Kampf um die Geschichte. Der historische Revisionismus und seine Mythen. Nolte, Furet und die anderen

PapyRossa Verlag, Köln 2007
Dem westlichen Sieg im Kalten Krieg folgte der Sieg des "historischen Revisionismus" in der Geschichtsbetrachtung. Diese Strömung verbindet sich mit Namen wie François Furet, Andreas Hillgruber, Ernst Nolte oder Carl Schmitt. Sie dämonisiert die Revolution von 1789 nicht weniger als die von 1917, verklärt den "liberalen Westen" und verdrängt dessen ureigene koloniale Tradition. Das gilt für die Gräuel an den Kolonialvölkern und die den "minderwertigen Rassen" auferlegte Zwangsarbeit ebenso wie für den Wettlauf der kolonialen Großmächte und die beiden Weltkriege. Rätselhaft bleiben aber auch der Nazismus, der diese Tradition noch radikalisierte, und der Völkermord an den Juden, die von Hitler beschuldigt wurden, Drahtzieher der Oktoberrevolution und des antikolonialen Aufbegehrens zu sein.

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