Hausnummer 5. Roman

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2004
Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Ein normales Haus in einer normalen Straße in einer Vorortsiedlung von Belfast ist der eigentliche Held in Glenn Pattersons Roman. In den 50er Jahren erbaut, wird das kleine Reihenhaus im Laufe der Jahrzehnte von den unterschiedlichsten Menschen bewohnt: von dem frisch verheirateten Paar Harry und Stella, das sich nur langsam aneinander und die Nachbarschaft gewöhnt, bis Stella über Nacht alle Haare ausfallen. Von der chinesischen Familie, der Ausländerhass in Irland das Leben zur Hölle macht, oder von Catriona Eliot, die ratlos mit ansehen muss, wie ihre Familie plötzlich religiös wird. Glenn Patterson erzählt von Glück und Frust, kleineren und größeren Katastrophen, Freundschaften und Trennungen. Da die Nachbarschaft mitwächst, Menschen im Viertel ein- oder ausziehen, manchmal ein engerer, manchmal gar kein Kontakt zu den Leuten von nebenan besteht, ergibt sich ein bewegendes Porträt einer ganzen Straße und ihrer Bewohner in einer von Gewalt bedrohten Stadt.

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