

Georges-Arthur Goldschmidt
Der Stoff des Schreibens. Essay
Matthes und Seitz, Berlin 2005
Aus dem Französischen von Klaus Bonn. Der Stoff des Schreibens ist eine Sammlung von ineinander überleitenden Essays über den Zusammenhang von Schreiben und Leben. In seinen Reflexionen verweist Goldschmidt immer wieder auf Autoren wie Rimbaud, Lautreamont, Rousseau, Kafka und Artaud. Nie aber verliert er die eigentlichen Bezugspunkte, sein eigenes Schreiben und die Differenz von deutscher und französischer Sprache, aus den Augen. Der Themenreigen der vorliegenden Essays beginnt mit den besonderen Umständen der Kindheit und Jugend im Internat. Das Verbot, die Wirrungen des Kindes und des Heranwachsenden sowie die Leere, um die das Schreiben sich anordnet, bilden die Schwerpunkte des vorliegenden Buchs. Erörterungen über die Bilingualität und das Problem des Übersetzens, die Gemeinsamkeiten der Sprachen und das sie Trennende runden Zur Sache des Schreibens thematisch ab.