

Attila Bartis
Der Spaziergang. Roman
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999
Aus dem Ungarischen von Hans Skirecki. Jemand erzählt: vom Erwachsenwerden in revolutionären Zeiten, in denen Religiosität nur noch als Aberglaube oder Zynismus möglich ist; erzählt vom Leben, vom Sterben und vom Töten; vom Mond, der auf der schäbigen Kulisse eines Fotoateliers über dem falschen Ufer des Sees steht, von dessen fauligem Wasser sich die Kurgäste Genesung erhoffen, was aber kaum eine Rolle spielt, weil die amputierten Beine des Kosmonauten, die in der Hauptstadt als Nationalheiligtum verehrt werden, den Mond ohnhin nie betreten haben.