Frische", mit der Marcel Reich-Ranicki die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin entgegen nahm. Matthias Heine nimmt den hundertsten Geburtstag des LSD-Erfinders Albert Hofmann zum Anlass, zu erzählen, wie Cary Grant Babybeine sah. Rainer Haubrich gibt der seitens der Bundesregierung geplanten Umbenennung der "Deutschen Bibliothek" in "Deutsche Nationalbibliothek" sein Placet.

Im Medienteil stellt Axel Rothkehl das noch sehr improvisierte afghanische Staatsfernsehen vor, das mit deutscher Hilfe unter anderem "Wer wird Millionär" senden will. In der einzigen Besprechung preist Josef Engels den Auftakt der "Swing Legenden"-Tour im Berliner Friedrichstadtpalast mit Paul Kuhn, Max Greger und Hugo Strasser als "medizinisches und musikalisches Wunder".

Berliner Zeitung, 11.01.2006

Im Gespräch mit Gerhard Midding erklärt der französische Regisseur Patrice Chereau, warum er sich gerade Joseph Conrads Novelle "Die Rückkehr" als Vorlage für seinen neuen Film "Gabrielle" ausgesucht hat: "Es geht um Menschen, die erkennen müssen, wie sehr sie in ihrer Ehe ihren Körper und ihre Gefühle ignoriert haben. Mich hat die ungeheuere psychologische Einsicht Conrads fasziniert, die sich in dem einen verblüffenden Satz zeigt, den sie in der Novelle sagt: 'Wenn ich gewusst hätte, dass Sie mich lieben, wäre ich nie zurückgekehrt.' Dieser Satz hat für mich den Ausschlag gegeben, 'Gabrielle' zu drehen."
Stichwörter: Patrice Chereau

SZ, 11.01.2006

Andrian Kreye beschreibt, wie und warum einige amerikanische und kanadische Universitäten gegen den Coca-Cola-Konzern mobil machen und zum Boykott sämtlicher Coca-Cola-Produkte aufrufen, was in der Konzernzentrale in Atlanta allmählich für Beunruhigung sorgt. So prangerten Studenten an, Coca Cola senke in Indien mit "Tiefenbohrungen für die Limonadenproduktion den Grundwasserspiegel. Richtig gravierend sind jedoch die Vorwürfe gegen die Probleme des Konzerns in Kolumbien. Dort ist die lokale Gewerkschaft der Lebensmittelindustrie in schwere Not geraten, weil örtliche Abfüllunternehmen Todesschwadronen angeheuert haben, die Gewerkschaftler nicht nur unter Druck setzten, sondern sogar ermordeten."

Weiteres: Reinhard Seiss beschreibt den Aufbau der Frauenkirche in Dresden als Anfangspunkt einer "städtebaulichen Vergangenheitsbewältigung im Sinne der Rekonstruktion". Thomas Steinfeld berichtet über die Übergabe des künftigen Literaturmuseums der Moderne in Marbach (Bilder hier), einen Neubau des englischen Architekten David Chipperfield. Der Literaturwissenschaftler Winfried Mennighaus beklagt die "Systematisierung der Zweitklassigkeit", die den Geisteswissenschaften im Zeichen der "Drittmittel" drohe. Jörg Magenau informiert über die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Marcel Reich-Ranicki durch die FU Berlin. Elisabeth Kinderlen resümiert eine Diskussion zwischen iranischen und deutschen Juristen über Menschrechte, die an der Universität von Isfahan, das in diesem Jahr Kulturhauptstadt der arabischen Länder ist, und einer Delegation aus der deutschen Partnerstadt Freiburg stattfand.

Der Politologe Franz Walter warnt vor der geplanten Verkleinerung seines Fachbereichs an der Universität Göttingen und der Streichung der Parteienforschung. Sonja Zekri berichtet über den Umgang mit der Entsorgung von Denkmälern der Diktatur im Irak. Jürgen Schmieder erklärt die "autonom agierende Aufzeichnungsform" von TiVo, einem DVD-Zusatzgerät, das die Sehgewohnheiten seines Besitzers erkennt und seinem Aufzeichnungs-Automatismus anpasst. Johan Schloemann schließlich kommentiert die geplante Umetikettierung der "Deutschen Bibliothek" in Frankfurt und Leipzig zur "Deutschen Nationalbibliothek".

Auf der Medienseite berichtet Hans Leyendecker von dem Interview, dass Susanne Osthoff in der Sendung "Beckmann" gab. Glaubwürdig, aber merkwürdig fand er es. Gemeldet wird, dass die KEK Springers Übernahme von Pro Sieben Sat 1 abgelehnt hat, weil ihr ein Marktanteil von 42 Prozent eindeutig zu viel gewesen wäre.

Besprochen werden die Ausstellung "Planeten und Placenten" am Medizinhistorischen Museum der Berliner Charite, der Film "Get Rich or Die Tryin" des Rappers 50 Cent und Bücher, darunter die Geschichte der Prinzessin Salima, die als Emily Ruete starb und der Roman "Die Leidensblume von Nattersheim" von Martina Kieninger. (siehe hierzu unsere Bücherschau des Tages ab 14 Uhr)

FAZ, 11.01.2006

Der Streit zwischen Verlagen und Übersetzern über die angemessene Entlohnung von Übersetzungen wird immer häufiger vor Gericht ausgetragen. Hannes Hintermeier stellt in einer Recherche den Standpunkt der Verleger dar und beruft sich auf Michael Krüger vom Hanser Verlag, der darlegt, dass die Übersetzungskosten bei einem Bestseller wie Anna Gavaldas "Zusammen ist man weniger allein" nach den Vorstellungen der Übersetzer von 29.000 auf 70.000 Euro steigen würden. Hintermeier schließt: "Das Bild, dass alle Übersetzer am Hungertuch nagten, ist sicher nicht zutreffend. Gute Übersetzer haben ihren Markt und ihre vielfältigen Verdienstmöglichkeiten; einige wenige (und nicht nur der Übersetzer von 'Harry Potter') sind zu einigem Wohlstand gelangt; denn bei sechsstelligen Auflagen sind auch Beteiligungen von einem halben Prozent lukrativ. Besonders erbost es deshalb den Hanser-Verleger, wenn gutsituierte Leuchttürme der Branche als Unkenrufer durchs Land zögen und verbreiteten, sie arbeiteten drei Tage an einer Seite und bekämen dafür achtzehn Euro."

Weitere Artikel: Andreas Kilb erledigt mit Anmut die Aufgabe, einen 200-zeiligen Aufmacher über die Ehrendoktorwürde der Freien Universität für Marcel Reich-Ranicki zu schreiben. Michael Jeismann zitiert aus einem Liberation-Artikel des "Shoa"-Regisseurs Claude Lanzmann, der in dem französischen Historikerstreit über Geschichtsgesetze für das Gesetz eintritt, das die Leugnung des Holocaust unter Strafe stellt. Lorenz Jäger gratuliert dem LSD-Erfinder Albert Hofmann zum Hundertsten. Heinrich Wefing zitiert aus einem Dossier, in dem Streiter für den Palast der Republik Vorwürfe gegen die Befürworter eines wiederaufgebauten Stadtschlosses erheben. Jürgen Kaube mokiert sich über ein Gutachten der Beraterfirmna Illuminate Consulting Group zum Exzellenzwettbewerb deutscher Hochschulen, der vom Bund beschlossen wurde (hier die Artikel aus dem Tagesspiegel, die Kaube inspirierten). Felicitas von Lovenberg zitiert aus einem Interview mit J.K. Rowling im Daily Telegraph, wo einiges über die Pläne der Autorin für die Zeit nach "Harry Potter" zu erfahren ist. Jordan Mejias zitiert aus einem Plädoyer des Architekturkritikers der New York Times Nicolas Ourosoff für die Erhaltung des Palastes der Republik.

Auf der Medienseite schildert Jürg Altwegg den Aufruhr in der Schweiz um ein von einem Ringier-Blatt veröffentlichtes Papier des schweizerischen Geheimdienstes, welches über die Existenz amerikanischer Geheimgefängnisse in Osteuropa spekuliert. Jordan Mejias berichtet, dass Wilfried Huismanns Reportage "Rendezvous mit dem Tod" über den angeblich von Castro in Auftrag gegebenen Mord an John F. Kennedy in amerikanischen Medien auf gar keine bis laue Reaktionen stieß. Und Michael Hanfeld kommentiert das Votum der "Kommission zur Ermittlung der Konzentration" (Kek) gegen die Fusion des Springer Verlags mit Pro 7 Sat 1.

Für die letzte Seite besucht Swantje Karich das Lausitzer Dorf Neu Horno, das anstelle des von Braunkohlebaggern gegen den erbitterten Widerstand der Bewohner abgerissenen Dorfs Horno aufgebaut wurde. Paul Ingendaay untersucht die Auswirkungen des spanischen Antirauchergesetzes auf den Alltag. Und Anette Zerpner stellt die Bestsellerautorin Leonie Swann vor, die in ihrem Krimi "Glennkill" ein Schaf zum Ermittler machte.

Besprochen werden eine umfassende Retrospektive des Malers Franz Gertsch in Bern, die Antwerpener Ausstellung "Glaube Macht Kunst" (mehr hier) über die Auswanderung verfolgter Flamen nach Frankfurt im 16. Jahrhundert und die Verfilmung von John Le Carres Roman "Der ewige Gärtner".