Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

September 2024

Die Mutter der Schönheit

24.09.2024. 2045 - dann verschmelzen unsere neuronalen Netzwerke mit denen der Maschinen und wir werden unsterblich, lernt New Republic von KI-Pionier Ray Kurzweil. Inzwischen streben China und Russland eine Feudalisierung der Welt an, warnt Desk Russie. Der Guardian berichtet über die illegalen Geschäfte des französischen Baukonzerns Lafarge mit dem IS. Der New Yorker blickt mit dem italienischen Priester Luigi Ciotti und der Mafia in ein Glas Säure.

Erben, heiraten oder stehlen

17.09.2024. Wired trauert um die Einstellung von Google Everyday Robots: Wer wird in der Zukunft in Fabriken, Krankenhäusern und Restaurants arbeiten? In der London Review fragt sich John Lanchester, warum etwas so nutzloses wie Finanzspekulationen unsere Gesellschaft prägen darf. The Insider veröffentlicht die letzten Worte Alexej Nawalnys vor Gericht. Bei tvar erzählt die tschechische Roma-Schriftstellerin Ilona Ferková, warum Sex bei den Roma tabu ist. Und der New Yorker möchte mit seinem Fahrrad lieber cruisen als rasen.

Bibliothek entglittener Gesten

10.09.2024. Tote Russen in Kursk scheren weder Putin noch die apathische Bevölkerung, konstatiert Desk Russie. Lieber investiert Putin in Projekte für gesundes Altern, die bis 2030 "175.000 Leben retten" sollen, sekundiert Meduza. Wie Russland indes Armut und Enttäuschung vom Westen in Niger ausnutzt, berichtet NewLines. Außerdem blickt NewLines auf die Lektüreliste von US-Generälen und entdeckt ein neues Genre: FICINT. In Kenia geht die Gen Z auf die Straße, weiß die LRB. In Artalk analysiert der Übersetzer Robert Švarc die nazistische Rhetorik der slowakischen Regierung. Und HVG meldet: Das in Ungarn erlassene Handyverbot stellt Schulen vor massive Herausforderungen.

Es ist einfacher, den Kopf wegzudrehen

03.09.2024. Newlines schildert, wie die orthodoxe Kirche in Georgien Stalin zum Heiligen mit Superkräften stilisiert. In HVG erzählt die in Siebenbürgen geborene Ärztin Juli Havas, wie die Angst auch Jahrzehnte nach der Ceausescu-Diktatur noch ihr Leben bestimmt. Das New York Magazine kann die schmutzigen Deals, die die ganze Trump-Familie mit despotischen Regimen macht, kaum noch zählen. Der New Yorker lernt von der Historikerin Rebecca L. Davis, wie Sklavinnen für die Entwicklung der modernen Gynäkologie ausgenutzt wurden. Und der Guardian staunt, was Pablo Escobar den Kolumbianern hinterlassen hat: Eine ausgemachte Flusspferdplage.