Vorgeblättert

Alia Mamduch: Die Leidenschaft

Ausgewählte Leseproben.
10.09.2004. Alia Mamduch schildert in ihrem Roman "Die Leidenschaft" die Begegnung von vier Exil-Irakern in England und die Gefühle einer zweiten und vierten Ehefrau bei ihrem Zusammentreffen. Lesen Sie einen Auszug.
Alia Mamduch: Die Leidenschaft.
Roman aus dem Irak.
Aus dem Arabischen von Regina Karachouli

Lenos Verlag, Basel 2004
280 Seiten, gebunden, Euro 22,50

Erscheint Mitte September 2004

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Klappentext:
Alia Mamduch schildert die Begegnung von vier Exil-Irakern in England: Mussaab, reich, mächtig und polygam, trifft mit seiner vierten Ehefrau, Widad, jung, hübsch und unterwürfig, in London ein, wo sie von Mussaabs zweiter Frau Huda und ihrem gemeinsamen Sohn Masin, der in England studiert und schon ein halber Europäer geworden ist, erwartet werden. In einer Art Huis-clos-Situation verbringt das Quartett in Masins Haus in Cardiff einige Wochen, die immer wieder von den Ereignissen des zweiten Golfkriegs überschattet werden. Die Situation ist explosiv, ist doch die Leidenschaft zwischen Huda und Mussaab aller Kämpfe zum Trotz nie ganz erloschen. Die selbstbewusste und noch immer rebellische Huda hat Mussaab einst seiner zahllosen Affären wegen verlassen und führt längst ein eigenständiges Leben. In den Reflexionen, Erinnerungen und Begegnungen der vier Personen spiegeln sich nicht nur intime Befindlichkeiten, sondern auch mehrere Jahrzehnte irakischer Geschichte. Alia Mamduch hat die verschiedenen Erzählperspektiven subtil und souverän ineinander verflochten.

Zur Autorin:
Alia Mamduch wurde 1944 in Bagdad geboren. Nach einem Studium der Psychologie arbeitete sie als Chefredakteurin der irakischen Zeitschrift al-Rasid und der libanesischen Zeitschrift al-Fikr al-Mu'asir sowie als Kulturjournalistin in Rabat. Die Schriftstellerin lebt seit Jahren in Paris und ist regelmässige Mitarbeiterin verschiedener arabischer Zeitungen und Zeitschriften. Ihr literarisches Werk umfasst vier Romane und zwei Erzählungssammlungen. Alia Mamduch ist Ehrengast der Arabischen Liga an der Frankfurter Buchmesse 2004.

Zur Übersetzerin: Regina Karachouli, 1941 in Zwickau geboren, studierte Arabistik und Kulturwissenschaft in Leipzig und promovierte über Dramatik und Theater in Syrien. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Orientalischen Institut der Universität Leipzig.

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