

Albert Cossery
Gewalt und Gelächter. Roman
Schelzky und Jeep Verlag, Berlin 2000
Aus dem Französischen von Antje Pehnt. Eine Stadt ? irgendwo auf der Welt ? leidet unter der unumschränkten Herrschaft ihres Gouverneurs. "Recht und Ordnung" lautet seine Devise und daher hat das "Gesindel", politische Dissidenten inklusive, zu verschwinden. Doch seine Exzellenz hat nicht mit den heimtückischen Aktionen der Gruppe um Karim und Heykal gerechnet. Beide verkörpern den Typus des spottlustigen, humorvollen Revolutionärs, ihr Mittel, gegen den allgewaltigen Herrscher anzugehen, ist nicht das der Gewalt. Wohlwissend um die befreiende, also subversive Kraft des Lachens entwerfen sie eine Strategie der politischen Parodie; der Gewalt wird das Gelächter entgegengesetzt. "Gewalt und Gelächter" erschien erstmals 1964 in Paris.