Heute in den Feuilletons

Der Westen erzittert vor Ekel

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
18.12.2010. In der taz fragt Tom Tykwer, warum zum Teufel man im Film eigentlich nicht denken dürfen soll. In der Berliner Zeitung meint Sophie Rois: Können wir langsam mal über die Liebesheirat wegkommen? Die Presse überlegt, warum der Begriff "Islamophobie" so geliebt wird. In der Welt beschreibt Viktor Jerofejew den Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Liberalen in Russland. In der SZ feiert Evgeni Morozov DDoS-Attacken als neue Form digitalen Widerstands. Die FAZ berichtet über die Exhumierung von Mordopfer des Spanischen Bürgerkriegs.

TAZ, 18.12.2010

Regisseur Tom Tykwer reagiert im Interview über seine neue Filmkomödie "Drei" leicht allergisch auf die Vorhaltung des Interviewers, er fühle sich durch das Theoretisieren im Film manchmal ein wenig belehrt: "Ich frage mich, warum solche Texte im Kino so schnell Aversionen auslösen. Denken spielt in diesem Film eine große Rolle. Das passiert nicht alles aus Instinkt, das sind doch Leute, die sich eben auch intellektuell mit Gegenwartsfragen auseinandersetzen. Das schießt doch nicht nur so rein, sondern gehört zu ihrer Persönlichkeit. Ich würde gerne den Widerstand gegen so was aufbrechen, weil solche Gespräche doch auch zu unserem Alltag gehören."

Maria Rossbauer stellt die New Yorker Künstlerin Laura Splan vor, deren mit Strukturbildern von Viren bestickte Deckchen ("Doilies") sogar unter Naturwissenschaftlern ein Renner sind: "Der Liebling der Künstlerin ist das Herpes-Virus. Es hat die schönsten Spitzen und ist am dekorativsten, sagt Splan. Seine Hülle sieht aus wie eine Blumenwiese, das Genom räkelt sich in der Mitte wie ein Spinnennetz."

Weitere Artikel: Ralf Sotschek besucht den Künstler Brian McCarthy, bei dem die irische Staatspleite einen Kreativitätsschub ausgelöst hat. Arno Frank hat sich mit Bono und Sting getroffen um herauszubekommen, warum ersterer so erfolgreich ist, letzter ständig kritisiert wird. In der Kolumne "Leuchten der Menschheit" erzählt Andreas Fanizadeh, was er aus Parsua Bashis gerade als Buch erschienenen "Briefen aus Teheran" gelernt hat: "Wo viele Verbote, da viel Opposition. ... Bis zur Islamischen Revolution vor 31 Jahren tranken nur wenige. Heute besäuft sich halb Teheran und panscht munter vor sich hin." Dietmar Kammerer schreibt den Nachruf auf Blake Edwards. Dirk Knipphals kommentiert den Wechsel des Zeit-Feuilletonchefs Florian Illies zum Auktionshaus Villa Grisebach: "Illies soll bei Grisebach vor allem für die Kunst des 19. Jahrhunderts zuständig sein. Sein Nachfolger bei der Zeit hat einen größeren Aufgabenbereich vor sich."

Besprochen werden die CD-Box "... next Stop is Vietnam" und Bücher, darunter Age Bringsvaerds Erzählung "Die Frau, die allein ein ganzer Tisch war" und Nicholas Carrs Buch "Wer bin ich, wenn ich online bin ...: und was macht mein Gehirn solange?" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Und Tom.

Berliner Zeitung, 18.12.2010

Was ist Familie heute? Sagt Sophie Rois, die in Tom Tykwers Filmkomödie "Drei" eine Frau zwischen zwei Männern spielt, im Interview: "Ich denke, eine Familie funktioniert, wenn sie eine Art ökonomisches Projekt zum Wohle aller ist. Die Liebesheirat ist wie das psychologische Theater, eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, man könnte langsam drüber wegkommen. Unser Filmpaar verhält sich in Liebesdingen jedenfalls nicht naiv, es gibt da eine ständige Auseinandersetzung. Sie wissen, was sie aneinander haben."

Weitere Medien, 18.12.2010

In der Presse greift Anne-Catherine Simon Pascal Bruckners Kritik im Perlentaucher am Begriff "Islamophobie" auf und schildert die Entwicklung dieses Begriffs: "2001 schließlich anerkannte die UNO 'Islamophobie' offiziell als dem Antisemitismus gleichrangige Form des Rassismus. Muslimische Staaten verlangten damals, 'Islamophobie' sollte jegliche Kritik am Islam umfassen, was tat die UNO also? Sie definierte den Begriff überhaupt nicht. Seitdem haben fast alle Berichte zur 'Islamophobie' eines gemeinsam: die Klage darüber, dass niemand genau weiß, wovon die Rede ist - oder sein soll. Und genau deswegen wird die 'Islamophobie' wohl so geliebt: Sie eignet sich dazu, jede Islam-Kritik als unbegründete Aggression gegen Menschen zu verunglimpfen."

Im Perlentaucher hat der österreichische Politikwissenschaftler Farid Hafez den Begriff verteidigt: "Die Islamophobie weist je nach Definition Überschneidungen mit dem Phänomen des Rassismus auf. Wichtiger als die Debatte über den Begriff, der in akademischen Kreisen zur Genüge diskutiert wird, erscheint mir für die öffentliche Debatte die Notwendigkeit der Benennung. Solange das Phänomen der Islamophobie nicht als solches benannt wird, solange wird es auch kein Bewusstsein für die derzeit existierende Feindschaft gegenüber MuslimInnen und ihrer Religion geben."
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Welt, 18.12.2010

In Russland tobt ein Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Liberalen, informiert uns in der Literarischen Welt der Schriftsteller Viktor Jerofejew: "Der Westen erzittert vor Ekel und schreibt die Vorgänge der autoritären Natur des Putin-Regimes zu. Das ist eine oberflächliche Meinung. Tatsächlich ist es so, dass sich Russland im Verlaufe seiner Geschichte als abgeschlossener Mythos formiert hat. Dieser Mythos gründet sich auf den sakralen Charakter der obersten Staatsmacht und auf die Idee der freiwilligen Unterordnung des Menschen unter die staatlichen Interessen. Der religiöse Aspekt dieses Mythos schließt das Überlegenheitsgefühl der Orthodoxie über die anderen Konfessionen als einzig wahre nationale Religion ein. Dieser Mythos stützt sich auf das Gefühl des Stolzes auf das riesige Land, in dem ein imperiales Bewusstsein herrscht. Der Russland-Mythos hat sein eigenes Helden-Pantheon, einschließlich Stalin als Gottheit."

Im Interview stellt der Autor Martin Mosebach klar, dass man dem Biedermeier wirklich Unrecht täte, vergliche man es mit der heutigen verzagten Zeit: "Leben wir etwa in der Zeit einer bestimmten Erwartung? Wenn überhaupt, dann eher in einer angstvollen Erwartung. Wir fühlen gegenwärtig eine Unlust, uns mit der Zukunft zu beschäftigen. Wir sehen in ihr etwas eher Unangenehmes und genießen mit Blick auf die Zukunft den Status quo."

Besprochen werden unter anderem Nabokovs Roman "Ada" und Dan Diners Epochengemälde "Zeitenschwelle.

In der Kultur verabschiedet Hanns-Georg Rodek den Regisseur Blake Edwards, der Hollywood im Alleingang ein "zweites Goldenes Zeitalter" beschert habe. Im Randkommentar geißelt Stefan Grund die "kunstfeindliche Politik" und das "gemeingefährliche Tun" des Hamburger Kultursenators Reinhard Struth. Sascha Lehnartz traf in Paris den Schriftsteller und Journalisten Georg Stefan Troller zu Croissant und Cafe Creme. Besprochen wird Antu Romero Nunes' offenbar mitreißende Inszenierung von Ibsens "Peer Gynt" am Frankfurter Schauspiel.

Aus den Blogs, 18.12.2010

David Berger schildert in seinem Buch "Der heilige Schein - Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche" auch die extrem konservativen Kreise der katholischen Kirche, die sich in Privatzirkeln organisieren und in die er Einblick hatte. Im Telepolis-Interview mit Reinhard Jellen umreißt er ihre Ideologie so: "Antisemitische Äußerungen waren hier an der Tagesordnung. In Verbindung mit einer Abneigung gegen die liberalen Werte des Westens bereiteten diese natürlich eine Stimmung, die wiederum Sympathien für den fundamentalistischen Islam provozierte. Dort mache man mit seiner Ablehnung der 'Diktatur des Relativismus' noch konsequent Ernst."
Stichwörter: Islam, Relativismus

FR, 18.12.2010

Berlin bekommt die Sammlung Pietzsch geschenkt, berichtet Ingeborg Ruthe und sieht die Stadt jetzt auch am Zuge: "Der 80-jährige Unternehmer Heiner Pietzsch erklärt: 'Ja, meine Frau und ich schenken unsere Sammlung der Stadt Berlin. Aber: Nicht fürs Depot. Das beleidigt die Bilder!" Stefan Keim bilanziert die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 und sieht die Erfolge - von den Museumsneubauten abgesehen - vor allem im Unspektakulären. Daniel Kothenschulte schreibt zum Tod des Hollywood-Regisseurs Blake Edwards.

Besprochen werden Ibsens "Peer Gynt" in der Inszenierung des "Radikal-Poeten" Antu Romero Nunes in Frankfurt, AndrewLloydWebbers "Evita"-Musical in der Alten Oper Frankfurt sowie das Hörbuch von und über Jürgen Fuchs "Das Ende einer Feigheit" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

NZZ, 18.12.2010

In Literatur und Kunst erklärt der Hirnforscher Ernst Pöppel im Interview, wie das Gehirn funktioniert und warum man möglichst früh möglichst viel lernen sollte: "Der beste Schutz gegen Alzheimer besteht darin, in den frühen Phasen des Lebens viel zu lernen. Dann verfügt man nämlich über genügend Ressourcen, um dem Untergang von Nervenzellen zu trotzen. Verhindern kann man diesen zwar nicht, aber doch ausgleichen."

Außerdem: Marion Löhndorf begutachtet das frisch renovierte Savoy-Hotel in London ("Die Patina ist weg.") Thomas Laux schreibt zum 100. Geburtstag von Jean Genet. In den "Bildansichten" betrachtet Martin R. Dean Christian Vogts "Windbild".

Im Feuilleton erzählt Klaus Merz von seinem digitalen Alltag. Andrea Köhler berichtet aus den USA über den neu entfachten Kulturkrieg um "religiöse Gefühle". Susanne Ostwald schreibt zum Tod des amerikanischen Filmregisseurs Blake Edwards.

Besprochen werden eine Ausstellung zum 150. Geburtstag des Badener Architekten Karl Moser im Kunsthaus Zürich, die Uraufführung von Kristof Magnussons "Das war ich nicht" in Basel und Rolf Haufs' Gedichtband "Tanzstunde auf See" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

SZ, 18.12.2010

Für genau die richtige Form digitalen Widerstands hält Evgeni Morozov (Homepage) das Hacker-Kampfmittel DDoS-Attacken (also den Beschuss von Servern mit massenweise Anfragen) gegen übermächtige Gegner: "Wenn es richtig gemacht wird, könnte DDoS das dringend benötigte Mittel gegen die oberflächliche und sterile Politik von Facebookgruppen und -petitionen sein, in denen die Teilnehmer nichts wagen und keine Opfer bringen. Sicherlich besteht immer die Gefahr, dass DDoS-Angriffe in Selbstjustiz abgleiten. Die besteht aber auch bei jeder Form von realen Protesten oder Demonstrationen. Das ist der Preis, den wir dafür bezahlen, dass wir nicht in einem Polizeistaat leben. DDoS ist wie alle anderen Formen von Protest chaotisch. Aber es wird immer Gelegenheiten geben, zu denen der Gebrauch von 'DDoS-Justiz' berechtigt ist - besonders in unserer zunehmend vernetzten Welt." (Hier der Originalartikel bei Slate.)

Weitere Artikel: Recht kritisch kommentiert Helmut Kerscher ein aktuelles BGH-Urteil, das der Fotoagentur Ostkreuz den Verkauf von Aufnahmen untersagte, die sie auf dem einer privaten Stiftung gehörenden Grundstück des Parks Sanssouci machte (mehr hier). Susanne Kleiber begleitet die 82jährige Koreanerin Soo-San Lee beim vergeblichen Bemühen, von Japan eine Entschuldigung dafür zu bekommen, dass man sie dort im Zweiten Weltkrieg zur Prostitution gezwungen hat. Jens Bisky kann vermelden, dass vom Berliner Stadtschloss nun immerhin zehn offiziell verkündete Thesen stehen. Über die Übernutzung der Landschaft im Grödnertal klärt Reinhard Seiss auf. Ina Hartwig erinnert an den vor hundert Jahren geborenen französischen Autor Jean Genet

Im Pro- und Contra-Aufmacher der SZ am Wochenende erklären Annette Rammeslberger und Patrick Illinger, warum wir angesichts der Terrordrohungen zu sorglos bzw. zu ängstlich sind. Antje Wewer porträtiert die Schauspielerin Sophie Rois, die in Tom Tykwers in der kommenden Woche anlaufendem Film "Drei" eine Frau zwischen zwei Männern spielt. Auf der Historienseite gibt es eine kleine Geschichte enthüllter Staatsgeheimnisse. Eva Karcher unterhält sich mit dem Maler Eberhard Havekost übers "Sehen".

Besprochen werden ein Konzert des br-Sinfonieorchesters unter Mariss Jansons mit dem Pianisten Lars Vogt, die Ausstellung "1861 - Pittori del Risorgimento" in den Scuderie des Quirinals in Rom, die Ausstellung mit Arbeiten des israelischen Künstlers Absalon in den Berliner Kunst-Werken, Teresa Margolles Ausstellung "Frontera" im Fridericianum in Kassel, das neue Videospiel "Mickey Epic", mit der die in die Jahre gekommene Maus aufgemöbelt werden soll, Sarah Leonors "Au voleur", der letzte Film, in dem der früh verstorbene Guillaume Depardieu mitspielte, und das Jürgen-Fuchs-Hörbuch "Das Ende einer Feigheit" (mehr dazu in der Bücherschau ab 14 Uhr).

FAZ, 18.12.2010

Vor zehn Jahren begann man in Spanien, Mordopfer des Spanischen Bürgerkriegs zu exhumieren. Doch es ist nicht der Staat, es sind meist die Familien, die sich jetzt erst trauen, die sterblichen Überreste ihrer Angehörigen zu suchen, erzählt Paul Ingendaay in einer sehr lesenswerten Reportage für Bilder und Zeiten: "Seit dem Sommer 2006 haben mir verschiedene Familien von ihren verschwundenen Angehörigen erzählt, doch immer noch berührt mich die Heftigkeit, mit der siebzig Jahre nach dem Mord die Emotionen hervorbrechen. Es sind keine ganz eindeutigen Gefühle. Oft mischt sich die Erleichterung, endlich reden zu können, mit der doppelten Scham, so lange gelitten und so lange geschwiegen zu haben, und dazu kommt manchmal die Angst, die Täter von damals könnten zurückkehren, um den Geheimnisverrat zu rächen." (Dazu eine kleine Anmerkung: Vor einem Jahr, auf einer Podiumsveranstaltung in Bratislava, sprach sich Adam Michnik vehement gegen die Öffnung der polnischen Geheimdienst-Unterlagen aus und pries Spanien als Vorbild für seinen Umgang mit der Vergangenheit, mehr hier.)

Weitere Artikel: Jordan Mejias besucht die Barnes Foundation bei Philadelphia, deren Kunstsammlung demnächst gegen den Willen des Erblassers in ein neues Museum umziehen muss. Andreas Platthaus berichtet von Neo Rauchs Ausflug nach Paris - "im halblangen eleganten Mantel und in schmalen Krokodillederschuhen" - wo drei seiner Bilder in der Residenz des deutschen Botschafters gezeigt werden. Robert De Niro spricht im Interview übers Schauspielern und Regie führen.

Für das Feuilleton schickt Christoph Hein eine Reportage über deutsche Rentner in Goa, die sich beklagen, dass die Inder ihnen ihr Paradies kaputt machen. Jürgen Dollase geißelt den kulinarischen Populismus in Deutschland, "wo sich gravierende Unkenntnis der Materie aufs Unschönste mit dem unerfreulichen alten Deutungs- und Dominanzgehabe paart". Hm. Christian Wildhagen lässt sich vom Dirigenten Enoch zu Guttenberg haarklein erklären, wie man Bachs Weihnachtsoratorium hört ohne sich "dumpfen Konsumverhaltens" schuldig zu machen. Maria Gazzetti übernimmt die Leitung des Lyrik-Kabinetts in München, meldet Astrid Kaminski. Michael Althen schreibt den Nachruf auf Blake Edwards.

Auf der Medienseite berichtet Karen Krüger über die türkische Fernsehserie "Fatmagül'ün Sucu Ne?" - "Was ist Fatmagüls Verbrechen?", in der es um die Vergewaltigung einer jungen Frau geht und die Folgen. Wobei die 4-minütige Vergewaltigungsszene offenbar besonders liebevoll inszeniert wurde. Die Zuschauer waren begeistert, erzählt Krüger: "Inzwischen kann man in Istanbul Unterwäsche kaufen, auf denen der Titel der Serie zu lesen ist. Es gibt Fatmagül-Sexpuppen, mit denen man zu Hause die Vergewaltigung nachspielen kann. Es gibt ein Online-Spiel, bei dem die Nutzer eine Zeichentrick-Fatmagül ausziehen können..." Und auf Youtube ist die Szene der Renner.

Besprochen werden Antu Romero Nunes' Inszenierung von Ibsens "Peer Gynt" im Schauspiel Frankfurt (Tilman Spreckelsen winkt ab), Janelle Monaes Konzert in Berlin eine CD von Ben L'Oncle Soul (hier), eine Box mit sämtlichen RIAS-Aufnahmen mit Hans Knappertsbusch und den Berliner Philharmonikern 1950 bis 1952 und Bücher, darunter Nabokovs "Ada oder das Verlangen" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

In der Frankfurter Anthologie stellt Silke Scheuermann ein Gedicht von Theodor Storm vor:

"Weihnachtabend
Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
Der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war's; durch alle Gassen scholl
Der Kinderjubel und des Markts Gebraus.
..."