Herr Aurich. Erzählung

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2001
Mit einem Nachwort von Katja Lange-Müller. Herr Aurich, Parteifunktionär, wenn auch einige Autostunden vom Zentrum der Macht entfernt, befindet sich in einem Mißverständnis mit sich selbst. Sogar offenkundige Anzeichen seines schwer erschütterten Gesundheitszustandes wie Herzrhythmusstörungen und einen lebensbedrohlichen Infarkt weiß er sich noch zu Hinweisen auf die Bestimmung zum Höheren umzudeuten:"Die Verantwortung, dachte Aurich, wächst dem Menschen an wie ein Buckel." Von seiner Selbsteinschätzung - "Ich bin ein Oberer" - lässt Aurich auch dann nicht, als er, in den Rentenstand versetzt, jeglichen Einflusses enthoben ist. Er entscheidet, sich selbst zum Leitbild der Orientierung zu setzen...

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