Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
19.07.2007. Die FAZ weiß ganz genau, warum Professor Peter Steinbach von Karlsruhe nach Mannheim geht, aber sonst hat sie nichts gegen den Mann. Die taz plädiert für mehr Akkuratesse im deutschen Journalismus. Die Zeit bringt ein Spezial zu den unweigerlich kommenden olympischen Spielen in Peking. Die Welt bringt eine Streitschrift Wolfgang Sofskys gegen den gläsernen Bürger, der sich mit seiner Transparenz auch noch anfreundet.

TAZ, 19.07.2007

Michael Backmund von der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) kritisiert im Interview auf der Meinungsseite heftig die "seriösen" Presseagenturen und ihre Falschmeldungen über Heiligendamm. Beispiel dpa: "Am Samstag war von 433 verletzten Polizisten die Rede, davon mindestens 32 Schwerverletzten. In Wahrheit wurden rund 158 Beamte behandelt, zwei davon stationär, nur einer blieb über Nacht in der Klinik. Also keine Schwerverletzten, die meisten wurden sogar durch ihr eigenes CS-Gas verletzt, dessen Einsatz meiner Ansicht nach innenpolitisch unbedingt verboten werden muss. Viele Medien haben diese falschen Zahlen übernommen, ohne sie zu prüfen und ohne die Quelle anzugeben." Dass sich die dpa später entschuldigte, macht die Sache für Backmund nicht viel besser: "Teilweise geistern diese Zahlen noch heute durch Online-Seiten renommierter Medien. Eine Entschuldigung klingt zwar schön, kann aber die globale Desinformation nicht mehr revidieren."

Monika Griefahn eröffnet eine Debattenreihe über den Umgang mit Sexismus, Rassismus und Homophobie im HipHop mit einer beherzten Kritik an der Heuchelei einiger Rapper: "In seinem sogenannten Arschficksong rappt Sido: 'Katrin hat geschrien vor Schmerz, aber mir hat es gefallen', 'ihr Arsch hat geblutet, doch ich bin gekommen'. In einem Bravo-Gespräch bekannte er, er würde es seinem eigenen Sohn nicht erlauben, diesen Titel zu hören. Gleichzeitig bestreitet er, dass seine Texte Jugendliche in ihrer Entwicklung stören könnten."

Im Kulturteil schickt Tobias Rapp Reiseeindrücke aus Peking, wo ihn besonders ein chinesischer Graffity-Künstler beeindruckt hat, dessen Vater Kalligraf war. (Erstaunlich, wieviele deutsche Journalisten gerade in Peking unterwegs sind!) Andreas Klaeui berichtet vom Theaterfestival d'Avignon. Besprochen werden Eric Khoos Film über eine Taubblinde "Be With Me", Bernd Böhlichs Arbeitslosenkomödie "Du bist nicht allein" und Rudolf Thomes Film "Detektive".

Schließlich Tom.

Welt, 19.07.2007

Die Welt druckt einen Auszug aus Wolfgang Sofskys Streitschrift "Verteidigung des Privaten", in der der Soziologe davor warnt, mit der Privatheit auch die persönliche Freiheit aufzugeben: "Trotz gelegentlichen Missmuts schätzt der gläserne Bürger die Erleichterungen des digitalen Zeitalters. Ohne Bedenken verzichtet er darauf, unbeobachtet, anonym, unzugänglich zu sein. Für den Verlust der persönlichen Freiheit fehlt ihm der Sinn. Er ahnt nicht einmal, dass es etwas zu verteidigen gilt. Zu wenig liegt ihm an seiner Privatsphäre, als dass er sie auf Kosten anderer Vorteile schützen wollte. Privatheit ist kein politisches Programm, das Wählerstimmen einbringen könnte. Der Schutz des Geheimnisses ist keine Aufgabe, die in Gesellschaften mit penetranter Öffentlichkeit Zustimmung finden könnte. Das Bedürfnis, in Ruhe gelassen zu werden, ist kaum verbreitet. Zutiefst widerspricht es einem Zeitgeist, der alles und jedes zum Politikum erklärt und Bekanntheit höher schätzt als Privatheit."

In einem weiteren interessanten Text geht Gerhard Gnauck auf neue Debatten in der Ukraine zur Rolle der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) ein, die im nationalen Selbstfindungprozess eine große Rolle spielt. Immer mehr ukrainische Historiker weisen die Vorwürfe, die UPA habe mit den Deutschen bei der Vernichtung der Juden kollaboriert, als sowjetische Propaganda zurück. In der Randglosse verarbeitet Wieland Freund die Meldung, dass es ein erstes Exemplar vom Samstag erscheinenden Harry Potter VII im Netz aufgetaucht ist. Uta Baier unterhält sich mit dem Historiker Andreas Hüneke über die Nazi-Ausstellung "Entartete Kunst", die vor siebzig Jahren eröffnet wurde. Hendrik Werner erinnert an den vor fünfzig Jahren gestorbenen Autor Curzio Malaparte, den er liebevoll als "Frontschwein und Hundenarr" tituliert.

Besprochen werden das Tanzfestival von Montpellier, Bernd Böhlichs Hartz-IV-Romanze "Du bist nicht allein", die Komödie "Kann das Liebe sein?" und Lee Tamahoris Film "Next".

NZZ, 19.07.2007

Joachim Güntner beschreibt den Prozess der Akkulturation von Migranten: "... ob im Konsens oder im Konflikt: Akkulturation geschieht. Sie ist das, was passiert, wenn die Ditib eine zentrale deutsche Großmoschee plant, Ralph Giordano den Protest dagegen popularisiert und verschärft, sich kulturkämpferische Fraktionen bilden und doch auch zugleich die Fronten in Bewegung geraten, der Bauherr eine Verkleinerung der Minarette erwägt, lokale christliche Gemeinden Kollekten für das muslimische Projekt veranstalten, andere Bürger wiederum Überfremdungsängste artikulieren."

Weiteres: Martin R. Dean liefert seine Version vom letzten Harry-Potter-Band. Besprochen werden eine Ausstellung mit Werken des österreichischen Bildhauers Fritz Wotruba im Kunsthaus Zug, Lee Tamahoris Film "Next", Detlev Bucks amüsanter Familienfilm "Hände weg von Mississippi" und Bücher, darunter Luigi Malerbas Roman "Römische Gespenster" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Zeit, 19.07.2007

In einem Jahr finden in Peking die Olympischen Spiele statt. Das Zeit-Feuilleton hat sich auf einen zweiwöchigen Betriebsausflug zur Mitte der Welt begeben und die Lage vor Ort erkundet. Online dürfen wir daran allerdings nicht teilhaben.

Wang Xiaoshan, Redakteur beim Sportmagazin Tiyu Huabao, sieht in den Spielen vor allem eine riesige Dopingspritze für die Regierung: "Olympia ist ein Symbol für den Aufstieg unseres Landes. Nach außen ist alles Glanz und Gloria, doch der schöne Schein trügt. Man denke nur an die Bauarbeiter des neuen Olympia-Stadions: Zwar müssen sie nicht wie andere Wanderarbeiter in China um ihre Löhne kämpfen und Angst haben, dafür zu Tode geprügelt zu werden. Doch keiner von ihnen wird die Möglichkeit haben, sich die Spiele im selbst errichteten Stadion anzusehen. Kaum ist das Stadion fertig, müssen die Bauarbeiter Peking verlassen. Schon haben Politiker vorgeschlagen, während der Olympischen Spiele eine Million Wanderarbeiter aus Peking zu verscheuchen, weil diese Leute in Lumpen einen schlechten Eindruck auf die ausländischen Gäste machen würden."

Im Interview mit Georg Blume und Christof Siemes halten der Soziologe Wang Hui und die Designerin Feng Ling Olympia dagegen für eine gute Sache: "Feng: China ist etwas ganz anderes als Deutschland 1936! In Peking spürt man nichts von einer Diktatur. Wang: Natürlich gibt es immer Momente, die uns daran erinnern, dass wir in einem autoritären Regime leben. Aber die Begriffe Diktatur oder Totalitarismus beschreiben die komplizierten Prozesse nicht, die hier im Moment vor sich gehen."

Weiteres im Peking-Feuilleton: Peter Kümmel ist in der Stadt den "Herren des neuen Jahrhunderts" begegnet. Hanno Rauterberg hat sich angesehen, wie die Geschichte der Stadt dem Baumboom zum Opfer fällt. Rauterberg hat außerdem die größte Künstlerkommune der Welt, Songzhuang, besucht. Christof Siemes führt vor Augen, wie die Bevölkerung auf Olympia eingeschworen wird, und betrachtet in einem weiteren Text den Stand der Pressefreiheit. Georg Blume stürzt sich ins Pekinger Nachtleben.

Auf der ersten Seite preist Susanne Gaschke das Phänomen "Harry Potter" als Beispiel einer angenehmen und anspruchsvollen Globalisierung. Im Aufmacher der Literaturteils bespricht Uwe Jean Heuser das Buch "Glück" des einstigen Genforschers und heutigen buddhistischen Mönchs Matthieu Ricard.

FAZ, 19.07.2007

Unter der Überschrift "Puh, den sind wir los" schildert Tilmann Lahme den Widerstandshistoriker Peter Steinbach als durch und durch streitsüchtigen Professor, der sämtliche Gremien und Lehrstühle implodieren lässt und jetzt von der Universität Karlsruhe nach Mannheim komplimentiert wurde - Steinbach selbst lässt Lahme nur mit der Behauptung zu Wort kommen, es gebe eine "große Kampagne" gegen ihn. "Die Causa Steinbach ist man in Karlsruhe los. Statt einer mühsamen Disziplinierung hat man Mannheim das Problem übertragen, und man bezahlt gut für seine Ruhe: nämlich alles. Warum allerdings das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs diesem Kuhhandel zustimmt, der dem wissenschaftlichen Ruf des Landes schaden dürfte, ist unklar." Worum es in dem Streit in Karlsruhe geht, erfährt man in Lahmes Artikel nicht. Und dass sich Steinbach überdies noch mit Kritik an Florian Henckel von Donnersmarcks und Frank Schirrmachers Plädoyers für eine Dreherlaubnis Tom Cruises im Bendlerblock disqualifiziert hatte, wird in dieser streng objektiven Berichterstattung unerwähnt gelassen! (Nachtrag vom 26. Juli 2007: Der Artikel steht jetzt unter diesem Link online.)

Am Sonntag sind in der Türkei Wahlen. Anna Vakali beschreibt, wie die Kemalisten mit krausen Verschwörungstheorien gegen die islamisch gesonnene Partei AKP Tayyib Erdogans angehen. Wunderbar passt hierzu der Bestseller "Kinder des Moses" des kemalistischen Autors Ergün Poyraz: "Im April kam er auf den Markt, und schon wird die sechzehnte Auflage verkauft. Verfasst hat ihn der staatstreue Kemalist Ergün Poyraz. Ihm sei gedankt dafür, auf 333 Seiten herausgefunden zu haben, dass der Ministerpräsident und AKP-Vorsitzende Tayyib Erdogan nicht der ist, als den er sich ausgibt. Nicht ein frommer Muslim, sondern - und da stockt jedem Leser der Atem: in Wirklichkeit ein jüdischer Agent, ebenso wie seine sittsam gekleidete Frau. Und so verkaufen beide für ihre amerikanischen Auftraggeber die Türkei. Nein, das Erschreckende ist nicht, dass so etwas geschrieben wird. Ohne jegliche Quellen, versteht sich. Das Erschreckende ist, dass so ein Werk ein Bestseller wird." (Siehe auch die "Post aus Istanbul" im Perlentaucher.)

Weitere Artikel: Hubert Spiegel berichtet in der Leitglosse, dass der bisher unbekannte Autor Donald McCaig eine Fortsetzung zu Margaret Mitchells "Vom Winde verweht" schreiben soll. Beate Tröger resümiert Josef Winklers Frankfurter Poetikvorlesungen. Alexander Cammann hat einer Marbacher Tagung zum Erbe Dolf Sternbergers zugehört. Wolfgang Sandner gratuliert Carlos Santana zum Sechzigsten. Auf der Kinoseite sichtet Andreas Kilb neuere deutsche Kurzfilme und beklagt, dass das deutsche Kurzfilmschaffen so gut wie nirgends - und auch im Fernsehen nicht - zu verfolgen ist. Und Michael Althen erinnert an den heute zu Unrecht vergessenen Avantgardefilm "Jonas" des Regisseurs Ottomar Domnick von 1957, der jetzt auf DVD neu aufgelegt wurde. Auf der Medienseite porträtiert Nina Rehfeld die amerikanische Anchorwoman Katie Couric. Und Ralf-Peter Märtin empfiehlt eine Dokumentation über die Germanen auf Arte heute Abend. Die Absetzung der Tour-de-France-Berichterstattung in ARD und ZDF kommentiert Jochen Hieber auf Seite 1 dieser Zeitung.

Auf der letzten Seite schildert Klaus Uger in seiner Gerichtskolumne "Nichts als die Wahrheit" einen neuen Fall am Amtsgericht Berlin-Moabit. Jordan Mejias stellt den Dirigenten Alan Gilbert vor, der die New Yorker Philharmoniker leiten wird. Und Kerstin Holm beschreibt, wie sich die russische Stadt Sotschi auf die olympischen Winterspiele 2012 vorbereitet - unter anderem mit der Errichtung von Luxusboutiquen für die von Putin geduldeten Oligarchen.

Besprochen werden die Kunstaktion "Il tempo del Postino" in der Oper von Manchester, Pierre Jolivets Filmkomödie "Kann das Liebe sein", eine Ausstellung des von den Nazis als "entarteter Künstler" verfemten Otto Freundlich in München und Harold Pinters Stück "Treibhaus" im Londoner Nation Theatre.

FR, 19.07.2007

Stefan Tigges schickt einen Bericht vom Festival d'Avignon und widmet sich in einem weiteren Text Guy Cassiers Klaus-Mann-Wiederentdeckung "Mephisto for ever" auf dem Festival d'Avignon. Judith von Sternburg stellt fest, dass Josef Winkler in seiner Frankfurter Poetikvorlesung auf vertrautem Terrain geblieben ist. In der Kolumne Times Mager stellt Harry Nutt aus Anlass der umgewandelten Todesurteile gegen fünf bulgarische Krankenschwestern und einen palästinensischen Arzt Überlegungen zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Rechtsordnung an.

Besprochen werden Quentin Tarantinos neuer Film "Death Proof - Todsicher" (bei dem Michael Kohler etwas von Tarantinos Wucht vermisst), Lee Tamahoris Thriller "Next" (der Daniel Kothenschulte sehr rührte, obwohl er ihn "objektiv gründlich misslungenen" fand), Bernd Böhlichs Arbeitslosenkomödie "Du bist nicht allein" und Phoebe Washburns Installation in der Deutschen Guggenheim, Berlin (die von Elke Buhr sehr gefeiert wird).

SZ, 19.07.2007

"Planet Earth" von Prince ist vielleicht nicht das beste Album des Mannes, aber dafür ein "Triumphgeheul von pophistorischer Bedeutung", meint Andrian Kreye. Denn Prince verschenkt seine CD, und zwar gleich in Millionenauflage, kommt damit in die Top Ten und verkündet zugleich: "Der Tonträger spielt im Popgeschäft keine Rolle mehr ... ein furioser Sieg nach einem rund zwölfjährigen Kampf gegen die Plattenindustrie. Prince kann sich die Siegerpose leisten. Finanziell, weil er schon lange nicht mehr auf Einnahmequellen aus der Tonträgerindustrie angewiesen ist... Vom 1. bis zum 21. September wird er im rund 20 000 Zuschauer fassenden Millenium Dome 21 ausverkaufte Konzerte geben. Das sind selbst beim demokratisch niedrigen Einheitspreis von 31,21 englischen Pfund (eine Anspielung auf sein letztes Album '3121') noch rund 20 Millionen Euro Umsatz in knapp acht Wochen."

"In welcher Welt lebt Volker Schlöndorff eigentlich, wenn er heute für eine Trennung von Film und Fernsehen plädiert?", pariert der Produzent Günter Rohrbach auf der heutigen Filmseite Schlöndorfs Forderung in der vergangenen Woche. "Wenn der deutsche Kinofilm Überleben will, muss er sich der Wahrheit beugen, dass die große Zeit des Kinos offensichtlich vorbei ist. Filme existieren heute an vielen Orten und in mehreren Aggregatzuständen. Diese Entwicklung werden wir nicht aufhalten können, schon gar nicht mit dem Gestus des Nostalgikers. Vielmehr gilt es, Abhängigkeiten zu mindern und ein neues Selbstbewusstsein zu kreieren. Es muss uns gelingen, wieder begehrt zu werden, statt den lästigen Vorfahren zu spielen, der immer noch beleidigt ist, weil ihm das Fernsehen die Show gestohlen hat."

Andere Artikel: Schäubles Debatte um neue Sicherheitsgesetze stellt den Rechtsstaat auf den Kopf, findet Andreas Zielcke: "Statt dass sich jedes neue Antiterrorgesetz daran messen lassen müsste, ob es mit rechtsstaatlichen Maximen vereinbar ist, muss sich umgekehrt der Rechtsstaat jedes Mal fragen lassen, ob seine Regeln nicht in Wahrheit dem Antiterrorkampf im Wege stehen". Thomas Steinfeld berichtet von einem Nachlassstreit zwischen Jacques Derridas Witwe Marguerite und der Irvine Universität (mehr dazu in The Chronicle of Higher Education, aber nur gegen Bezahlung). Henning Klüver berichtet vom notwendigen Plan, die Uffizien in Florenz räumlich zu erweitern und vom Widerstand, der sich dagegen regt. Wolfgang Schreiber zeigt freudig an, dass sich das Klavierfestival Ruhr zur Großveranstaltung entwickelt hat.

Besprochen werden Lee Tamahoris Film "Next" mit Nicholas Cage, Pierre Jolivets "heitere, aber keineswegs seichte" Beziehungskomödie "Kann das Liebe sein?", der Debütfilm des australischen Autodidakten Murali K.Thalluris "2:37" (Rainer Gansera zufolge ein "bizarres Psycho-Panoptikum"), Vincent Dunoyers Anne-Teresa-De-Keersmaeker-Hommage "Sisters" beim Wiener "Impuls Tanz" und Bücher, darunter Joyce Carol Oates' Familienroman "Niagara" (mehr in unserer Bücherschau des Tages heute ab 14 Uhr).