Die zweite Judith. Roman

Haffmans Verlag, Zürich 2000
Die Welt ist in Aufruhr. Die Einheit des christlichen Glaubens ist dahin. Zwischen Reformation, Gegenreformation und Rebellion gegen die Jahrhunderte alte Obrigkeit verlaufen verwirrende Fronten. Ein neuer Glaube, die "Gemeinde Christi", lehrt, dass nur die Taufe im Erwachsenenalter gültig ist und dass die Menschen wie die ersten Christen wieder zur Gütergemeinschaft zurückfinden müssen. Die Täufer erhalten erstaunlichen Zulauf, und in Münster hat sich Johann Bockelson, genannt Jan van Leyden, gar zum König des Neuen Reiches gekrönt. Hier will er mit seinen Gefolgsleuten den zum Osterfest prophezeiten Untergang der Welt erwarten, den nur die im Sinne der neuen Bekehrten überleben werden. Am 17. Februar 1534 kommt es zur Belagerung Münsters. In den Stadtmauern regiert Jan van Leyden mit unumschränkter Macht und grausamer Hand. Nach alttestamentarischem Vorbild führt er die Vielweiberei wieder ein. In drei Kapiteln erzählt Norbert Johannimloh die Geschichten von dreien dieser Frauen.

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