Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Oktober 2025

Flucht vor Persönlichkeit

28.10.2025. Im New Statesman wischt John Gray den Postliberalismus vom Tisch. Und Amit Chaudhuri erklärt, warum Autofiktion nichts mit Bekenntnisliteratur zu tun hat. New Lines sieht den Libanon am Scheideweg. Elet es Irodalom unterhält sich mit den Jazzbois. n+1 erinnert sich an den Musiker, Tramp und Freak Michael Hurley. Der New Yorker denkt über Monster nach, die London Review über den Zusammenhang zwischen Serienkillern und Umweltverschmutzung.

Die Ordnung des Sternenhimmels

21.10.2025. Atlantic sah in der Ukraine auch ein paar fröhliche Kindergesichter: in einer unterirdischen Schule. Die London Review berichtet über den Bürgerkrieg im Sudan. Elet es Irodalom feiert László Krasznahorkai. In Itvar liefert die Schriftstellerin Ljuba Arnautović die bis dato einleuchtendste Erklärung für die Putintreue der Russen. Pitchfork wundert sich über die Zeitschleife, in der die Elektro-Szene feststeckt. Die New York Times blickt auf die Ultraorthodoxen, die in Israel den Wehrdienst verweigern.

Schatz, sie haben Dynamit entdeckt

14.10.2025. Der Guardian untersucht die Beziehung von Twitter bzw. X zum saudischen Königshaus, das überraschend erfolgreich anonym auf Twitter postende Oppositionelle enttarnt. New Lines erzählt die Geschichte der Armenier in Äthiopien. Der New Yorker fühlt den Luftzug, wenn die Verse der Dichterin Violet Ranney Lang an ihm vorbeizischen. Die Public Domain Review freut sich über die Übersetzung von Jozef Ignác Bajzas "René, oder: Die Abenteuer und Erfahrungen eines jungen Mannes" (1783-85), dem ersten slowakischen Romans überhaupt. Die New York Times berichtet von einem handschriftlichen Dokument des Hamasführers Yahya Sinwar zur Planung des Massakers vom 7. Oktober.

Unbequemes Restproblem

07.10.2025. Der Guardian erzählt am Beispiel der Insel Vava'u, was ausfällt, wenn das Internet ausfällt. In Eurozine beschreibt der walisische Autor Simon Brooks die Vor- und Nachteile von Wokeness für Minderheiten. In HVG erklärt der Schriftsteller Andrei Dósa, warum Autofiktion eher hinderlich ist beim Versuch, sich in die Lage anderer zu versetzen. Ob man die Chance oder die Risiken von KI betont - am Ende ist alles nur Werbung dafür, erkennt die London Review. Im Philosophie Magazin staunt Marko Martin über eine europäische Linke, die den eigenen Kolonialismus verdrängt, um sich lieber über Israel zu empören. Vanity Fair porträtiert Zohran Mamdani.