Der Name der Welt. Roman

Rowohlt Verlag, Reinbek 2007
Mike Reed, Assistenzprofessor für Geschichte an einer Universität im amerikanischen Mittelwesten, trifft auf einer Party eine beschwipste Schönheit: Kunststudentin, rothaarig, in einem blauen Samtkleid. Er nimmt sie kaum wahr; vier Jahre zuvor hat er seine Frau und seine Tochter bei einem Verkehrsunfall verloren, noch immer fühlt er sich im dunklen, ausweglosen Tunnel seiner Trauer gefangen. Einige Zeit später begegnet er der Studentin wieder: Bei einer gewagten Performance im Kunstseminar kommt er zu spät, muss unmittelbar vor der Bühne Platz nehmen und starrt der nackten Rothaarigen, die sich dort produziert, direkt zwischen die Beine. Zutiefst verstört spürt er ihr fortan nach, sieht sie als Nackttänzerin in einer Bar und dann als stimmgewaltige Sängerin beim Gottesdienst einer ländlichen Sekte, der Frieslander. Und wie so oft bei Johnson laufen zwei unvereinbare Existenzen auf einen Moment der Begegnung zu, der an eine Epiphanie grenzt, mit dunklen Untertönen von Verdammnis und Erlösung.

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