Diensttage. Schweizer Schriftsteller und ihr Militär

Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2003
Heute geht es nicht mehr darum, ob und wann die Armee abgeschafft werden soll: unterdessen hat sie selbst diese Aufgabe übernommen und löst sich Stück für Stück auf - etwa indem sie sich nach wirtschaftlichen Kriterien erneuern will. Aus der heiligen Kuh ist ein Nutztier geworden. Unverändert aber begleitet die Miliz jeden Schweizer sein Leben lang. Manche militärische Biografie begann nicht erst mit dem Stellungstag, sondern mit erbettelten Bisquits, mit Morsekursen oder nächtlichen Gesprächen über Strategien der Verweigerung. Und beim ersten Appell fand sich mancher aufrechte Schweizer plötzlich als willenloser Mitläufer in seiner grünen Haut wieder. Die hier versammelten Schriftsteller erzählen von ihrem ersten Mal und davon, wie beim unerlaubten Tanzen erwischt zu werden ein gutes Ende nehmen kann.

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