Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
14.07.2005. Im Zeit-Interview erklärt Ian Buruma, warum die Anschläge von London nicht als Rache für den Irakkrieg gedeutet werden sollten. Die NZZ staunt über die ungeheuer vielfältige Popmusik des indonesischen Archipels. In der SZ wünscht sich Richard Swartz den Kommunismus zurück - denn das war ein Feind, mit dem man es sich gemütlich machen konnte. Im Interview mit der Welt beschreibt Ulrich Beck die Brasilianisierung unserer Arbeitsmärkte. Die FAZ staunt über die Wahrhaftigkeit der Goyaschen Kartoffelnasen.

Zeit, 14.07.2005

Der Essayist und Sinologe Ian Buruma erklärt im Gespräch mit Thomas Assheuer, warum die Anschläge von London nicht als Rache für den Irakkrieg gedeutet werden sollten, sondern als Hass islamischer Fundamentalisten auf den Westen: "Heute ist die überwältigende Macht der USA für sie extrem irritierend, vor allem für die jungen Leute im Nahen Osten. Ich erkläre mir das so: Die relative Rückständigkeit vieler arabischer Länder mit ihren autoritären Regimen produziert enorme Unzufriedenheit. Die modernen Kommunikationssysteme verschaffen den Menschen ein drastisches Bewusstsein ihrer Lage, das heißt: Sie fühlen ihre Rückständigkeit tiefer als früher. Hinzu kommen die Migrationserfahrungen in westeuropäischen Ländern. Sobald diese Erfahrungen mit den Problemen amalgamiert werden, die die muslimischen Migranten in ihrer Heimat gerade hinter sich gelassen haben, entsteht eine brandgefährliche Situation, womöglich eine revolutionäre Bewegung. Während der religiöse Fundamentalismus zu alten Glaubensinhalten zurückwill, entwickelt der revolutionäre Okzidentalismus zerstörerische Fantasien."

Mathias Greffrath dekretiert im Aufmacher, was links ist (Überschneidungen mit dem Programm von WASG und PDS sind rein zufällig: "Die Emanzipation der unteren Schichten zum Bürger ist erst vollendet, wenn neben der Freiheit von politischer Willkür und der Gleichheit vor dem Gesetz auch die Solidarität zum Grundgesetz der Gesellschaft wird."

In der Leitglosse gibt Jens Jessen seine Enttäuschung über Korruption und Zuhälterei bei VW kund: "Die ganze biedere, steifleinerne Firma, die sich zu einem Tugendmodell für ganz Deutschland aufgeblasen hatte, ließ sich nur ertragen, solange sie die Zuverlässigkeit ihrer Autos verbürgte und als Unternehmen tatsächlich den Konflikt von Kapital und Arbeit ohne unerlaubte Schmiermittel löste."

Zum Jahrestag des 20. Juli ist auch die Rede zu lesen, die Caroline Neubaur, Enkelin des Widerstandskämpfers Ludwig Beck, vor Bundeswehrsoldaten halten wird. Claudia Herstatt berichtet von Querelen um die Sammlung Ricke im Neuen Museum Nürnberg.

Besprochen werden die große Goya-Schau in der Alten Nationalgalerie von Berlin (durch die Hanno Rauterberg erkennt, dass die Bilder von der gequälten Kreatur Mensch nicht als Mahnung gemeint sind, sondern um wohlige Schauer zu erzeugen), Patrice Chereaus "atemberaubend kunstfertige" Inszenierung von Mozarts "Cosi fan tutte" in Aix-en-Provence, die Ausstellung zur Geschichte der Zeitung, die dem privaten Sammler Martin Welke zu verdanken ist, Jacques Tatis Klassiker "Mon Oncle" auf DVD, zwei Elias-Canetti-Hörbücher und ein neues Album des Saxofonisten Wayne Shorter.


Im Literaturteil werden vier bisher unveröffentlichte Prosaminiaturen von Elias Canetti gedruckt. Das Dossier ist den Anschlägen von London gewidmet.

NZZ, 14.07.2005

Olaf Karnik stellt das knallbunte Weltmusik-Label Sublime Frequencies aus Seattle vor. "Als ungeheuer vielfältig stellt sich beispielsweise die Popmusik des indonesischen Archipels dar. Die zwei CD mit Aufnahmen aus Sumatra (von den sechziger bis zu den achtziger Jahren) versammeln aufregende Kuriositäten - den von arabischer Orchestermusik beeinflussten Orkes-Gambus-Stil, kurze hörspielartige Musikdramen voller Klagegesänge oder poppige Dangdut-Musik, in der sich asiatische und orientalische Melodik mit westlichem Pop-Instrumentarium und schwarzen Grooves vermischen. Derartige Amalgamierungen sind bis heute üblich, wie man auf der Radio- Collagen-CD 'Radio Sumatra' verfolgen kann: Hybriden aus Techno, Ska und arabischen Gesängen, Mickey-Mouse-Balladen oder Plasticpop- Drum'n'Bass flottieren hier durch Radiosendungen wie 'Karaoke Hit Parade' oder 'Allah's Hit Explosion' (sic)."

Weiteres: Der Kunsthistoriker Peter Geimer denkt über den medialen Umgang mit schockierenden Bildern nach und kommt zu einem ausgewogenen Ergebnis: "Zweifellos wäre es aberwitzig, prinzipiell alle erhältlichen Schockfotos zu veröffentlichen. Ebenso fragwürdig wäre es, sie alle zurückzuhalten." Alena Wagnerova erzählt in einem Schauplatz Tschechien die Geschichte der Stadt Jiin, die Wallenstein einst zum Zentrum seines Herzogtums Friedland gemacht hatte. Besprochen werden ein Konzert des indischen Musikers Ravi Shankar beim Paleo Festival Nyon und Richard Sennetts neue Schrift zur "Kultur des neuen Kapitalismus" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

Welt, 14.07.2005

Im Interview mit Eckhard Fuhr erklärt der Soziologe Ulrich Beck, warum Vollbeschäftigung eine Illusion ist, wie sich die Arbeitsmärkte "brasilianisieren" und warum wir Kafka lesen sollten, wenn wir das begreifen wollen: "Es gibt eine ziemliche Deckungsgleichheit zwischen der Theoriefigur der Zweiten Moderne und dem, was Kafka mit der 'Verwandlung' auszudrücken versucht. Es handelt sich um eine Verwandlung und nicht um eine Krise. Es gibt also kein Zurück zum alten Zustand. Die Theorie der zweiten Moderne besagt, dass die Radikalisierung der Durchsetzung der Prinzipien der Moderne - Autonomie des Individuums, Markt, Rationalität der Wissenschaft etc. - den Institutionen der Moderne - also vor allem dem Nationalstaat - den Boden entzieht. Wie in der 'Verwandlung' geschieht etwas mit uns, das wir nicht wollen und zunächst auch nicht wahrhaben wollen und verstehen können. Es entsteht eine immer größere Diskrepanz zwischen unserer Lage und unseren Begriffen von Wirklichkeit und Normalität. Das beschreibt Kafka mit unglaublicher Präzision. Er ist ein Klassiker der Soziologie."
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SZ, 14.07.2005

"Unser Feind von gestern - der Kommunismus - war ein guter Feind, weil er uns einigermaßen ähnlich war", trauert der schwedische Schriftsteller Richard Swartz nach den Anschlägen von London dem alten Klassenfeind nach. "Die Kubakrise war die Probe aufs Exempel. Danach funktionierte das Gleichgewicht des Schreckens beinahe mit schlafwandlerischer Sicherheit. Unser Feind konnte in Afghanistan einmarschieren, und wir untergruben seine Herrschaft in Polen und in anderen Ländern Osteuropas, ohne dass wir, was unsere Sicherheit betraf, viel unruhiger als zuvor geschlafen hätten. Und als der Kommunismus zusammenbrach, schaffte er sich auf eine im wesentlichen rationale und friedliche Weise selbst ab - und wie es geschah, war ebenso verblüffend, wie es Bewunderung verdient. Gott sei Dank für solche Feinde. Jetzt haben wir es mit einer anderen Sorte Feind zu tun, mit Terroristen, bei denen das Prinzip 'Gleichgewicht' nicht zur politischen Kultur zu gehören scheint. Falls dieser neue Feind über Rationalität und Vernunft verfügt, so handelt es sich um eine Rationalität und Vernunft, zu der wir keinen Zugang haben."

Zwei Jahre lang war die amerikanische Performance-Künstlerin Laurie Anderson "Artist in Residence" bei der NASA, und Werner Bloch hat sie gefragt, wie es war. "Die Nasa liebt Gleichungen. Da wird gern davon geredet, dass uns 90 Prozent des Universums unbekannt seien. Da frage ich mich: warum 90 Prozent und nicht 99,9 Prozent? Wie kann man in Prozenten über etwas spekulieren, das man nicht kennt? Und dann diese bizarre Männerterminologie. Die Wissenschaftler behaupten, es gebe im All aktivere und passivere Teilchen. Die aktiveren nennen sie 'Machos', die passiven 'whimps', Weichlinge. In welchen Kategorien denken diese Herren eigentlich?"

Weiteres: Holger Liebs feiert die große Goya-Schau in Berlin. Detlef Esslinger berichtet über Widrigkeiten der geplanten kulturellen Zwangsvereinigung Frankfurts mit seinem Umland. Andrian Kreye schreibt, dass eine neue Billigdroge namens "Crystal Meth" die USA überschwemmt und die alte Droge Kokain wegen des radikalen Preisverfalls jetzt auch die unteren Schichten der Gesellschaft erreicht hat. Jens Bisky stellt ein neues Kunstprojekt im abrissgeweihten Palast der Republik vor. Rüdiger Sturm hat sich mit der Comic-Königin dieses Sommers, Jessica Alba, über ihre neuen Filme "Fantastic Four", und "Sin City" unterhalten. Der Regisseur Dominik Graf (mehr hier) schreibt zum 70. Geburtstag von Donald Sutherland über dessen berühmtesten Film "Don't Look Now" ("Wenn die Gondeln Trauer tragen") von Nicholas Roeg. Und Johann Schloemann zeichnet die britische Debatte um John Careys Buch "What Good Are the Arts?" und die Subvention von Kultur nach.

Auf der Medienseite schildert Hans-Jürgen Jakobs den aktuellen Stand der Schleichwerbungsaffäre beim Studio Hamburg.

Besprochen werden der neue Dreamworks-Animationsfilm "Madagascar", Aleksandr Rogoshkins Film "Der Kuckuck", David McVicars Inszenierung von Georg Friedrich Händels "Giulio Cesare" im Rahmen des Opernfestivals in Glyndebourne, und Bücher, darunter Joost Zwagermans Roman "Onkel Siem und die Frauen" (mehr ab 14 Uhr in unserer "Bücherschau des Tages").

FR, 14.07.2005

Für Ursula März ist es kein Zufall, dass sich an der Kommentierung des Misstrauensvotums renommierte Theaterkritiker beteiligten. "Besitzen die biografischen, habituellen Unterschiede von Schröder und Merkel nicht längst ein schärferes Profil als die Unterschiede ihrer Reformkonzepte? Wer wann und wie die Hände aufs Rednerpult legt, ängstlich in die Tasche steckt, sich am Manuskript festhält oder selbstbewusst durch die Luft bewegt, das steht der Öffentlichkeit momentan deutlicher vor Augen als die politische Arbeit und ihre Linie, die die Darsteller verfolgen. Darsteller? Ja, eben."

"Ich habe wirklich keinerlei Ambition, etwas zu schaffen, das intellektuell über unserem Publikum steht", sagt Dreamworks-Chef Jeffrey Katzenberg im Gespräch mit Daniel Kothenschulte zum Kinostart von "Madagascar". "Wir sind populistische Unterhalter, die gerne abends im Publikum stehen und hören, wie die Leute lachen. Was wir aber gerne sind, ist smart."

Weiteres: Rudolf Walther erklärt, warum linke und populistische Politik nicht vereinbar seien und die populistische Karte für linke Parteien immer ein selbstmörderischer Bumerang ist. Hans-Jürgen Linke informiert über Pläne, den Rhein-Main-Kulturbetrieb strukturell umzubauen. In der Beilage FR-Plus, die heute dem Balkan gewidmet ist, stellt Florian Malzacher die Galerie "Exit" im kosovarisch Peja vor. Stefan Keim erzählt im Feuilleton, wie Paul Esterhazy in Aachen in den vergangenen Jahren anspruchsvolles Theater gemacht hat. In der Kolumne Times Mager macht sich Hilal Sezgin Gedanken über Scotland Yard.Auf der Medienseite stellt Alexander von Streit die interessante Frage: "Medienjournalisten kontrollieren die Medien. Aber wer kontrolliert eigentlich die Medienjournalisten - die Blogs?"

Besprochen werden die Bettina-Rheims-Retrospektive im NRW-Forum Düsseldorf, Aleksandr Rogoshkins Film "Kukushka - Der Kuckuck" ("Ein wenig sonderbar, diesen lange unentdeckt gebliebenen Festivalerfolg von 2002 nun ausgerechnet im deutschen Hochsommer zu erleben," wundert sich Daniel Kothenschulte. "Aber besser spät als nie. Meisterwerke altern nicht."), Hugo Rodriguez Film "Nicotina", David Dobkins Komödie "Die Hochzeits-Crasher" (für Michael Kohler "eine herrliche Hommage an das Metier der Stegreif-Komödianten"), die Ausstellung "Stop Motion", mit der das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt in die fantastische Welt des Puppentrickfilms einführt.

TAZ, 14.07.2005

Gelangweilte Jungs in langweiligen Reihenhaussiedlungen mit anstrengenden Familien brauchen nicht viel Anstoß von außen, um sich geistig und dann irgendwann auch real in eine solche Parallelwelt zu begeben", schreibt Dominic Johnson auf der Meinungsseite über die Attentäter von London. "Auch der Erfolg vieler Fantasy- und Sciencefiction-Geschichten in Büchern und Fernsehen hängt mit dieser Suche nach der Parallelwelt zusammen, die einem eigentlich vor der Nase liegt, wenn man den Weg nur kennt. In den Harry-Potter-Romanen führt dieser Weg über den gleichen Londoner Bahnhof King's Cross, von dem aus die Attentäter vom 7. Juli ausschwärmten, um ihre unterirdische Sternstunde zu erleben."

Besprochen werden: Aleksandr Rogoshkins Film "Kukushka - Der Kuckuck", der neue Animationsfilm von Dreamworks "Madagascar", der neue Film von Clemens Klopfenstein "Die Vogelpredigt oder Das Schreien der Mönche", und Ian McEwans neuer Roman "Saturday" (mehr ab 14 Uhr in unserer "Bücherschau des Tages").

Und Tom.

FAZ, 14.07.2005

Ein "einzigartiges Spektrum von Schreckensvisionen und Hoffnungen" hat Niklas Maak in der Goya-Schau in Berlin gesehen. Goyas Werk war "geprägt von der Ambivalenz des Umsturzes, der gleichermaßen Hoffnung auf Emanzipation und die Angst vor den Gräueln im gesetzlosen Raum mit sich bringt", erklärt Maak. "Bereits ein Jahrzehnt nach seiner Ankunft war er zum erfolgreichsten Hofmaler und Porträtisten seiner Zeit aufgestiegen, was aus heutiger Perspektive verwundern mag - denn Goya idealisierte nichts; wer eine Kartoffelnase hatte, bekam eine Kartoffelnase gemalt. Auch stehen die Herrschaften auf seinen Porträts seltsam ungelenk in der Gegend; wusste in Diego Velasquez' Porträts noch jede Figur, wie sie sich zu präsentieren hatte, steht Karls IV. Familie in Goyas berühmtem Porträt seltsam durcheinandergeraten herum und schaut desorientiert in diverse Richtungen, als lauere schon der guillotinierungsfreudige Mob aus dem Nachbarland."

Christian Geyer berichtet über einen Kommentar in der New York Times, der einigen Wirbel ausgelöst hat: Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn erklärte darin eine Evolutionstheorie, die die göttliche Vorsehung explizit leugnet für nicht vereinbar mit dem Glauben. Der Kommentar wurde an die New York Times von einer PR Agentur vermittelt, "die auch das in Seattle ansässige Discovery Institute, die Denkfabrik der 'Intelligent Design'-Bewegung vertritt. Der Vizepräsident dieses Instituts hat denn auch erklärt, er habe den Kardinal zum Verfassen des umstrittenen Kommentars aufgefordert." Außerdem hat Schönborn inzwischen erklärt, den Kommentar "in allgemeiner Form" mit Kardinal Ratzinger kurz vor dessen Wahl zum Papst besprochen zu haben.

Weitere Artikel: Die Entscheidung über die Streichung des Kölner Doms von der Liste des Weltkulturerbes wurde ein Jahr vertagt, Andreas Rossmann fürchtet, dass die Kölner Politiker nun versuchen werden, das Problem auszusitzen. Der Rechtswissenschaftler Klaus Lüderssen warnt vor den Folgen von Wolf Singers Hirntheorien für das Strafrecht. Martin Kuhna berichtet, wie ein Verkäufer in einem Vorort von Toronto einen Aufruhr auslöste: Der ahnungslose Mann hatte den neuen "Harry Potter" ins Regal gestellt, der doch erst ab 16. Juli verkauft werden darf. Dieter Bartetzko befürchtet, dass in Gotha "die als Idylle getarnte grüne Vorstadtmonotoniehölle das Zentrum erobern und in Erfurt eine Collage aus Postkartenidyllen entstehen" könnte. Wolfgang Sandner schreibt zum Tod des Baritons Piero Cappuccilli. Eleonore Büning hat eine "liebenswürdig lebensfrohe" Inszenierung des "Barbiers von Sevilla" in Aix gesehen.

Auf der Kinoseite stellt Andreas Kilb den italienischen Regisseur Gianni Amelio vor, dem das Berliner Arsenal zur Zeit eine Werkschau widmet. Verena Lueken war nach Barcelona eingeladen worden, um das Filmland Katalanien zu entdecken, wurde jedoch nicht fündig. Paul Ingendaay berichtet über Pedro Almodovars neues Filmprojekt "Volver". Es soll von drei Frauengenerationen in einem Dorf in der Mancha handeln. Und Peter Körte ist leicht genervt vom Manifest, das bei den Ludwigshafener Filmfestspielen veröffentlicht wurde ("Der deutsche Film wird Kunst sein oder er wird nicht sein."). Nur gut, so Körte, dass die Filme, die in Ludwigshafen gezeigt wurden, nicht so aussahen, wie man sie sich nach Lektüre des Manifests vorstellen muss.

Auf der letzten Seite porträtiert Heinrich Wefing die Bibliothekarin Claudia Lux, die ab 2007 für zwei Jahre an der Spitze des Internationalen Bibliotheksverbandes stehen wird. Melanie Mühl hat den Enkel von Claude Dornier, Cornelius Dornier, besucht. Und Andreas Platthaus war bei einer Lesung von Martin Gülich, Jenny Erpenbeck und Andreas Maier, die alle drei "das Böse" suchten.