

Karl Viktor von Bonstetten
Neue Schriften 1798-1802. Skandinavien, Landeskunde, Nationalbildung, Sprachen und Sagas, Idyllen
Peter Lang Verlag, Bern 1999
Der Doppelband NEUE SCHRIFTEN - der Titel ist original - begleitet Band VIII der Briefkorrespondenzen aus den Jahren von Bonstettens Exil in Dänemark (1798-1801). In diesen Jahren vollzieht Bonstetten den Wechsel von der politischen in die literarische Laufbahn. Man lernt ihn hier u.a. als einen der Promotoren der Skandinavistik und der Vergleichenden Sprachwissenschaft kennen. Alle seine Essays gelten jedoch letztlich der Entwicklung des Menschengeschlechts durch eine fortschrittliche Nationalbildung, deren Prinzipien und Verwirklichung er in seiner bisher bedeutendsten, den zweiten Teilband füllenden Schrift darlegt. Dem politischen und gesellschaftlichen Umbruch der Revolutionszeit antwortet der frühliberale Politiker mit den Forderungen einer Sozialpartnerschaft des Wissens und der éducation permanente, des lebenslangen Lernens. Von Interesse sind auch die beigegebenen Lektürenotizen Johannes von Müllers, worin sich die politischen Divergenzen der beiden Freunde artikulieren.