Belles Lettres. Roman

C.H. Beck Verlag, München 2003
Aus dem Amerikanischen von Klaus Modick. Übersetzung der Sonette von Ulrike Draesner. Frank Page, der Ich-Erzähler in Charles Simmons' neuem Roman, der eigentlich nur eine Seminararbeit über die seit den 50er Jahren wöchentlich erscheinende, renommierte Literaturzeitschrift Belles Lettres verfasst hat, wird in der Folge selbst dort Redakteur und erlebt die zwiespältige Wirklichkeit hinter der edlen Fassade. Die schwerreichen, aber nicht gerade belesenen Inhaber, die über ein ganzes Arsenal von Zeitschriften gebieten, wechseln nach völlig inhaltsfernen Gesichtspunkten die Chefredakteure aus, eine Sekretärin will Rezensentin werden und wird rechtzeitig auf einen hochbezahlten Posten bei einer anderen Zeitschrift weggelobt, eine Liste der 25 bedeutendsten Autoren Amerikas wird nach geradezu karnevalesken Gesichtspunkten zusammengestellt und erregt dann weltweit Aufsehen. Aber der Höhepunkt ist erreicht, als neun bislang unbekannte Sonette Shakespeares auftauchen, die auf die schwierige Frage, ob Shakespeare schwul war, eine ziemlich eindeutige Antwort geben.

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