Magazinrundschau - Archiv

The New York Times

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Magazinrundschau vom 05.12.2017 - New York Times

In der neuen Ausgabe des Magazins versucht Azam Ahmed herauszufinden, was die Bandenkrieger in El Salvador umtreibt: "Diese Banden stammen aus der Zeit des Bürgerkriegs Anfang der 80er. Als die Kämpfe zwischen der linken Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) und der Regierung zu gewaltsam wurden, gingen hunderttausende Salvadorianer nach Los Angeles, wo sie am Rand des amerikanischen Traums lebten und sich formierten. Als sie dann aus den USA deportiert wurden, richteten sie sich gegen die salvadorianische Gesellschaft, brutal und ohne Rücksicht auf Zivilisten … Es war wie ein Krieg. Die Banden vermitteln einen aufrührerischen Eindruck, aber in Wahrheit haben sie kein politisches Ziel außer dem, nicht getötet zu werden. Neuerdings deutet die Existenz von 'diplomatisch' agierenden Bandenmitgliedern auf eine neue Dynamik hin, die potenzielle Bereitschaft, die Waffen niederzulegen. Im Dezember 2016 hieß es aus Reihen einer der drei größten Banden, der Mara Salvatrucha (MS-13), dass man bereit wäre, mit der Regierung zu verhandeln, sogar über die Auflösung der Bande, sofern es dem Frieden diene. Im Februar entstand eine Koordinationsgruppe zum Zweck des Dialogs, die sogar einen UN-Gesandten kontaktierte und ihn bat, den Dialog zwischen Banden und Regierung mit zu initiieren."

Außerdem: Matthew Shaer fragt sich, wie weit Fox-News-Ancor Sean Hannity in seiner Liebe zu Trump noch gehen will. Rachel Syme bricht eine Lanze für Frauen als Stand-Up-Comedians. Und Siddhartha Mukherjee berichtet, wie sich ein Arzt fühlt, wenn seine Bemühungen zu heilen scheitern.

Magazinrundschau vom 28.11.2017 - New York Times

In der neuen Ausgabe des Magazins berichtet Cliff Kuang von den Fortschritten in der Arbeit mit Künstlicher Intelligenz und überlegt, ob KI demnächst in der Lage sein wird, sich selbst zu erklären: "Stell dir vor, du könntest deinem Hund Sprache beibringen, sodass er dir endlich erklären kann, was an Eichhörnchen so spannend ist … Nennen wir es die Hamlet-Strategie: einem komplexen neuronalen Netz die Fähigkeit zu einem inneren Monolog zu geben, sodass es erzählen kann, was in seinem Innern vorgeht. Aber entsprechen die Konzepte, die sich ein Netzwerk selbst beigebracht hat, der Wirklichkeit, die der Mensch meint, wenn er z. B. die Highlights eines Baseballspiels beschreibt? Erkennt das Netzwerk die Boston Red Sox anhand ihres Logos oder anhand irgendeines obskuren Kennzeichens wie 'Mittelscheitel', das zufällig mit den Red Sox in Bezug steht? Hat das Netzwerk tatsächlich einen Begriff von den 'Boston Red Sox' oder bloß von einer Sache, die nur der Computer versteht? Es handelt sich um eine ontologische Frage: Ist das komplexe Neuronennetz wirklich in der Lage, eine Welt zu erkennen, die der unseren entspricht oder nicht?"

Außerdem: Jason Zengerle über Crooked Medias neues konservatives Talkradio. Seth Freed Wessler checkt ein auf Amerikas schwimmenden Gefängnissen für Schmuggler. Und für Thomas Chatterton Williams ist Spike Lee mit seiner neuen Netflix-Serie "She's Gotta Have It" bei sich selbst angekommen.

Magazinrundschau vom 14.11.2017 - New York Times

In der neuen Ausgabe des Magazins dreht sich alles ums Auto. Bill Wasik erzählt, wie Amerika zur Autonation wurde und wie es nun weitergeht. In diesem Sommer überstieg Teslas Marktwert mit mehr als 60 Milliarden Dollar den von Ford und General Motors, obwohl das Unternehmen noch nie einen Jahresgewinn gemacht hat. In einem anderen Beitrag des Dossiers konkretisiert Jon Gertner diese Aussicht anhand von Teslas hochfahrenden Zukunftsplänen, die eher auf die grüne Technologie zielte als auf die fahrerlose Zukunft: "Elon Musk zielt mit Tesla auf ein Auto, das 'für dich Geld verdient, während du es nicht benutzt'. In anderen Worten, der Tesla der Zukunft könnte Teil einer Sharing-Netzwerks sein und Fremde herumfahren, während sein Besitzer arbeitet oder schläft. Die meisten Pkw stehen 95 Prozent der Zeit herum, anders ein Tesla. Wenn der E-Tesla das Auto effizienter gemacht hat, könnte ein solches Netzwerk auch die Auslastung des Fahrzeugs effizienter machen." Wie weit die Selbstfahr-Technologie wirklich ist und wie genau sie aussehen soll, darüber gehen die Meinungen allerdings noch recht weit auseinander, erklärt Gertner.

Magazinrundschau vom 07.11.2017 - New York Times

In der neuen Ausgabe des Magazins trifft Wyatt Mason die Altphilologin Emily Wilson, die erste Frau, die Homers "Odyssee" ins Englische übersetzt hat. Laut Mason mit kleinen Änderungen von großer Wirkung: "In der für Wilson bewegendsten Episode des Textes, kehrt Odysseus nach Hause zurück findet einen Palast voller Freier vor. Anders als seine Gattin haben die Frauen im Palast den Freiern nicht widerstanden. Nachdem er die Freier getötet hat, befiehlt er seinem Sohn Telemach, die Frauen zu töten. Ein interessante Forderung eines Mannes, der während seiner zehn Jahre langen Tour mehr als einmal untreu war. In Robert Fagles vielgerühmter Übersetzung von 1996 sagt Telemach, bevor er die Palastfrauen im Namen seines Vaters ermordet: 'Kein sauberer Tod für ihresgleichen, bei Gott / Nicht von mir - sie haben Schande auf mein Haupt geladen, auch auf das meiner Mutter / Ihr Luder - der Freier Dirnen!' Wilson aber erinnert in ihrer Einleitung daran, dass diese Palastfrauen - Dienstmägde, wie die alte Übersetzung lautete, die Wilson alles andere als korrekt findet - nicht frei waren. Eher waren sie Sklavinnen und als solche ohne Chance, sich den Forderungen der mächtigen Männer zu widersetzen. Wo Fagles 'Dirnen' und 'ihresgleichen' schrieb - und Richard Lattimore 1965 'Kreaturen' übersetzte - findet sich im griechischen Original nur der weibliche bestimmte Artikel mit der Bedeutung 'weibliche'. Diese Frauen 'Dirnen' und 'Kreaturen' zu nennen, spiegelt für Wilson 'misogyne Absichten', die Art und Weise, wie die Übersetzer diese Frauen bezeichnen würden." Bei Wilson heißen sie schlicht  girls.

Außerdem: Robert Draper erkundet in einer langen Recherche des desolaten Zustand, in dem sich Amerikas Demokraten ohne Barack Obama befinden. Burt Helm erklärt, wie Facebooks Algorithmen das Schicksal von Start-Ups bestimmen. Und Christine Smallwood besucht die Schriftstellerin und Schauspielerin Greta Gerwig am Set ihres Regiedebüts über eine junge Frau, die sich selbst gut leiden kann.
Stichwörter: Homer, Odyssee, Algorithmen

Magazinrundschau vom 31.10.2017 - New York Times

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram benutzt für Selbstmordattentate hauptsächlich junge Mädchen, Kinder oft noch, erfährt Dionne Searcey im Gespräch mit einigen Überlebenden, die den Mut fanden, sich Passanten oder Soldaten zu offenbaren. Die Leute fürchten sich inzwischen vor Mädchen, dabei werden diese in der Regel zu den Attentaten gezwungen. "Aus Angst, versehentlich erschossen zu werden, hocken sich viele Frauen vor den Checkpoints hin, in der Hoffnung, die nervösen Sodaten und zivile Miliz davon zu überzeugen, dass sie keine Sprengstoffgürtel oder -westen tragen. Um Misstrauen zu vermeiden, so erklären einige Frauen, würden sie sorgfältig darauf achten, stets frisch gewaschen zu sein und saubere Kleidung zu tragen. Denn viele der Mädchen, die für Attentate benutzt werden, leben unter harten Bedingungen im Busch und seien schmutzig und verhärmt. Eine Einwohnerin von Maiduguri, Fatima Seidu, 45, sagt, wenn sie Mädchen auf der Straße sehe, wechsle sie die Straßenseite."

Weitere Artikel: Kein sehr schönes Bild des italienischen Feminismus zeichnet Guia Soncini: Nachdem die italienische Schauspielerin Asia Argento bekannt hatte, von Harvey Weinstein vergewaltigt worden zu sein, wurde sie in ihrer Heimat so schlimm attackiert, dass sie erwägt wegzuziehen. Die schlimmsten Attacken jedoch, so Soncini, wurden nicht von Männern in Zeitungen, sondern von Frauen in den sozialen Medien gepostet. In Myanmar benutzen Regierungsmitglieder und nationalistische Mönche Facebook, um den Hass gegen die Rohingyas zu schüren, berichten Megan Specia und Paul Mozur.

Magazinrundschau vom 17.10.2017 - New York Times

Im neuen Heft des New York Times Magazine ist James Angelos zu Gast bei Götz Kubitschek, der im Heft als Prophet der Neuen Rechten mit gesamteuropäischen Ambitionen vorgestellt wird. Eine akzeptable Fassade soll dabei helfen: "Die Idee etwa, dass niemand gezwungen sein sollte, fest bei einer strengen Ideologie zu bleiben, klingt erstmal in Ordnung. Doch für Kubitschek und seine Leute gehören eben Liberalismus, Multikulturalismus, Egalitarismus und Feminismus zu den strengen Ideologien dazu, für Kubitschek 'soziale Experimente', die dem 'Volk' von der politischen Elite übergestülpt werden. Kubitscheks Ansichten erhalten immer mehr Zuspruch. Trotz der auf den Nationalsozialismus zurückgehenden kulturellen Tabus schließt sich Deutschland einer langen Liste von europäischen Staaten an, wie Österreich, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien und die Slowakei, in denen mitunter offen rassistische Parteien von rechtsaußen bei den Wahlen über signifikante Minderheiten verfügen. Diese ethno-nationalistische Renaissance stellt ein Paradox dar. Europäische Nationalisten, die einst gegeneinander agierten, bilden jetzt eine Art Regenbogen-Koalition der Neuen Rechten, in der souveräne Staaten ihre ethnische und kulturelle Identität bewahren, um einem größeren 'westlichen' Ideal zu dienen. Dieser 'Ethno-Pluralismus', wie ihn Neue Rechte gern nennen, basiert nicht auf liberalen westlichen Werten wie Gleichheit oder dem Vorrang individueller Rechte, sondern auf der Opposition zu anderen, nicht-weißen Kulturen, die angeblich Europa und den Rest der Welt bedrohen."

Ferner: Sophie Elmhirst trifft den britischen Schriftsteller Philip Pullman, Erschaffer der Fantasyreihe "His Dark Materials". Reid Forgrave besucht den Norden Minnesotas, wo der Bergbau eine einzigartige Naturlandschaft bedroht. Und Benoit Denizet-Lewis untersucht Angstzustände bei amerikanischen Teenagern.

Magazinrundschau vom 10.10.2017 - New York Times

Beide sind schwarze amerikanische Autoren, beide haben einen bunten Familienstammbaum, beide kommen aus der Mittelklasse, beide sind erfolgreiche Autoren: Aber während Ta-Nehisi Coates in seiner Essaysammlung "We Were Eight Years in Power: An American Tragedy" Schwarze als ewige Opfer eines Rassismus beschreibt, der quasi unausrottbar sei, lehnt Thomas Chatterton Williams in der New York Times Coates' Zuschreibungen nach rassischen Kriterien rundweg ab: "Ich habe in den letzten sechs Monaten über Schriften europäischer und amerikanischer weißer Nationalisten gebrütet und in dieser Zeit toxische Identitäre wie den alt-right-Gründer Richard Spencer interviewt. Der schockierendste Aspekt an Coates' Formulierungen ist das Ausmaß, in dem sie Vorstellungen von Rasse spiegeln - vor allem zur Besonderheit Weißer - die weiße suprematistische Denker schätzen. ... Beide Seiten mystifizieren rassische Identität, die sie als etwas Fixes, Bestimmendes und fast Übernatürliches interpretieren. Für Coates ist weiß sein ein 'Talisman', ein 'Amulett' von 'unheimlicher Energie', das alle Ungerechtigkeiten erklärt. Für den unsäglichen italienischen Faschisten des 20. Jahrhunderts, die rassistische Ikone Julius Evola, war es eine 'meta-biologische Kraft', ein kollektiver Geist, der alle Ungerechtigkeiten rechtfertigte. In beiden Fällen sind Weiße ausersehen, einen besonderen Weg zu gehen. Das ist eine gefährliche Vision vom Leben, die wir ablehnen sollten, egal wer sie beschwört."

Im neuen Heft des New York Magazines teilt Wesley Morris ihre durchaus seltene Erfahrung, eine Weile nur noch Musik von Frauen zu hören und plädiert für einen Popmusik-Kanon von Frauen, für Frauen: "Es handelt sich um ein Problem, das nicht nur im Rolling Stone vorkommt. Seit 1971 listet eine jährliche Umfrage der Village Voice Country-Musiker nach Beliebtheit. Das Ergebnis ist fast durchweg männlich. Rankings in anderen Publikationen von Spin über Pitchfork bis New Music Expresss erzählen die gleiche Geschichte. Ebenso wie die 'Rock & Roll Hall of Fame', die unter 824 Einträgen nur 65 Frauen zählt. 75 Prozent der 300 Grammy-Nominierten für das Album des Jahres sind Männer. Was hier falsch ist, ist allerdings größer als jede Rangliste, größer als eine Liste zu lösen vermag. Die kulturelle Abwertung von Frauen ist institutionell, infrastrukturell und industriell bedingt. Männer kontrollieren die Musik von Anbeginn. Frauen  spielen beim technischen und produzierenen Teil der Musik sowie bei der Labelarbeit nur eine sehr kleine Rolle. Ihr Anteil bei der Kanonisierung der Musik ist gering … Ranglisten sind etwas, das hinterfragt werden sollete. Nicht um Bob Dylan von seinem Thron zu verjagen, aber um zu verstehen, dass es auch Göttinnen neben ihm gibt."

Ferner: Jordan Kisner trifft die Schauspielerin Frances McDormand, die gern komplexe Frauenfiguren spielt. Geoff Dyer stellt seine Lieblingsband vor: das australische Ambient-Jazz-Trio The Necks. Und Dorie Greenspan empfiehlt einen Reise-Kuchen, der sich wirklich überall mit hinnehmen lässt, wie praktisch.

Magazinrundschau vom 19.09.2017 - New York Times

Der Aufmacher der neuen Ausgabe des New York Times Magazines klingt alarmistisch. Jim Rutenberg vermeldet einen neuen "Propagandakrieg" Russlands gegen den Westen. Ob der Fall Lisa in Deutschland, Brexit oder die amerikanischen Präsidentschaftswahlen, Plattformen wie der staatsfinanzierte Auslandsfernsehsender RT (ehemals Russia Today) oder das Nachrichtenportal Sputnik haben die Finger im Spiel, meint Rutenberg. Dabei unterscheidet sich Erscheinungsbild und Programmgestaltung von RT qualitativ oft kaum von konventionellen meinungsstarken Kabelnachrichten, lernt er. Im Zuge seiner Recherchen landet er schließlich bei John Kelly, Gründer der "Social Media"-Marketing- und Analysefirma Graphika, der seit 2007 die sozialen Medien im Iran und in Russland analysiert sowie die Verbreitung von Fake News in den Sozialen Medien untersucht. "In Netzwerk der fake news steht RT weit oben auf seiner Liste der Accounts, denen die Leute am häufigsten folgen, erklärt Kelly, aber es ist nicht der populärste. Es steht auf Platz 117 von etwa 12.000 Accounts, die er verfolgt. RTs Webseite war die von Fake-News-Konsumenten am zwölfthäufigsten zitierte Quelle, vor der New York Times und der Washington Post aber hinter Breitbart und Infowars. Interessanter ist, wer RT folgt. Es zieht substantielle Leser aus allen Quadranten von Kellys Fake-News-Universum an - Anhänger von Trump wie Anhänger von Bernie Sanders, Unterstützer von Occupy Wall Street wie Libertäre - das macht RT zu etwas besonderem. 'Die Russen pumpen nicht nur den rechten Flügel auf', sagt Kelly. 'Sie pumpen auch den linken Flügel auf - sie pumpen praktisch die Ränder auf, auf Kosten der Mitte.'"

Magazinrundschau vom 12.09.2017 - New York Times

Die New York Times schaut bekümmert auf verlassene italienische Dörfer. Deborah Needleman sieht mit ihnen auch alte Handwerkskünste und gar Italiens bäuerliche Seele in Gefahr: "Obwohl diese Dörfer das Herz der italienischen Geschichte und der bäuerlichen Tradition ausmachen, hat die Regierung bisher wenig unternommen, um sie zu bewahren. Das 2017 initiierte 'Jahr des Dorfes' hat Bewohner und Bürgermeister immerhin dazu angespornt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und gelegentlich geniales wie witziges Erfindertum hervorgebracht. So preisten sich Weiler wie das mittelalterliche Pratariccia auf eBay als 'gebraucht' zum Verkauf an, und der Bürgermeister von Bormida, Ligurien, offerierte jedem, der in sein Dorf zieht, 2000 Dollar. Inzwischen musste er die Offerte zurückziehen, so viele meldeten sich … Der Bürgermeister von Sutera auf Sizilien öffnete sein nahezu verlassenes Dorf den Opfern einer Schiffskatastrophe vor Lampedusa. Um den afrikanischen Flüchtlingen die Integration zu erleichtern, wurden sie mit ansässigen Familien zusammengebracht und von Einwohnern mit Italienisch-Kursen versorgt. Anfangs gab es Widerstand, doch der ebbte ab angesichts der Energie, die die Neuankömmlinge in die Region brachten. Heute sieht man junge Nigerianer zusammen mit Alteingesessenen beim Espresso, und die Dorfkinder haben neue Mitspieler beim Fußball. Jeden Sommer gibt es ein Festival mit traditionellen Speisen, Musik und Tanz aus der Heimat der Migranten."
Stichwörter: Italien, Integration

Magazinrundschau vom 29.08.2017 - New York Times

Im aktuellen New York Times Magazine wartet Peter de Jonge mit einer steilen These zum Tennis auf: Seiner Meinung nach spielt Roger Federer mit seinen immerhin 36 Jahren das beste Tennis seines Lebens: "Was die echten Stars vom Rest trennt, ist der Optimismus. Ein Match ist voller Frustrationen, sie lauern in jedem Satz, jedem Spiel, Punkt, Breakball. Es gilt, das große Ganze im Blick zu behalten. McEnroe konnte das nicht. Einem Nick Kyrgios gelingt es nie lange, und sogar einem Djokovic fällt es immer schwerer. Federer verfügt nicht nur über das vielfältigste Spiel von allen, er hat auch die besten Voraussetzungen. Seine mühelose Eleganz lässt leicht vergessen, dass auch er Rückschläge hinnehmen musste … Selbst wenn Nadal ihn viermal in einem Jahr besiegte, nahm Federer es nicht persönlich … 'Am Ende ist es nur ein Spiel, und man muss darüber hinweg kommen', meint Federer. 'Ich möchte nicht, dass meine Kinder fragen müssen, was mit mir los ist.' Aber das bedeutet nicht, dass alles spurlos an ihm vorbeigeht. 'Es gibt Narben, das ist sicher', sagt er."
Stichwörter: Tennis, Roger Federer
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