Das Spiel von Licht und Schatten. Roman

Diederichs Verlag, München 2009
Aus dem Arabischen von Larissa Bender und Magda Barakat. Abdalrachman Munifs Roman "Das Spiel von Licht und Schatten" schließt die deutsche Übersetzung seines Salzstädte-Zyklus ab. Munif beschreibt den Wandel einer Beduinengesellschaft angesichts des plötzlichen Ölreichtums. Das Buch ist eine Abrechnung mit der dekadenten und korrupten Gesellschaft eines arabischen Sultanats. Eventuelle Ähnlichkeiten mit historischen Begebenheiten sind durchaus beabsichtigt. "Das Spiel von Licht und Schatten" erzählt retrospektiv die Entstehung eines übermächtigen Königsreichs auf der Arabischen Halbinsel. Mit Hilfe der Briten und eines verbündeten Stammes reißt Sultan Churaibit die Herrschaft im fiktiven Staat Moran an sich. Im Namen des Islam führt er unerbittlich Krieg und schaltet Gegner aus, die ihm vorhalten, das Land an Ungläubige verkauft zu haben. Nicht einmal im eigenen Palast schreckt der Potentat vor Gewalt zurück, wenn es darum geht, die Machtkämpfe in seinem Harem zu beenden. Eine zwielichtige Rolle beim Aufbau des neuen Staates spielt der englische Berater Hamilton, der - vom Orient fasziniert - zum Islam konvertiert und sich in Moran niederlässt.

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