Vorgeblättert

Hannelore Cayre: Das Meisterstück

16.07.2008. Christoph Leibowitz, gerade aus dem Knast entlassen, arbeitet wieder als Anwalt. Einer seiner ersten Klienten ist wegen Bilderraubs angeklagt. Die Beute darf nicht gefunden werden, und so holt Leibowitz mit dem Faschisten Lazare und der jüdischen Maklerin Nicole die Bilder aus ihrem Versteck. Und was finden sie? Einen bildschönen Schiele. Lesen Sie einen Auszug aus Hannelore Cayres Krimi "Das Meisterstück".
Hannelore Cayre: Das Meisterstück
Ein Fall für Leibowitz. Roman
Aus dem Französischen von Rudolf Schmitt.

Unionsverlag, Zürich 2008.
128 Seiten, broschiert, 14,90 Euro.

Erscheint am 26. Juli 2008

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Zum Buch: Christoph Leibowitz, das liebenswerte Scheusal, ist frisch aus dem Gefängnis entlassen und versucht, als Advokat der kleinen Gangster und Ganoven wieder Fuß zu fassen. Als einer seiner Stammkunden wegen eines aufsehenerregenden Bilderraubs in die Mühlen der Pariser Justiz gerät, findet er sich unversehens mitten in einer Raubkunst-Affäre, die bis in die besten Kreise und die dunkle Vergangenheit Frankreichs reicht.
Wie kommt es, dass das geraubte Gemälde seines heiß geliebten Schiele in keinem Werkverzeichnis auftaucht? Aktenkundig ist nur, dass zuletzt Hermann Göring ein Auge darauf geworfen hatte. Sicher ist sicher, denkt sich Leibowitz, und schafft den erotischen Mädchenakt vorsichtshalber erst mal in seine Wohnung ...


Zur Autorin: Hannelore Cayre, geboren 1963 als Tochter einer österreichischen Mutter - was den nicht allzu französischen Vornamen erklärt - ist Strafverteidigerin, schreibt Romane und lebt mit ihrer Familie im 19. Arrondissement von Paris. Davor war sie Finanzchefin bei einer Filmproduktionsfirma und nebenbei Filmemacherin, ihr Kurzfilm "Albertina a magri" wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Allerdings fing das Finanzwesen an, sie zu langweilen; die Juristerei hingegen wurde ihr immer faszinierender. Cayre spezialisierte sich auf Strafrecht und wurde Pflichtverteidigerin - genau in dem Milieu, das sie in ihren Romanen um den Anwalt Christophe Leibowitz beschreibt: an den Rändern der Gesellschaft, dort, wo man als Honorar manchmal in Naturalien bezahlt wird - eine Kiste Tomaten, Knoblauch oder Hühner. "Als Strafverteidigerin in Creteil arbeitet man mit und in dem Milieu, das aus der Immigration entstanden ist", sagt sie und findet dieses Milieu faszinierend und spannend.
(Foto: Hermance Triay)

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