Magazinrundschau

Die Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag ab 10 Uhr.
27.06.2006. In der Lettre erzählt Mike Davis die Geschichte der Autobombe. Prospect sucht islamische Reformer. Wo stehen die USA, fragt Literaturen. Wo steht Europa, fragt Magyar Hirlap. Keine Angst vor Eurabien hat der Economist. Al Ahram protestiert gegen das Verbot von Dan Browns "Da Vinci Code" in Ägypten. Der Kalte Krieg fängt gerade erst an, warnt Stephen F. Cohen in The Nation. Die Erderwärmung bewegt sich schneller als die Insekten, warnt Jim Hansen in der New York Review of Books. Großbritannien wird zu einem Überwachungsstaat, warnt Vanity Fair.

Lettre International (Deutschland), 01.07.2006

Auch von dieser sehr lesenswerten Ausgabe stehen nur einige Texte in Auszügen im Netz. Mike Davis (mehr) erzählt die 85-jährige Geschichte der Autobombe als halbstrategische Waffe. "An einem warmen Tag im September 1920, einige Monate nach der Verhaftung seiner Genossen Sacco und Vanzetti, stellte ein rachsüchtiger italienischer Anarchist namens Mario Buda seinen Pferdewagen unweit der Kreuzung Wall Street und Broad Street ab, direkt gegenüber der Bank J. P. Morgan Company. Buda stieg in aller Ruhe vom Wagen und verschwand unbemerkt in der Menge der Leute, die soeben zum Mittagessen aus ihren Büros kamen. Ein paar Häuserblocks weiter fand ein erstaunter Postangestellter Zettel mit der Forderung: 'Lasst die politischen Gefangenen frei, oder der Tod ist euch allen sicher!' Gezeichnet war die Warnung von 'amerikanischen anarchistischen Kämpfern'. Die Glocken der nahegelegenen Trinity Church begannen zwölf Uhr zu schlagen. Als sie verstummten, explodierte der Pferdewagen mit seiner Ladung Dynamit und Schrott wie ein Feuerball aus Schrapnell."

Der Schriftsteller Antonio Tabucchi verfasst eine Liebeserklärung an Pedro Almodovar. "Das Kino Almodovars gleicht einer Fahrt durch die Clownerie des Lebens, diesen uralten und immer wieder neuen Archipel, wo der Clown in uns alle Masken aufsetzt und alle Posen einnimmt, die ihm seine synkretistische Natur gestattet. Er ist Tolpatsch und Engel, Opfer - ein Ebenbild Christi - und Verbrecher, der an die Stelle des Teufels tritt; er ist eine feixende Grimasse und der Schleier der Melancholie, das ausgelassene Lachen und die Träne aus Glas, die auf unserer Wange klebt, die Lebensfreude und die Melancholie, die Euphorie und die Dysphorie, die kindliche Fröhlichkeit und die abgrundtiefe Schwermut. Aber vor allem ist er das Begehren. Denn wir begehren, begehren, begehren. Der Mensch ist ein begehrendes Geschöpf. Und das Leben ist Begehren."

Weiter schreibt Chang Ping I über die 1930 von den Japanern auf Taiwan errichtete Leprastation Lesheng. Abdelwahab Meddeb diskutiert die durch die Mythenbildung blockierte Reformfähigkeit des Koran. Juan Villoro schickt Impressionen aus Kuba: vom Steakersatz aus Pampelmusenschalen bis zu den Jineteras.

New York Review of Books (USA), 13.07.2006

Jim Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies und Professor an der Columbia University liest einige Bücher zur Erderwärmung (darunter Al Gores "An Inconvenient Truth", Auszug) und betont noch einmal das Dramatische der Situation: "Studien über mehr als tausend Pflanzen-, Tier- und Insektenarten zeigen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Wanderung in Richtung nord- beziehungsweise Südpol mit einer Geschwindigkeit von vier Meilen pro Jahrzehnt. Das ist nicht schnell genug. In den letzten dreißig Jahren sind die Linien der sogenannten 'Isothermen', mit denen Durchschnittstemperaturen in Erdregionen angezeigt werden, in einer Geschwindigkeit von 35 Meilen pro Jahrzehnt polwärts gewandert. Bezieht man dieses Tempo auf Landkreise in Iowa, so kann man sagen, dass der Lebensraum der Arten pro Jahrzehnt um eine Reihe von Landkreisen in Iowa nördlich wandert."

Weitere Artikel: Der britische Politologe Robert Skidelsky liest Bücher über die Frage, ob sich die USA zu einem "Reich" entwickeln. Joan Acocella liest eine Neuübersetzung von Stefan Zweigs "Die Ungeduld des Herzens" ("Beware of Pity") und bricht eine Lanze für den in den angelsächsischen Ländern inzwischen vergessenen Autor. Der Autor Tim Parks liest eine große neue Beckett-Ausgabe, die deutsche Verlage auch deshalb interessieren sollte, weil die Vorworte zu den Werken von Autoren wie Colm Toibin, Salman Rushdie, Edward Albee, and J.M. Coetzee geschrieben wurden. Und Jonathan Raban bespricht den neuesten Roman von John Updike, "Terrorist" (Auszug). Leider nicht online zu lesen ist John Grays Artikel über Isaiah Berlin.

Weltwoche (Schweiz), 22.06.2006

Hannah Arendt, vor hundert Jahren geboren, ist drauf und dran, neben Beckett und Einstein zum "massenkulturellen Popidol" unter den Geistesgrößen aufzusteigen, staunt Daniel Binswanger. "Nicht nur schießen Preise, Tagungen und Institute mit ihrem Namen aus dem Boden, an der Universität Zürich versammelten sich im Winter 2001 auch etliche hundert Bewunderer, um in einem Zyklus öffentlicher Lesungen das voluminöse Totalitarismus-Werk in voller Länge vorgelesen zu bekommen. Doch obwohl das Interesse für das Werk der Philosophin weiter nicht gestreut sein könnte, gibt es kaum einen Konsens, was es eigentlich besagt. Sosehr sie als Vorbild bewundert wird, so scharf wird sie immer noch angegriffen, insbesondere ihr Buch über den Prozess gegen den Nazi-Schergen Adolf Eichmann. Arendts Schaffen führt weder zu Schulbildung, noch gibt es einen 'Forschungsstand'. Eine Hommage an ihre intellektuelle Autorität findet sich nicht nur bei Daniel Cohn-Bendit, sondern etwa auch bei Christoph Mörgeli. Die Bandbreite ist beachtlich. Es scheint, als müsse die Kontroverse jeden Tag wieder von vorn beginnen."
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New Yorker (USA), 03.07.2006

Unter der Überschrift "Also aß Zarathustra" widmet sich Woody Allen einer in Heidelberg gefundenen Schrift: "Friedrich Nietzsches Diät Buch". Deren Echtheit werde von "einigen Nörglern" zwar bezweifelt, Kenner des Werks, so Allen, bescheinigten ihm dagegen, dass "kein anderer westlicher Denker so dicht daran war, Platon und die Pritikin-Diät unter einen Hut zu bringen". Allen zitiert Auszüge: "Fett ist eine Substanz oder die Essenz einer Substanz oder eine Form dieser Essenz. Das große Problem setzt ein, wenn es sich auf den Hüften anlagert. Bei den Vorsokratikern war es Zeno, der meinte, dass Gewicht eine Illusion sei, und egal, wie viel ein Mensch auch esse, er immer nur halb so fett wäre wie einer, der nie Liegestützen mache."

Weiteres: Joan Acocella stellt zwei neue Biografien des Romanciers und zweimaligen britischen Premierministers Benjamin Disraeli vor, die Kurzbesprechungen widmen sich unter anderem einer Studie über die CIA und die "One Percent Doctrine", eine von Vizepräsident Dick Cheney ausgegebene Losung, wonach jede "Drohung", die auch nur zu einem Prozent stimmen könne, ernst genommen werden müsse. Alex Ross hörte die letzten drei Konzerte von Daniel Barenboim mit dem Chicago Symphony Orchestra und überwand vor allem nach Beethovens Neunter ("fünfzehn Minuten stehende Ovationen") den "Widerwillen" gegen den "plumpen und chaotischen Klang", den er bei dessen Amtsantritt vor gut zehn Jahren empfunden hatte. Joan Acocella begeisterte sich im Rahmen des New Yorker Diamonds Projects für eine Choreografie von Bolschoi-Chef Alexei Ratmansky ("die Ankunft eines Adlers auf dem Bauernhof"). Hilton Als stellt zwei Theaterproduktionen vor ( "King Lear", "The House in Town"), und Anthony Lane sah im Kino "Superman Returns", dessen Publikumszusammensetzung einem "zufällig anwesenden Demografen reichlich Stoff zum Nachdenken" geliefert hätte. Zu lesen ist außerdem Erzählung "Carnival, Las Tablas" von Cristina Henriquez.

Nur im Print: ein Bericht über Neurochirurgie und die Anpassungsfähigkeit des Gehirns, Porträts eines "heimlichen Architekten" des Kriegs gegen den Terror und des spanischen Modemachers Cristobal Balenciaga, außerdem Lyrik.

Times Literary Supplement (UK), 23.06.2006

Einen völlig neuen Blick auf die Neue Welt verdankt Howard Temperley dem neuen Werk "Inhuman Bondage" des Sklaverei-Historikers David Brion Davis: "Die Geschichte, die Davis erzählt, läuft bisherigen Darstellungen komplett zuwider. Diejenigen, die glaubten, dass es bei der Besiedlung der Neuen Welt um eine Horizonterweiterung und das Abschütteln europäischer Fesseln ging, werden überrascht sein zu erfahren, dass vor 1820 afrikanische Sklaven die europäischen Siedler zahlenmäßig um das Fünffache übertrafen. Das heißt nicht, dass einige Europäer ihre neuen Erfahrungen als befreiend empfanden, auch wenn daran erinnert werden muss, dass viele von ihnen selbst als Dienstboten oder überstellte Kriminelle begannen und so kaum in einer Position waren, sich befreit zu fühlen. Dieses Bild unterscheidet sich jedoch erheblich von dem, das diejenigen zeichnen, die Amerika gern als Zuflucht für die Unterdrückten sehen oder als gigantischen Abenteuerspielplatz. Wenn Zahlen zählen, dann war der typische amerikanische Siedler weder ein auftrumpfender Eroberer noch ein bibelfester Puritaner, sondern ein erbarmungswürdiger afrikanischer Sklave, der auf einer Zuckerplantage ackerte."

Weiteres: Nicolas Barker beklagt, dass das britischen Department for Culture, Media and Sport trotz seiner immensen Einnahmen aus der National Lottery nicht das kulturelle Erbe zu bewahren weiß, wie ihm das Schicksal der Macclesfield Library und des Murray Archive zeigt. Hugo Williams trifft den Dichter Nick Rendall, der als Captain der Coldstream Guards gerade von einem Einsatz im Irak zurückgekommen ist. Außerdem besprochen werden John Heilperns Biografie des Dramatikers John Osborne "A Patriot for us" und ein Band mit Elmore Leonards "Complete Western Stories".

Elet es Irodalom (Ungarn), 23.06.2006

Das Ernst Museum in Budapest stellt die Kunst ethnischer Minderheiten Ungarns und ungarischer Minderheiten in den Nachbarländern aus. Vilmos Agoston ist entsetzt! Für ihn ist die Ausstellung "ein Musterbeispiel für Diskriminierung". Seit sechshundert Jahren leben Roma in Ungarn, doch in der Ausstellung werden sie als heimatlose Gesellen gezeigt: "In seiner Eröffnungsrede forderte Miklos Duray, Vizepräsident der Ungarischen Koalitionspartei in der Slowakei, die ungarischen Roma auf, 'den indischen Botschafter zu kontaktieren'. Anscheinend hält er Indien für das Vaterland der ungarischen Roma. ... Ich hoffe sehr, dass der Politiker inzwischen ahnt, dass unsere Roma-Brüder nicht nur ihre Väter, sondern auch ihr Vaterland sehr wohl in Ungarn haben." Zur Ausstellung wurden Künstler aus dem ehemaligen Gebiet Groß-Ungarns eingeladen, die sich mit "Nationalität" auseinandersetzen.
Stichwörter: Diskriminierung, Roma, Slowakei

Express (Frankreich), 26.06.2006

"Georgien muss Russland vergessen!", erklärt in einem Interview die ehemalige französische Botschafterin in Tiblis Salome Zourabichvili, die nach der Rosenrevolution 2004 zur Außenministerin Georgiens bestellt, bereits 2005 wegen "Kritik am georgischen Parlament" aber wieder abberufen wurde. Die dafür Verantwortlichen hätten zu dem von Ex-Präsident Eduard Schewardnadse eingesetzten "System" gehört, für das sie "das sichtbarste und unerträglichste Element der Regierungsmannschaft" gewesen sei. Die alten kommunistischen Strukturen haben überlebt, indem sie sich unter Schewardnadse in ein 'weiches' totalitäres Regime verwandelt haben, und sie sind sehr mächtig." Aufgrund des "gesetzlichen und steuerlichen Durcheinanders" werde der Einzelne in der Illegalität gehalten und sei vollkommen wehrlos gegenüber dem Staat. Auf die Frage nach der politischen Priorität für Georgien antwortet Zourabichvili: "Einen Rechtsstaat errichten, das ist der einzige Weg, das Land von totalitären Relikten zu befreien und die Wirtschaft anzukurbeln."

Vanity Fair (USA), 01.07.2006

Der britische Journalist Henry Porter schlägt Alarm: Die britische Regierung unter Tony Blair beschneide nahezu unwidersprochen im Zuge der Terror-Bekämpfung die individuelle Freiheit, hebele die Rechte des Parlaments aus und leite die "totale Überwachung der Gesellschaft" in die Wege: "Das Recht auf ein Geschworenen-Verfahren wurde bei komplizierten Betrugsfällen abgeschafft, aber auch, wenn die Gefahr besteht, dass die Jury beeinflusst werden könnte. Das Recht, nicht zweimal für das gleiche Vergehen angeklagt zu werden - das Recht des doppelten Risikos - existiert nicht länger. Die Unschuldsvermutung wurde verwässert, vor allem in den Gesetzen zum antisozialen Verhalten, die jetzt auch Hörensagen als Beweis zulassen. Das Recht, nicht bestraft zu werden, solange ein Gericht nicht festgestellt hat, dass ein Gesetz gebrochen wurde, ist mit dem System von Kontrollanweisungen abgeschafft worden, nach dem ein Terrorverdächtiger daran gehindert werden kann, sich frei zu bewegen und Telefon oder Internet zu benutzen, ohne dass ihm erklärt, welche Beweise gegen ihn vorliegen." Und warum gibt es keine Proteste? Dazu zitiert Porter Shami Chakrabarti, die Leiterin der Bürgerrechtsorganisation Liberty: "Wenn man einen lebenden Frosch in einen Topf heißes Wasser werfen, wird er vernünftigerweise rausspringen und sich retten. Wenn man ihn in kaltes Wasser legt und dieses langsam zu Kochen bringt, wird er im Topf bleiben und sterben."

Weiteres: Christopher Hitchens erzählt in einem ziemlich lustigen Text, wie der Blow-Job zum Inbegriff des amerikanischen Sexlebens werden konnte, und scheut dabei auch keine Kalauer ("No, darling. Suck it. 'Blow' is a mere figure of speech"). Und Craig Unger erklärt noch einmal anhand des angeblichen Uranhandels zwischen dem Irak und Niger, wie Schwarze Propaganda funktioniert.

New York Times (USA), 25.06.2006

Die Debatte ist eröffnet! In einer leidenschaftlichen Rede vor amerikanischen Buchhändlern, die wir auszugsweise lesen oder komplett anhören können, nimmt John Updike sein Selbstverständnis als Autor in Schutz vor der Vision der digitalen Universalbibliothek, wie sie Google und Kevin Kelly vom Wired Magazine propagieren, auf den sich Updike ausdrücklich bezieht. Anders als Kelly, der den künftigen Autor als Performer sieht, der sein Geld macht mit allem, "was sich nicht kopieren lässt", befürchtet Updike den Rückfall in barbarische Zeiten, "als nur die Gegenwart zählte": "Das gedruckte, gebundene und bezahlte Buch ... ist Schauplatz der stillen Begegnung zweier Seelen, eine der anderen folgend, zum Fantasieren angeregt, zum Disput, zu gemeinsamer Betrachtung jenseits persönlicher Begegnung."

Weitere Artikel: Gründlich verstörend (besonders für US-Leser) findet Jonathan Freedland Noam Chomskys Generalabrechnung mit den USA "Failed States". Marilyn Stasio bespricht "schräge Krimis" von Christoper Fowler, John Hart u. a. Und Luc Sante findet Robert Greenfields Biografie "Timothy Leary" (Leseprobe) fesselnd wie einen postmortalen Roman von Sinclair Lewis.

Fürs Magazin der N. Y. Times untersucht Christopher Caldwell, was sich nach den Bombenattentaten vor einem Jahr in London getan hat. Die Kombination aus verschärfter staatlicher Kontrolle und der Integration lokaler muslimischer Wortführer scheint keine Lösung zu sein: "Die gemeinsame Opposition gegen den Krieg im Irak verstärkt die Bande zwischen radikalen und nicht radikalen Muslimen sowie Teilen der westlichen Linken; dies erschüttert gängige Vorstellungen von Terrorismus." Ein weiteres Problem sieht Caldwell in den aus dem Irak zurückkehrenden Gotteskriegern: "Folgen sie dem Beispiel ihrer afghanischen Kollegen und bringen den Jihad mit nach Hause, wird Britannien es schwer haben."

Ferner: Im Interview mit Deborah Solomon verrät Jack Carter, der jetzt in Nevada für den Senat kandidiert, was ihn von seinem Vater Jimmy unterscheidet ("ich muss nicht immer die Nr. 1 sein"). Und Benoit Denizet-Lewis erklärt, wie die Pharmaindustrie das Suchtproblem in den Griff kriegen will.

Al Ahram Weekly (Ägypten), 22.06.2006

Nachdem ägyptische Behörden den Film "The Da Vinci Code" für den Index vorgemerkt hatten, ist jetzt auch Dan Browns seit 2003 frei verkäufliche Romanvorlage ins Visier der Zensoren geraten. Gihan Shahine dokumentiert die Groteske, in der sogar die Muslimbrüderschaft Partei für eine vermeintlich verunglimpfte Christenheit ergreift.

Ebenfalls zum Thema schreibt Salama A Salama: "Dass die Kreativität von höchster Stelle angegriffen wird und unsere Parlamentarier Weltliches und Geistliches verwechseln, ist traurig. Sie posieren als Schutzheilige der Gesellschaft, aber schweigen angesichts der schlimmsten Verstöße gegen die Freiheit, Würde und Seele der Nation."

Außerdem: Nehad Selaiha freut sich über das erste ägyptische Theaterfestival für Regisseurinnen. Ibrahim Fathi zeigt sich fasziniert von der Dramatisierung des Lebens der Aktivistin Rachel Corrie, die 2003 von einem israelischen Räumkommando in Gaza getötet wurde. Und Hala Sakr erklärt, warum Wasserpfeifen keineswegs gesünder sind als Zigaretten.