Solus Rex. Die schöne böse Welt des Vladimir Nabokov

Berlin Verlag, Berlin 2007
"Solus Rex" ist der Titel eines Nabokov-Fragments, der einen Begriff aus dem Problemschach aufgreift: der schwarze, matt zu setzende König steht allein auf dem Feld. So singulär war auch der Autor, der bei Michael Maar zu neuem, schillerndem Leben erwacht. "Lolita ist berühmt, nicht ich", sagte Vladimir Nabokov, der als einer der größten Autoren des 20. Jahrhunderts in Deutschland bislang noch nicht mit einer Monografie gewürdigt wurde. Michael Maars Studie schafft Abhilfe. Nabokov der Mandarin, der ein Werk voller kabbalistischer Rätsel hinterlassen hat - dieser Mandarin wird bei Maar zu einem Menschen von zugleich heikler und sympathischer Größe. Maar sucht verborgene Quellen, aufschlussreiche Anspielungen, versteckte Zitate und geheimnisvolle Bilder. Unter anderem schildert er, wie Nabokov die Erzählung "Der kleine Herr Friedemann" des von ihm verachteten Thomas Mann in seiner eigenen Erzählung "Der Kartoffelelf" genialisch-böse karikiert.

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