Die fünfte Welt. Ein Logbuch

Haymon Verlag, Wien 2007
Den letzten weißen Fleck im Atlas der Erde zu beschreiben, die höchstwahrscheinlich letzte noch unerforschte Region dieser Welt zu bereisen, das ist hier keine literarische Fiktion. Zusammen mit einer wissenschaftlichen Expedition hat Raoul Schrott sich in diesen faszinierendsten und entlegensten aller Orte im Länderdreieck von Tschad, Sudan und Libyen aufgemacht. Bei Haymon legt er nun das literarische Logbuch dieser Reise vor, die von der Millionenstadt Ndjamena über das Ennedi, eine der schönsten Landschaften dieser Erde, in das Feindland der Erdis führte und schließlich zum letzten Außenposten der Zivilisation vor dem Nichts: dem verlassenen Fremdenlegionärsfort Agoza. Es ist dies ein Bericht über unvorstellbare Armut, humanitäre Katastrophen und politische Putschversuche, den ungleichen Handel zwischen Europa und Afrika, aber auch die Erzählung einer Reise ins Nirgendwo, zu einer Mitte der Welt und zum eigenen Selbst. Durch Fotos von Hans Jakobi und Archivdokumente zu einem Dialog mit Bildern erweitert, ist "Die Fünfte Welt" ein poetisches Manifest über die Rätselhaftigkeit alles Entlegenen.

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