Fliehende Landschaft. Roman

Haymon Verlag, Innsbruck 2000
"Werden wir ankommen, werden wir denn jemals ankommen?" Diese ebenso einfache wie existentielle Frage begleitet den Ich-Erzähler auf seiner Reise durch die bisherigen Stationen seines Lebens. Behutsam, wie es sein körperlicher Zustand erfordert - er liegt nach einem Herzanfall im Krankenhaus -, nähert er sich den vergangenen Jahren, die durch ständiges Unterwegssein gekennzeichnet waren. Da ist die innige Liebe zu seinem Sohn Marc, die zerstörerische Beziehung zu Elena, die ambivalente Einstellung zum Elternhaus; da ist die Flucht vor Beständigkeit, die ihn nach Nordafrika und Nordeuropa treibt, ihn aber schließlich innehalten lässt in der Bergwelt seiner Heimat. Die Orte, an denen er verweilt, werden zum Spiegelbild der Gefühlswelt, bieten dem Erzähler aber auch die Möglichkeit, von sich Abstand zu gewinnen, sich in die realen Landschaften und deren Beschreibung zu versenken. Zwingend und notwendigerweise stellt er sich auch dem, was ein weiteres Unterwegssein nicht zulässt: dem Tod.

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