Himmelsbrück. Roman

Mitteldeutscher Verlag, Halle 2009
Mittsommernacht. Ostberlin, Anfang der 80er Jahre, die bleierne Zeit in der DDR. Ein Mann, eine Frau, Matti und Ria. Als sie sich begegnen, ist er Ende dreißig, sie Anfang zwanzig. Er eben getrennt, sie frisch verlassen. Eine außergewöhnliche Liebe beginnt. Für ihr Glück wollen sie einen geschützten Ort finden, einen Schutzraum vor den Zumutungen des Staates, der Matti, den Underground-Künstler und Galeristen, kontrolliert und Ria beargwöhnt. Weit weg von der Halbstadt Berlin, in Mecklenburg, nahe dem Dorf Himmelsbrück, entdecken sie ein abgelegenes Bauernhaus: Rückzugsort, Paradiesort, letzte Idylle und Laboratorium ihres Liebesexperimentes zu zweit. Doch dann ist eine Dritte im Bunde: Rias Freundin Lilith, die nächtliche Dunkle. Ein Vierter kommt hinzu: Rias ehemaliger Freund Samos, der strahlende Blonde. Und schon bekommt das Glück Risse, wie das Land DDR, das unaufhaltsam seinem Ende entgegentaumelt. Werden Ria und Matti mitten im Aufbruch der friedlichen Revolution den Untergang ihrer großen Liebe aufhalten können? Joachim Walther stellt die Frage nach dem richtigen Leben im falschen auf überraschende Weise neu.

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