Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

April 2025

Geschichte ist Ironie in Bewegung

29.04.2025. Atlantic sieht in den USA einen Alptraum wahr werden: Den von Trump und Musk beherrschten gläsernen Bürger. Und was, wenn China das Rennen um die KI gewinnt, fragt der New Statesman. Bei Persuasion diskutieren Yascha Mounk und Ivan Krastev die Demontage des amerikanischen Ideals durch Rechte und Linke. Eurozine porträtiert die ukrainische Künstlerin Marharyta Polovinko, die an der Front starb. IStories porträtiert den amerikanischen Peacenik Michael Gloss, der auf der anderen Seite der Front starb. Africa is a Country fragt sich am Beispiel Kenias, wie Demokratie funktionieren soll, wenn die Eliten parteiübergreifend zusammenhalten. Der New Yorker gibt der amerikanischen Demokratie noch eine Chance.

Ordnung und Chaos

15.04.2025. Atlantic staunt über den geradezu maostischen Kulturkampf, den Donald Trump gegen die "Kreative Klasse" entfacht hat. Dabei ist die "Kreative Klasse" jetzt auch noch von KI bedroht, lernt der New Yorker. La vie des idees erzählt von dem Gerücht, weiße Franzosen würden afrikanischen Männern ihren Penis stehlen. New Lines berichtet aus dem gefährlichsten Flüchtlingslager der Welt. In der Public Domain Review findet die Historikerin Eva Miller die ersten Wolkenkratzer im alten Babylon. Aktualne würdigt den in Bergen-Belsen ermordeten tschechischen Maler und Dichter Josef Čapek. Die LRB erkundet das saure Verhältnis der Grönländer zu Dänemark.

Technokrat Nr. 10450-1

08.04.2025. Elon Musks Politik ist eigentlich die seines Großvaters Joshua Halderman, erklärt die New York Times. Ceska Televize lernt aus einem neuen Buch, dass der tschechische Kultautor Egon Bondy ein Stasispitzel war. Der Merkur rekonstruiert die jüngere Geschichte der politischen Rechten Dänemarks. Der New Yorker erzählt, wie in Brasilien ein Richter die sozialen Medien in ihre Schranken weist. Osteuropa erklärt, welche Kritiker Putin willkommen sind. New Lines erzählt, wie Polen in Uganda die rassistischen Hierarchien der Briten durcheinander brachten.

1200 Jahre Trump?

01.04.2025. Die LRB beschreibt die totale staatliche Überwachung in Chinas Xiong'an New Area. Ein Vorbild Donald Trumps ist Viktor Orban: In The Atlantic prophezeit Anne Applebaum den Amerikanern denn auch ungarische Stagnation, ungarische Korruption und ungarische Armut. Der New Yorker porträtiert den einzigen Mann, der das vielleicht verhindern kann: John Thune. In Desk Russie zählt die französische Historikerin Francoise Thom die Gefälligkeiten auf, die Trump bereits Putin erwiesen hat. Der Guardian blickt mit einer versteckten Kamera auf den dänischen Traum.