Die sieben Tage des Menschen. Roman aus Ägypten

Lenos Verlag, Basel 2005
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. Am Ende muss die Büffelkuh verkauft werden, die lange Jahre die Familie üppig mit Milch versorgt und das Schöpfrad gedreht hat. Nun hat sie sich das Bein gebrochen und ist nicht mehr zu gebrauchen. Ähnlich scheint es den Mitgliedern der Runde, den Brüdern der mystischen Gemeinschaft, zu gehen, die ein Leben miteinander geteilt haben. Am Schluss des Buches ist ihre Zeit abgelaufen: die Zeit, als sich die Männer allabendlich in Hagg Karîms Gästehaus einfanden. Die Zeit, als der feste Glaube an das Wirken des Heiligen, des Sajjid Achmad Badawi, das Leben meistern half. Die Zeit, als die Wärme der Gemeinschaft die Existenz jedes einzelnen bereicherte. Die Zeit, als der Weltblick sich auf Dorf und Provinzhauptstadt begrenzte. Die Zeit schließlich, als der Vater noch beinahe vorbehaltloses Vorbild war.

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