Vorgeblättert

Hafid Bouazza: Paravion

Ausgewählte Leseproben.
06.07.2005. Paravion heißt das Land, aus dem die Träume sind, und auch Baba Baluk verfällt seinem Zauber: seinen Parks voller verführerischer Mädchen, dem Kaffeehaus, in dem die Einwanderer von den treuen Frauen ihrer Heimat träumen... Lesen Sie einen Auszug aus dem Roman "Paravion" des marokkanischen Schriftstellers Hafid Bouazza.
Hafid Bouazza: Paravion
Roman
Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm


Klett-Cotta, Stuttgart 2005
219 Seiten, gebunden, Euro 19,50

Erscheint am 27. Juli 2005


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Informationen zum Verlag Klett-Cotta

Klappentext:
Auch Baba Baluk verfällt dem Zauber Paravions: seinen Parks voller verführerischer Mädchen, dem Kaffeehaus, in dem die Einwanderer von den treuen Frauen ihrer Heimat träumen. Für diese gelten sie allerdings schon lange als verschollen. Selbst wenn die Männer in Amsterdam es nicht wahrhaben wollen: Die heimatliche Gesellschaft verändert sich ohne sie. Ein neuer Baba Baluk wird gezeugt, erzogen, doch eines Tages wird auch er dem Zauber der Fremde erliegen.
Hafid Bouazzas Debütroman ist komponiert wie ein arabisches Märchen. Doch unter der orientalisch-funkelnden Oberfläche liegt auch eine ironisch-despektierliche Selbstanalyse der Migranten eines Landes, das für die Daheimgebliebenen einen rätselhaften Namen auf den Briefumschlägen trägt: par avion. Selten wurde das Entfremdetsein sprachlich so sinnlich gemacht wie in den verschlungenen Welten von Paravion.

Zum Autor: Hafid Bouazza, geboren 1970 in Marokko, wuchs in den Niederlanden auf. Dort debütierte er mit der Novelle "Momo" und einem Band mit Kurzgeschichten. Für seinen ersten Roman "Paravion" erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den belgischen Literaturpreis "De Gouden Uil 2004".

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