Magazinrundschau

Die Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag ab 10 Uhr.
15.07.2002. Der New Yorker misstraut smarten Managern. Die NYT Book Review will den Papismus zähmen. Der Economist empfiehlt Bücher über die Verbrechen Josef Stalins und die Tugenden George Orwells. Im Express erinnert sich Gallimard-Verleger Jean Dutourd, wie gut sich Manuskripte als Toilettenpapier eigneten. In Espresso untersucht Umberto Eco den aufrechten Schlaumeier. Das Times Literary Supplement entdeckt Cervantes.

New Yorker (USA), 15.07.2002

Entspannung ist angesagt: Malcolm Gladwell berichtet über den "Talent-Mythos" oder anders gesagt: die generelle Überschätzung smarter Leute und die Tatsache, dass sie schlecht fürs Geschäft sind. Am Beispiel der Enron-Pleite vor gut einem Jahr, beschreibt er das Scheitern einer von McKinsey erfundenen und propagierten Geschäftsführungsidee: "the talent mind-set: the deep-seated belief that having better talent at all levels is how you outperform your competitors. This 'talent mind-set' is the new orthodoxy of American management. It is the intellectual justification for why such a high premium is placed on degrees from first-tier business schools, and why the compensation packages for top executives have become so lavish. In the modern corporation, the system is considered only as strong as its stars, and, in the past few years, this message has been preached by consultants and management gurus all over the world. None, however, have spread the word quite so ardently as McKinsey, and, of all its clients, one firm took the talent mind-set closest to heart. It was a company where McKinsey conducted twenty separate projects, where McKinsey's billings topped ten million dollars a year, where a McKinsey director regularly attended board meetings, and where the C.E.O. himself was a former McKinsey partner. The company, of course, was Enron."

Weitere Artikel: Ian Frazier räsoniert über neue Poesie Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu lesen ist außerdem die Erzählung "Sacred Statues" von William Trevor.

Art Spiegelman bespricht eine Biografie des Zeichners Bernard Krigstein (1919-1990), Joan Acocella lobt Garry Wills' Bekenntnisbuch "Why I Am a Catholic": "Wills is an interesting specimen: liberal in his political views ... and conservative in his faith. Admittedly, he thinks that the Virgin Mary probably wasn't a virgin. Außerdem begeistert sie sich für ein Gastspiel des St. Peterburger Kirov-Balletts in der Met. John Lahr war im Theater und hat Richard Greenbergs Stück "Take Me Out" gesehen, und Alex Ross mochte Mark Adamo's Oper "Little Women" ("potent charm").

Nur in der Printausgabe: Katha Pollitt lernte offensichtlich Auto fahren und fragt sich, was ihr Ex-Lover darüber denkt, Tony Horwitz segelte auf den Spuren von Captain Cook, William Klein und Anthony Lane berichten über das "andere" Paris, und schließlich gibt es Lyrik von Henry Cole und Kenneth Koch.
Archiv: New Yorker

Outlook India (Indien), 22.07.2002

Die Cover Story befasst sich mit den geplanten indischen Wahlreformen. In einem Interview erläutert der Wahlkommissar J.M. Lyngdoh die künftige Verpflichtung politischer Kandidaten zur eidesstattlichen Erklärung über Einkommensquellen und Bildungsweg.

Khushwant Singh bespricht "Ignited Minds: Unleashing The Power Within India" des Selfmademannes und künftigen indischen Staatspräsidenten A.P.J. Abdul Kalam. Ein Mensch der, wie Singh schreibt, zwar keine optische Attraktion ist ("with his tousled, untidy hair and buck teeth he looks more like a character from a comic strip cartoon than the head of a state"), dessen hier dargelegte Botschaften und Visionen von einem besseren Indien aber, wie diejenigen Gandhis, die Herzen der Menschen treffen. "'Ignited Minds' will fire minds of the young to whom it is primarily addressed. It is written in very simple prose: like a school textbook the contents of each chapter are summarised in a few sentences. His editor, Krishan Chopra, has done a good job on the text. However, one hopes that like Atal Behari Vajpayee who mercifully stopped writing poetry after he became prime minister, Kalam too will stop his little attempts at versification after he takes over as President of India."

Zwei Bücher über die pogromartigen Ereignisse in Godhra und Gujarat ("Lest We Forget" und "Harvest Of Hate") stellt Harsh Mander vor. Weniger um soziologische Analysen, für die es wohl noch zu früh ist, handelt es sich, als um "Protokolle des Schreckens". "Neither volume enables us to fathom what led to so bitter and uncompromising a social divide, nor why such a large number of Dalits and tribals participated, nor indeed the active plunder and abetment to violence by middle-class urban residents. Many questions remain unanswered, such as what transforms ordinary people into savage mobs, why institutions both of the state and civil society collapse with such abject terminal complicity, what inspires legions of young men to seek anchor in ideologies of hatred?"

Weitere Artikel widmen sich der "Goan diaspora" und ihren Kindern (hier), die jetzt aus allen Erdteilen in die erste europäische Kolonie zurückkehren, um ihre Genealogie zu rekonstruieren, und Anita Pratap illustriert das hinduistische Konzept der "Loslösung" am Beispiel der selbstlosen Liebe eines Vaters zu seiner verstorbenen Tochter.

New York Times (USA), 13.07.2002

Ganz frisch ist das Thema zwar nicht mehr, aber die New York Times fragt trotzdem noch einmal: "Is Catholicism in trouble?" Der Erzbischof von Boston, Kardinal Bernard F. Law, sei wirklich schlecht beraten gewesen, meint Scott Appleby, als er ausgerechnet die Journalisten des Boston Globe als sensationslüsterne Anti-Katholiken beschimpfte, nachdem sie über den Kindesmissbrauch durch amerikanische Priester berichtet hatten (Artikel hier). Mit dem Buch "Betrayal" hat der Globe nun die Antwort an den Erzbischof vorgelegt, die Chronik des Skandals, der die Katholische Kirche in die schwerste Krise seit Jahrzehnten geführt hat - und das in den Tagen Osama bin Ladens. "The central figure in the drama is Cardinal Law himself. As portrayed here, he is a fascinating and tragic figure. Clearly a man of great faith, dedication and loyalty, Bernard Law has upheld the church's noblest traditions of compassion and social justice in his service to the new immigrant communities; in his crusade for civil rights and condemnations of racism. But reportedly he is also a man of great pride whose overwhelming conviction of the inherent sanctity of the church and the priesthood deafened him to the Second Vatican Council's reminder that the church, 'clasping sinners to her bosom, . . . follows constantly the path of penance and renewal'." (Hier eine Leseprobe)

Jack Miles widmet sich Gary Wills Bekenntnis "Why I am a Catholic". Wills sieht sich selbst in absolut loyaler Opposition zur katholischer Kirche, auch wenn, wie Miles schreibt, seine Ansichten über die Stellung Papstes eher denen eines Lutheraner oder Griechisch-Orthodoxen glichen: Nur zur Hälfte eine vernichtende Geschichte der katholischen Kirche, sei es vor allem ein Buch, wie Miles schreibt, "that, conceptually at least, may tame the papacy into something you can live with." (Dazu gestellt sind ein Interview mit Wills und eine Leseprobe.)

Rand Richards Cooper bespricht Richard Russos Erzählungen in dem Band "The Whore's Child". Ganz überzeugt scheint er nicht zu sein, dass der Pulitzer-Preisträger Russo auch die kurze Form beherrscht (wenn wir die Baseball-Regeln richtig verstanden haben): "Reading a collection of Richard Russo's stories is a bit like watching a home-run hitter try to lay down a squeeze bunt." (Hier die Leseprobe)

Weiteres: Jennifer Eagan stellt ein neues Buch aus dem Genre "books by shockingly young people about the shocking lives of young people" vor: den Roman "Twelve" des 18-jährigen Nick McDonell. Auch wenn das Buch sie doch sehr an Bret Easton Ellis' "Less than Zero" erinnert, lobt sie McDonnells "gifts of observation, empathy and humor". (Hier das erste Kapitel). Karen Karbo hält Tim Farringtons Liebesgeschichte "The Monk Downstairs" für "something of a modern-day miracle". (Leseprobe) Und Katherine Bouton staunt, wie es Alice Sebold geschafft hat, eine Tragödie aus der Nachbarschaft, - der Entführung und Ermordung eines 14-jährigen Mädchens - in Literatur zu wandeln (hier liest die Autorin das erste Kapitel).
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Economist (UK), 13.07.2002

In der Cover Story pflegt der Economist weiter aufopferungsvoll den angeschlagenen US-Kapitalismus (ja doch, er wird wieder gesund) und belächelt in einem Special Bushs halbherzige "bad apples"-Theorie: Nicht nur wegen dessen wirtschaftskrimineller Vergangenheit ist da der Wurm drin. Und zwar dermaßen, dass ein weiterer Beiträger mutmaßt, ein gewisser Al Gore, der einst vor einem Unternehmer-Präsidenten gewarnt hat, könnte 2004 das Rennen machen.

"Books and Arts" liefert eine beherzte Doppelempfehlung für Freunde brillanter politischer Prosa: Bücher über die Verbrechen Josef Stalins ("Koba the Dread: Laughter and the Twenty Million" von Martin Amis) beziehungsweise die Tugenden George Orwells ("Orwell's Victory" von Christopher Hitchens). Ganz und gar nichts Aufgekochtes auftischend, sondern "distinctively personal, involving filial piety, contested ideals and conversations with the dead", verknüpft Amis einen Katalog stalinistischen Terrors mit persönlicher Anklage und einem Rundumschlag gegen "utopische Ideale und das Böse an sich", während Hitchens eine "gute, kraftvoll argumentierende Einführung" zu Orwell bietet, die den Dichter zugleich von diversen "Schichten ideologischer Übermalung" befreit, "even if, as with every restoration, he adds a few of his own".

Ein anderer Kultur-Beitrag führt durch die Geschichte der U-Boot-Filme, preist das Krachen der Bootswand-Nieten in Wolfgang Petersens Klassiker und annonciert Kathryn Bigelows "K-19: The Widowmaker" über das sowjetische Atom-U-Boot, das 1961 der amerikanischen Küste gefährlich nahe kam. Ein kleine Sensation, der Film - "the first to depict what happened from a Russian perspective and it was shot with full co-operation from America's former enemy. It is also the first such film to be directed by a woman". (Mehr über Bigelow hier)
Archiv: Economist

Express (Frankreich), 11.07.2002

5, rue Sebastien-Bottin lautet die Pariser Adresse des Verlagshauses Gallimard. Olivier Le Naire hat in den Räumlichkeiten und der Vergangenheit des Hauses gestöbert. Jean Dutourd, zwischen 1950 und 1966 Verleger bei Gallimard, erinnert sich: "In meinem Büro saß Camus. Wenn dort schöne Frauen antanzten, dann war es wegen ihm. Oder sie besuchten Nimier. Manchmal stiegen sie sogar zum Fenster herein, denn das Büro war im Erdgeschoß. Nimier machte immer Witze. Ich verstand mich auch sehr gut mit Queneau. Er schrieb 'Zazie' und ich 'Au bon beurre'. Er hat mir erzählt, dass während der deutschen Besatzung, als das Toilettenpapier fehlte, die Sekretärinnen Blätter aus den Manuskripten von Saint-John Perse herausrissen und sie an einem Nagel im WC aufhängten. Er hat mir auch erzählt, dass Gaston einen ehemaligen Bankräuber als Kassenwart anstellte. Das ganze intellektuelle Paris versammelte sich hier, wenn wir einen Abend gaben." Tout le Paris intello trifft sich in der nächsten Ausgabe des Express in den heiligen Hallen von Flammarion.

Michel Bouquet hat auf dem Theaterfesitval in Avignon ein Stück von Thomas Bernhard gesehen: "Minetti". Im Grunde genommen komme das Drama auch sehr gut ohne Zuschauer aus, schreibt er und zitiert Thomas Bernhard: "Ich habe immer für Schauspieler geschrieben, niemals für die Zuschauer, weil ich nicht für Idioten schreibe. Das Publikum ist der Feind jeden Geistes. Es ist und bleibt mein Feind.".

Weitere Artikel: Besprochen wird die neue Biografie des Widerstandskämpfers Jean Cavailles von Alya Aglan und Jean Pierre Azema. Der Express setzt seine kulturhistorische Reihe über die Liebe fort: Diesmal unterhält sich Dominique Simmonet mit Jacques Le Goff über die Rolle des Körpers, die Jungfräulichkeit und den moralischen Kodex des Mittelalters. Und Boris Thiolay und Emilie Trevert schildern in einer Reportage, wie sich die Ereignisse des 11. September auf die Techno-Szene in Frankreich ausgewirkt haben. Bei einer Rave-Party sind sie auf eine moderne Lebensform gestoßen: auf 'Techno-Nomaden'.
Archiv: Express

Espresso (Italien), 18.07.2002

In seiner Kolumne knöpft sich Umberto Eco die "organischen" Intellektuellen vor, diejenigen unter den Schlaumeiern also, die sich umstandslos in ein größeres Ganzes einfügen und sich zu Handlangern und Sprachrohren der Politik machen lassen. Als klassischen Vertreter dieses Typs nennt Eco Odysseus, der sich von Agamemnon zur Erfindung des trojanischen Pferdes anstiften ließ, ohne sich um das Schicksal der Trojaner zu scheren, während ein aktuelles Beispiel, so Eco, die Leute bei Berlusconis TV-Kanal Mediaset seien. Selbstredend, dass sich kein "wahrer" Intellektueller für so was hergäbe. Der "wahre" oder kreative Intellektuelle sei der Politik höchstens durch sein bereits vorhandenes Werk, seine bereits entwickelten Ideen von Nutzen. Dem Politiker bleibe in diesem Fall nur, diese Ideen zu rezipieren. Zum Dank für seine Integrität aber, zu der laut Eco eben auch gehört, im Falle einer Gruppenzugehörigkeit niemals den "Feind" anzugreifen und stets das ungeliebte "kritische Gewissen" der Gruppe zu bleiben (andernfalls handelte es sich um die ganz und gar verdorbene Form des regimetreuen Schlaumeiers), muss der aufrechte Schlaukopf in Krisenzeiten auch noch den denselben hinhalten: "Der unbequeme Intellektuelle ist der erste, den man hinrichtet oder erschießt."
Archiv: Espresso
Stichwörter: Umberto Eco, Trojaner

Spiegel (Deutschland), 15.07.2002

Die lieben Kleinen. Keine Ruhe lässt man ihnen. Erst sind sie zu dumm, jetzt zu zappelig. "Kinder mit Knacks" nennt das der Spiegel auf einfühlsame Art - im Titeldossier über Hyperaktivität und andere seelische Leiden der Knirpse.

Nach den Wirtschaftsskandalen in den USA klingt dem Spiegel das von Bush kürzlich mit großer Geste angekündigte Krisenmanagement dann doch wie Hohn. Nicht nur hätten Bush & Co selbst an den Schaltstellen des maroden amerikanischen Wirtschaftssystems gesessen, ehe sie die Macht im Land übernahmen (Bush als Direktor der texanischen Ölfirma Harken, Cheney als Chef des Öldienstleisters Halliburton), republikanische Politiker, heißt es in einem Beitrag, hätten auch mehr als andere von der Großzügigkeit jener Bosse profitiert, deren Gesetzestreue sie eigentlich hätten kontrollieren müssen. Dass solche Doppelzüngigkeit die Gunst der Wähler beeinflusst, ist klar. "Möglich, dass Bush junior einen ähnlichen Absturz erleiden könnte, wie ihn sein Vater als 41. Präsident der USA erlebte."

Weiter mit den USA: Gerhard Spörl untersucht die merkwürdige, von der Regierung Bush aus wahltaktischen Gründen besonders gepflegte Symbiose zwischen Hollywood und den Militärs in Washington. Seit dem 11. September sei diese "so eng wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, als John Huston, Frank Capra oder William Wyler dem Patriotismus ihren Tribut zollten". Tröstlich, dass "Militainment made in Washingwood", dessen obskure Funktionsweise aus Sponsoring (von Kriegsgerät) und patriotischer Zensur durch das Pentagon Spörl offenlegt, doch nicht komplett harmonisch ist: "Das notorisch geschichtsklitternde Hollywood ist da gelegentlich geschichtsbewusster als die Filmfreunde im Pentagon."

Weitere Artikel über den "postatomar-grazilen High-End-Fun", den der japanische Modedesigner Yohji Yamamoto neuerdings für Adidas kreiert (mehr hier) und über die fragwürdigen Medienkunst-Projekte der Münchner Kulturreferentin Lydia Hartl. Nur im Print finden Sie ein Porträt des Dirigenten Christian Thielemann, Star der diesjährigen Bayreuther Festspiele.
Archiv: Spiegel

Times Literary Supplement (UK), 13.07.2002

Caspar Fithen stellt "The Devil that Danced on the Water? von Arminatta Forna vor. Die Tochter des 1975 in Sierra Leone ermordeten Politikers Mohammed Sorie Forna hat sich dafür noch einmal in die Heimat ihrer Kindheit (inzwischen das ärmste Länd der Welt) begeben, um Leben und Sterben ihres Vaters nachzuzeichnen. Im zweiten Text, den man ganz lesen darf, rät Sheila Hale davon ab, seine Zeit mit David Leavitts Buch "Florence" zu verschwenden: es strotze vor Ignoranz, Plagiaten und Fehlern.

In Auszügen zu lesen: Eine Umfrage des Norwegischen Buchclubs unter 100 Schriftsteller (darunter Ben Okri, Doris Lessing, Salman Rushdie, Seamus Heaney) hat Cervantes' "Don Quixote" zum bedeutendsten Buch aller Zeiten erklärt, weit vor Homers Epen oder Shakespeares Dramen. A. J. Close bekennt, bisher nie erkannt zu haben, wie gut das Buch tatsächlich sei. Einen Hinweis darauf, dass Cervantes mehr als ein grandioser Geschichtenerzähler und Erfinder legendärer Charaktere war, hat er bei Milan Kundera gefunden, der meint, "that when Don Quixote stepped into the world, it ceased to be an objective given, and became a problem, adding that it has been the subsequent destiny of the novel to present the world in just that light." (Mehr über Cervantes finden Sie hier, hier und hier)

Jeremy Treglown blickt auf das Leben des Schriftstellers V. S. Pritchett zurück, der auch lange als Korrespondent aus Spanien berichtet hatte: "No one publishing in the English language in the 1930s knew Spain better"). Dass sich ausgerechnet Pritchett trotz seiner Sympathien nicht in die illustre Reihe der Unterstützer des republikanischen Spanien einreihte, hatte laut Treglown zwei sehr verständliche Gründe: "He knew too much about Spain not to find most other writers opinion and actions in relation to it simplistic." Und: "He was in love" - und zwar mit einer Minderjährigen, mit der er England nicht verlassen durfte. (Mehr zu Pritchett hier und hier)