Magazinrundschau - Archiv

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Oktober, 2017

Urbane Melancholie

31.10.2017. The Atlantic bereist den Rust Belt und wird immer ratloser. Martin Amis hat in Esquire nichts als Verachtung für die Trump-Wähler in Ohio. Salon warnt: Am Reich des Nicht-Realen haben wir alle mitgebaut. In HVG denkt Gabor Nemeth über politisch korrekte Sprache nach. Lapham's Quarterly trauert um den Verlust der jesidischen Kultur. Im Merkur besingt Karl Schlögel die Schönheit Petersburgs. In Pitchfork feiert Simon Reynolds die Dance Music von Burial.

Einmal Freiheit

24.10.2017. Emmanuel Carrère studiert für den Guardian die Verführungskunst Emmanuel Macrons am lebenden Objekt. La regle du jeu denkt über den feinen Unterschied zwischen Verführung und Belästigung nach. In Eurozine erklärt Slavenka Drakulic den Katalanen, was es braucht, um einen Bürgerkrieg auszulösen. Die London Review würdigt Mut, Verstand und Genie der vor 100 Jahren geborenen Carson McCullers.

Klempner werden?

17.10.2017. Kapitalismus und Gleichberechtigung vertragen sich nicht, lernt Alena Wagnerova in Novinky. Die New York Times staunt über den Internationalismus der neuen Rechten. Die LRB sieht schwarz für Kurdistan. La vie des idees liest Identitätsmuster aus der Gänseleber. Im New Yorker erinnert sich Jonathan Franzen an den Rassismus im New York der Achtziger.

Die besten Jahre unseres Lebens

10.10.2017. In der New York Times fragt Thomas Chatterton Williams Ta-Nehisi Coates, warum Weiße auch im negativen Sinne immer etwas Besonderes sein sollen. Carlo Ginzburg erklärt in der New York Public Library, wie er Jude wurde. Der Merkur kreist um Exoplaneten. Die Paris Review erinnert an die sowjetische Kampffliegerin Lilja Litwjak. Hospodarske noviny würdigt den tschechischen Dichter František Listopad. In Film Comment erklärt Regisseur Todd Haynes, warum man in New York keine Spur der Siebziger mehr findet.

Im Knochenraum

04.10.2017. Anne Applebaum in der New York Review of Books über die Zukunft Europas, Gábor Schein in Elet es Irodalom über die Post-Orbán-Zeit, Wayne Bell in Quietus über seine Musique Concrète für das "Texas Chain Saw Massacre", Jiri Pehe in Novinky über den Geist Mitteleuropas und GQ über den Mord an Kim Jong-nam.