Das Kunstkabinett des Johann Caspar Lavater

Böhlau Verlag, Wien 1999
Die Porträtsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek verwahrt das gesamte graphische Kunstkabinett Johann Caspar Lavaters, dessen Sammlung schon zu seinen Lebzeiten Berühmtheit erlangte. Er baute sie in drei Jahrzehnten zu einem gewaltigen Umfang von 22.065 Kunstblättern nach Kriterien künstlerischer Qualität und als Studienmaterial für seine physiognomischen Untersuchungen auf. Kaiser Franz Joseph I. von Österreich erwarb die Sammlung 1828 von dem in Konkurs geratenen Wiener Bankier Fries, der sie seit 1802 besessen hatte. So kam ein erstrangiges Zeugnis der Schweizer Kulturgeschichte nach Wien. Als kaiserlicher Privatbesitz blieb es der Öffentlichkeit verborgen, woran sich allerdings auch zu Zeiten der Republik bisher nicht viel geändert hat. Die Bearbeitung der Sammlung ist ein Desiderat ersten Ranges, sowohl für die Wissenschaft als auchhinsichtlich der Präsentation für eine interessierte Öffentlichkeit.

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