Stichwort

James Wood

2 Artikel

Begnadet böse Blicke

Bücherbrief 08.08.2011 […] nicht richtig verstanden zu haben: Wäre die SPD bereit gewesen zu einem Bündnis mit der KPD, wäre sie nämlich ganz anders verlaufen! Hier eine Leseprobe. James Wood Die Kunst des Erzählens Rowohlt Verlag 2011, 224 Seiten, 19,95 Euro () James Wood wird hier gern als der amerikanische Reich-Ranicki vorgestellt. Er teilt mit MRR einen gewissen Hang zum Klassizismus, allerdings nicht so sehr die Neigung […] Neigung zur Polemik und schon gar nicht das Alter. Alle Kritiker haben Woods "Kunst des Erzählens" bisher positiv aufgenommen. Ijoma Mangold führt James Wood in der Zeit neidlos als berühmtesten "Literaturkritiker der Welt" ein und empfiehlt ihn vor allem als Autor, bei dem man lesen lernen könne: Wood fliege nicht im Düsenjet über die Textlandschaften, sondern untersuche sehr genau die Erzähltechniken […]

Zadies Welt

Virtualienmarkt 12.03.2003 […] Gegenstück zu einer "hyperaktiven, ingwer-haar-farbenen, Stepp-tanzenden Zehnjährigen". Und Literaturkritiker finden, ihr neues, zweites Buch gleiche einer "von einem Kindergarten entworfenen Zeitung". (James Wood in der London Review of Books.) Sie selbst stellte sich ihren amerikanischen Lesern bei einer von der Ost- zur Westküste führenden Lesereise unter der Überschrift "Amerikanische Schriftsteller […] Literatur überhaupt Gehör neben David Eggers und Radioheads "Kid. A"? Denn das dürfte es gemäß allgemein gängiger Literaturtheorie doch gar nicht geben. "The Autograph Man has no moral centre", notiert James Wood verärgert in der London Review of Books, "because that place is so neglected by Smith's uncertain wandering.? Genau das ist es wohl. Wo sollte sie dieses Zentrum auch finden? Und vor allem, was […] en Gusto für Tonlagen, Szenen, Figuren, die allesamt ohne Zentrum, von unsicherer Herkunft, aber immer gleich sofort präsent (und dann wieder verschwunden) sind. Die "irrelevante Intensität" (James Wood) ist die perfekte Metapher für diese sich entziehende Literatur. Nur ist dies als Kompliment zu begreifen. Der Online-Dienst Eyeshot formuliert sein Ziel, dazu passend, übrigens so: "Online litter […] Von Rüdiger Wischenbart