Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Januar 2026

Eine unerfüllte Sehnsucht nach Zärtlichkeit

26.01.2026. Die New York Times hat Angst vor einem Bürgerkrieg in Amerika. In der New York Review of Books ist der Autor Joseph O'Neill überzeugt: Die Republikaner wollen eine eine Einparteienherrschaft errichten. Der Guardian besucht das syrische Aleppo, das im Bürgerkrieg seine traditionell multiethnische Stadtkultur verloren hat. New Lines wirft einen Blick auf die moderne Sklaverei in Nigeria. Eurozine stellt neue mexikanische Literatur vor.

Auf den Knien kann man nicht leben

20.01.2026. Im New Yorker schildert der Dichter Armando Ledezma das Fegefeuer der Venezolaner. Aktualne erinnert an den tschechischen Fotografen und Guru František Drtikol. HVG und Elet Irodalom trauern um Bela Tarr. Die London Review rekapituliert den Werdegang Xi Jinpings, kennt aber wenigstens einen lebenden Staatsmann, dem sie noch weniger vertraut. In New Lines fragt sich der srilankische Journalist und Politik-Professor Shyam Tekwani, wie man über einen Bürgerkrieg schreiben kann. Der Dlf fragt sich, wie ein neuer Literaturkanon aussehen könnte. 

Mut ist ansteckend

13.01.2026. Der Guardian staunt über die geschwinde Selbstzensur amerikanischer Institutionen unter Trump. Seit Trump Interesse für Grönland zeigt, interessieren sich auf die Dänen für die Schöne, lernt der New Yorker. In Elet es Irodalom erklärt der Autor Péter Bognár, wie sich im Krimi das Menschenbild der Moderne manifestiert. New Lines fragt: Wer wäre bereit für Tallinn zu sterben? Die London Review weiß, was Donald Trump in Venezuela will: Kuba. Eurozine stellt moldauische Literatur vor, die das Trauma des Landes verarbeitet: das sowjetische Experiment der Identitätsauslöschung.

Sichtbar und ohne Reue

06.01.2026. Vor fünf Jahren versuchten Trump-Anhänger das Kapitol zu stürmen. Donald Trump wurde für seine Aufstachelung nie belangt, was die New York Times über die Konsequenzen von Straflosigkeit nachdenken lässt. Der New Statesman dokumentiert den Niedergang des Rechtsstaat in Hongkong. New Lines erinnert an die Millionen von Emigranten, vor gut hundert Jahren vor der Armut auf Sizilien nach Tunesien flüchteten. Im Dlf wirft der Philosoph Ralf Konersmann einen kritischen Blick auf die heutige Geschichtsschreibung. Der New Yorker fragt sich, warum die USA Venezuela überfallen haben und findet keine Antwort.