

Guiseppe Ferrandino
Pericle der Schwarze. Roman
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
Aus dem Italienischen von Max Looser. Pericle, achtunddreißig Jahre alt, wohnt in Neapel. Er arbeitet für einen Boss namens Luigino. Der schickt ihn zu Leuten, die nicht spuren. Er schlägt sie mit einem Sandsäckchen nieder und sodomisiert sie, um sie zu demütigen und gefügig zu machen. Als er des Guten zu viel tut, ist der Boss hinter ihm her. Ersatzweise bringt man die Familie des Onkels um, bei dem er gewohnt hat. Pericle flieht nach Pescara und schlüpft für kurze Zeit bei einer Polin unter. Ausgesetzt, ängstlich, beginnt er über sich nachzudenken. Dann kommt die Abrechnung ? mit einer überraschenden Wendung. Die Geschichte eines kleinen Mafioso, der einmal "unkorrekt" zuschlägt und Neapel verlassen muß, zurückkehrt und sich rächt. Lakonisch erzählt, und sehr direkt. Die Selbstfindung eines Dreckstücks, das man fast sympathisch zu finden gezwungen wird.