Die Dada Baroness. Das wilde Leben der Elsa von Freytag-Loringhoven

Edition Ebersbach, Berlin 2003
Aus dem Englischen von C. Kotte. Die Straßen von Berlin, München und New York waren ihre Bühne, Dada war der Name ihres Programms. Lange vor Punk, Performance-Kunst und Andy Warhol erschuf Elsa von Freytag-Loringhoven ihr größtes Kunstwerk - sich selbst. "Autos und Fahrräder haben Rücklichter. Warum nicht ich?", fragte sie und nähte sich ein blinkendes Licht an das Gesäßpolster ihres Kleides. Mit Briefmarken auf den Wangen, goldenen Karotten auf dem Kopf und Papageienfedern als Wimpern stakste sie die Fifth Avenue entlang. Elsa von Freytag-Loringhoven (1874-1927), "Dada's Mama", machte aus Müll Kunst, und das lange vor Marcel Duchamp, mit dem sie befreundet war. Ihre erotischen Gedichte, veröffentlicht in der Avantgarde-Zeitschrift Little Review, lösten heftigere Reaktionen aus, als der gleichzeitig gedruckte Ulysses von James Joyce. Geschätzt und gefürchtet, wurde sie jedoch vor allem für ihre sexuell aufgeladenen, oft umstrittene Auftritte.

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