Medizin der Goethezeit. Christoph Wilhelm Hufeland und die Heilkunde des 18. Jahrhunderts

Böhlau Verlag, Köln 2000
Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) gehörte zu den wohl prominentesten und angesehensten Medizinern seiner Zeit. ALs praktischer Arzt in Weimar behandelte er Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Zugleich machte er sich als Professor in Jena und Berlin in der Wissenschaft einen Namen. Später wurde er Hofmedicus und Leibarzt in Weimar und am preußischen Königshof. Bis heute gilt Hufeland als Begründer der "Makrobiotik": der Kunst, menschliches Leben zu verlängern. Klaus Pfeifer schildert in seinem spannend und verständlich geschriebenen Buch die Karriere Hufelands als Beispiel für einen herausragenden Vertreter ärztlicher Heilkunst. Am roten Faden seiner Biografie führt er den Leser durch die Geschichte der Medizin des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Es eröffnen sich faszinierende Einblicke in den ärztlichen Alltag und die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Aderlass, Badekuren und Homöopathie kommen dabei ebenso zur Sprache wie der Kampf gegen Ruhr, Pocken oder Tuberkulose und die zeitgenössische Technik des Kaiserschnitts.

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