

Paul Torday
Lachsfischen im Jemen. Roman
Berlin Verlag, Berlin 2007
Aus dem Englischen von Thomas Stegers. Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama, ein passionierter Fliegenfischer aus dem Jemen, hat einen Plan: Zum Wohle seines Heimatlandes sollen nordeuropäische Lachse in den Wadis des Wüstenstaates angesiedelt werden - koste es, was es wolle. Er beauftragt den britischen Wissenschaftler Dr. Alfred Jones mit dem Projekt. Jones gilt als internationale Größe in Sachen Lachs und Forellen. Gerade hat seine Publikation "Auswirkungen erhöhten Säuregehalts im Wasser auf die Larve der Köcherfliege" unter den Lesern von Trout & Salmon, der größten Zeitschrift für Profifischer in England, eine hitzige Debatte ausgelöst, und auch sonst verbucht er beruflich nur Erfolge. Zuerst verwirft er die Idee als komplett absurd. Aber ein paar gewiefte Politiker erfahren von dem Vorhaben und erkennen in ihm eine Möglichkeit, die Medien von den unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen Osten abzulenken. Schon bald mischt sich Englands profilneurotischer Premierminister ein, und Dr. Jones muss sich darüber den Kopf zerbrechen, wie er es schafft, zehntausend schottische Lachse in die Wüste zu fliegen und sie zu überzeugen, das sich in der sengenden Hitze genauso gut laichen lässt wie in den nebligen Highlands ?