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Stefan Zweig

13 Artikel

Showtime, baby: Wes Andersons 'The Grand Budapest Hotel' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 06.02.2014 […] eben darum, Keitel et al. in einem Anderson-Stück zu zeigen. It’s showtime, baby. Die Babelsberg-produzierte Fantasie vom alten Europa (ein bisschen Zauberberg, ein bisschen Kafka, ein bisschen Stefan Zweig) erlaubt Anderson darüber hinaus, seinen Hang zu Pose und Uniform ungehemmt ausleben zu dürfen. Da trifft das Feldgrau wuchtiger Soldatenmäntel auf das tendenziell queere Violett der Liftboy-Livrées […] Von Elena Meilicke

Dorfbrunnengespräch

Bücherbrief 09.12.2011 […] Und in der FAZ zeigte sich Sandra Kegel fasziniert von diesem "erratischen Werk", und am Ende von der Erkenntnis geschockt, "unter falscher Annahme gelesen, ja gelebt zu haben". Joseph Roth, Stefan Zweig Jede Freundschaft mit mir ist verderblich Briefwechsel 1927 - 1939 Wallstein Verlag 2011, 624 Seiten, 39,90 Euro Liest man die beiden in FAZ und FR bisher erschienenen Kritiken, so scheint es […] heraufziehen sah, Zweig der Menschenfreund und Verdrängungskünstler. Beide starben an den Umständen, die in den Briefen herzzerreißend reflektiert werden. Roth trank sich im Pariser Exil zu Tode, Stefan Zweig nahm sich zusammen mit seiner Frau in Brasilien das Leben. FR-Rzensent Rezensent Wilhelm von Sternburg ist bewegt. Der Briefwechsel, der die Jahre 1927 bis 1939 umfasst, ist ein ungleicher, berichtet […]

Der Perlentaucher fürchtet den Schlamm nicht

Redaktionsblog - Im Ententeich 21.04.2010 […] Literaturzeitschrift mit wunderschön altmodischen Covern, meist farbig hinterlegten Schwarzweißporträts von Schriftstellern. Sie bringen Themenhefte heraus, etwa über Roger Martin du Gard oder Stefan Zweig, hier der Inhalt der letzten Hefte. Leider stellt die Zeitschrift keine Artikel online. Gerade erreichte uns per Post ein Gruß des Parelduiker-Redakteurs Hein Aalders: "Sehr geehrter Herr, kennen […] Von Thierry Chervel

Leseprobe zu W. von Sternburg: Joseph Roth. Teil 2

Vorgeblättert 23.02.2009 […] Korsen einen der großen Massenmörder der Weltgeschichte. In Frankreich stößt das Buch weitgehend auf Desinteresse. Roths Napoleon-Bild widerspricht zu sehr dem der Franzosen. Durch Vermittlung von Stefan Zweig erwirbt der Verlag Grasset trotzdem die Rechte für Frankreich. In der literarischen Zeitschrift "Candide" erscheinen "Die Hundert Tage" als Fortsetzungsroman. Walter Landauer schreibt am 20. September […] weitere Vorschüsse des Verlages de Lange ausschließt. Roth bricht zusammen: "Sie erfahren aus dem beiliegenden Brief (von Landauer - WvS), daß das Ende nahe ist, wenn nicht schon da", schreibt er Stefan Zweig. "Es ist unmöglich, daß ich weiter lebe und schreibe, nach 5 Büchern innerhalb 3er Jahre. Dieser Brief hier macht mir das Schreiben an meinem laufenden Roman unmöglich. Ich wäre in 5 Tagen fertig […] praktische Hilfe gebeten, sogar versucht die Beziehung zu erneuern. Das habe sie abgelehnt. Darauf weist auch ein Brief hin, den Roth im Juli an Blanche Gidon schreibt. Von dem Geld, das er von Stefan Zweig erwarte, könne er mit Frau Manga Bell gemeinsam in Brüssel leben, "ich habe es ihr geschrieben, aber sie antwortet nicht". Nur zwei Sätze später folgen die Vorwürfe: "Frau Manga Bell hat sich konstant […]

Middelhoff, Anderson und das Netz

Virtualienmarkt 17.12.2004 […] Dekommerzialisierung, PR-isierung und ein löchriges Urheberrecht. Dabei ist Vielfalt ohnehin nur eingeschränkt ein Problem der (Distributions-)Technik, sondern vor allem auch eines der Haltung. Stefan Zweig schrieb in seinem Essay über die "Monotonisierung der Welt": "Man kann nicht das Individuelle in der Welt retten, man kann nur das Individuum verteidigen in sich selbst. Des geistigen Menschen höchste […] Von Robin Meyer-Lucht

Vorgeblättert

Vorgeblättert 04.08.2003 […] anderer geworden sein." Sich und sein Jahrhundert kennen - dieses kaum erreichbare Ideal des bürgerlichen Individuums wurde von Erfolgsschriftstellern der Weimarer Republik wie Emil Ludwig und Stefan Zweig nicht als Hindernis gesehen, groß angelegte Biographien zu schreiben. Siegfried Kracauer, Adornos Mentor in den frühen Frankfurter Jahren, bezeichnete 1930 in der "Frankfurter Zeitung" die "Biographie […] wie Kracauer und Adorno haben früh bemerkt, dass die im 20. Jahrhundert aufkommende Psychoanalyse den Biographismus beflügelt und zugleich in Frage stellt. Sigmund Freud stand seinem Bewunderer Stefan Zweig mit Misstrauen gegenüber; dem Namensvetter Arnold Zweig riet er sogar dringlich ab, Nietzsches und nicht zuletzt Freuds Biograph zu werden. "Wer Biograph wird, verpflichtet sich zur Lüge, zur V […]