

Edward St. Aubyn
Muttermilch. Roman
DuMont Verlag, Köln 2009
Aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren. Dieses Porträt einer Familie verhalf Edward St Aubyn zum internationalen Durchbruch. Patrick ist ein von Versagensängsten und Existenznöten getriebener Familienvater, dessen Frau Mary zu allem Überfluss auch noch den Sex aufgegeben hat. Mary geht ganz in ihrer Mutterrolle auf und wird beinahe aufgefressen von der Sorge um die Kinder. Aber erst als Patricks eigene schreckliche Mutter sich entschließt, das Zuhause der Familie ihrem New-Age-Guru zu vermachen, zerreißt das Netz der falschen Hoffnungen endgültig. Kinder, Ehe, Ehebruch und Sterbehilfe - es sind die großen Themen, die St. Aubyn seziert. Kein Zweifel: Für den, der von dieser Muttermilch getrunken hat, bekommt der Begriff "postnatale Depression" eine ganz neue Bedeutung...