Es geht um unsere Existenz. Die Politik der DDR gegenüber der Dritten Welt am Beispiel von Mosambik und Äthiopien

Ch. Links Verlag, Berlin 2000
Die SED-Führung erhoffte sich aus dem Handel mit Entwicklungsländern erhebliche Deviseneinsparungen und den Verkauf von international sonst schwer absetzbaren Waren. Die vorliegende Studie rekonstruiert am Beispiel von Äthiopien und Mosambik einen Kernbereich der DDR-Politik gegenüber der Dritten Welt. Sie weist erstmals nach, dass nicht primär die Unabhängigkeit von Mosambik beziehungsweise die neue revolutionäre Führungsschicht in Äthiopien den Anlass für die umfangreichen Aktivitäten in diesen Ländern boten, sondern die 1977 drohende Zahlungsunfähigkeit der DDR. Die massive Ökonomisierung der als Solidaritätsakt dargestellten Beziehungen zu Mosambik trug entscheidend dazu bei, dass die Auslandsschulden des Landes heute ein zentrales Problem für die wirtschaftliche Entwicklung bilden. Die Untersuchung wird durch eine Dokumentensammlung sowie Gesprächsprotokolle mit ehemaligen Funktionsträgern ergänzt.

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