Faust. Zwei Novellen

Dörlemann Verlag, Zürich 2008
Aus dem Russischen und mit einem Nachwort von Dorothea Trottenberg. Nach langer Zeit begegnet Pavel seiner Jugendliebe Vera wieder, einer geheimnisvollen Schönheit, die mit einem anderen verheiratet ist und dennoch mädchenhaft unberührt wirkt. Als Pavel sie in die Welt der Literatur einführt und ihr sein Lieblingswerk, Goethes Faust vorliest, brechen die alten Gefühle erneut auf - was Mächte weckt, die sich bald nicht mehr kontrollieren lassen. Auch Aleksej spielt leichtfertig mit den Gefühlen einer jungen Frau, als er aus Langeweile einen Briefwechsel mit Marja aufnimmt. Die beiden Briefnovellen - die einzigen, die Turgenjew schrieb - sind autobiografisch gefärbt: In "Faust" spiegelt sich Turgenjews Verhältnis zu Leo Tolstois Schwester Marja. "Ein Briefwechsel" nimmt Turgenjews Beziehungen zu Tatjana Bakunina und zu Pauline Viardot auf.

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