Vorgeblättert

J.J. Voskuil: Das Büro

09.07.2012. Maarten Koning heißt der Held in "Das Büro", einem niederländischen Institut für Volkskunde, und er muss sich als wissenschaftlicher Beamter um das Aufkommen von Wichtelmännchen kümmern: Der niederländische Autor J.J.Voskuil (1926-2008) erzählt von einem Büroalltag, der erst durch ergebnislose Sitzungen und nutzlose Forschung seine wahre Würze erhält. Hier eine Leseprobe aus dem ersten auf Deutsch erschienenen Band.
J.J. Voskuil: Das Büro. Direktor Beerta
Roman
Aus dem Niederländischen von Gerd Busse

Verlag C.H. Beck, München 2012
848 Seiten, gebunden, € 25,00

Erscheint am 14. Juli 2012

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Klappentext: Als Maarten Koning eine Stelle als wissenschaftlicher Beamter in einem volkskundlichen Büro antritt, ändert sich sein Leben schlagartig. Von nun an beschäftigt er sich mit Wichtelmännchen - und mit den lieben Kollegen. Der graue Büroalltag wird aufgelockert durch ergebnislose Sitzungen, nutzlose Dienstreisen und feuchtfröhliche Kongresse. Und bei alledem versteht es Direktor Beerta meisterhaft, immer neue Projekte und Stellen zu schaffen...
Was Joanne K. Rowling für England war, war J. J. Voskuil für die Niederlande: Sein monumentaler Büro-Roman löste eine wahre "Büromanie" aus mit Fanklubs und langen Schlangen im Morgengrauen vor den Buchhandlungen. Mit seinen knappen Schreibtischdialogen, lakonischen Schilderungen von Arbeitsabläufen und einem bitterbösen Gespür für die urkomischen Aspekte des Bürolebens hat Voskuil den Nerv unserer arbeitswütigen Zeit getroffen. Während der Leser wie bei einer Soap-Opera atemlos einer Szene nach der anderen folgt, wird er unmerklich in das Leben des Maarten Koning hineingezogen.

Zum Autor: J. J. (Han) Voskuil, 1926-2008, war von 1957 bis 1987 als Beamter an einem volkskundlichen Institut in Amsterdam beschäftigt. Er debütierte 1963 mit einem Roman, doch seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte er erst mit dem Mega-Roman "Het Bureau", der in den Jahren 1996 bis 2000 in sieben Bänden (mit zusammen rund 5.000 Seiten) erschien. Weitere Romane folgten. Am 1. Mai 2008, dem Tag der Arbeit, schied J. J. Voskuil nach schwerer Krankheit freiwillig aus dem Leben.

Zum Übersetzer
: Gerd Busse, geboren 1959, Erziehungswissenschaftler, Politologe und Niederlandist, war an einem sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut beschäftigt, als er auf "Het Bureau" stieß und beschloss, es zu übersetzen. Heute arbeitet Busse als Projektentwickler und -berater in deutsch-niederländischen Bildungsprojekten und ist seit vielen Jahren als Publizist und Übersetzer tätig. Er lebt in Dortmund.

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