Vorgeblättert

Peter Zilahy: Die letzte Fenstergiraffe

Ausgewählte Leseproben.
03.09.2004. "Blut, Bruder, Balkan, Belgrad, Blutbad, Bakschisch, Bombe, Baby, Buchstabe, Borer Notizen"... Das Revolutionsalphabet des Ungarn Peter Zilahy ist ein wunderbarer Mix aus Wörterbuch, Reportage, Roman, Essay, Erlebnisbericht und geschichtliches Handbuch. Lesen Sie einen Auszug aus "Die letzte Fenstergiraffe".
Peter Zilahy: Die letzte Fenstergiraffe.
Ein Revolutions-Alphabet
Aus dem Ungarischen übersetzt von Terezia Mora

Eichborn Verlag, Berlin 2004
180 Seiten, gebunden, Euro 22,90

Erscheint am 7. September 2004

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Lesung des Autors


Klappentext:
In kurzen Szenen von großer Sprachmagie erzählt Peter Zilahy von den turbulenten Demonstrationen gegen Milosevic, vom Umsturz in Ungarn, von der Befreiung Rumäniens, von historischen Kränkungen und uralten Feindschaft zwischen den Völkern des Ostens, von der Euphorie der Wendejahre und von dem was bei uns schon fast in Vergessenheit geraten ist: wieviel die Hoffnung auf demokratische Grundwerte für die bedeuten kann, denen sie nicht so selbstverständlich sind wie uns. Auf raffinierte Weise spielt Zilahy in diesem literarischen Kabinettstück über das politische Erwachsenwerden mit der Form eines Kinder-ABCs. Seinem elementaren Mix aus Wörterbuch, Reportage, Roman, Essay, Erlebnisbericht und geschichtlichem Handbuch gelingt es, ein lebendiges Mosaik des verwirrend vielgestaltigen Osteuropa zu entwerfen, durchzogen vom Geruch der Freiheit.

Zum Autor:
Peter Zilahy (Homepage) wurde 1970 in Budapest geboren. Er hat sich als Prosaautor, Herausgeber einer internationalen Debüt-Reihe (Pelevin, Schulze, Grunberg, Stasiuk, Erpenbeck usw.) und Fotograf international einen Namen gemacht. "Die letzte Fenstergiraffe" gibt es auf Deutsch auch als Hörspiel und Multimedia-CD-ROM, das Buch wurde in 15 Sprachen übersetzt und zuletzt in der Ukraine zum "Buch des Jahres" gekürt.
(Foto: Forgacs Kristof 1998)

Zur Übersetzerin:
Terezia Mora
wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin, ist Übersetzerin aus dem Ungarischen. Für ihre Erzählungen erhielt sie 1997 den Open-Mike-Literaturpreis, 1999 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 2000 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. 1999 erschien der Erzählungsband "Seltsame Materie", 2004 ihr erster Roman "Alle Tage".

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