Die Insel. Roman

Ullstein Verlag, Berlin 2005
Der Maler Unsmoler ist auf die Insel seiner Jugend zurückgekehrt, um hier, fern von der Hauptstadt und fern von politischen Zwängen, zur künstlerischen Vollendung zu finden. Den Inselbewohnern ein Fremder, dem Inselchef und dem Mitarbeiter ein Unliebsamer, dem systemtreuen Malerehepaar von nebenan eine Mahnung, merkt er jedoch schnell, daß es keinen Ort der Zuflucht gibt. Nicht geschützt vor den Machenschaften der Oberen, gerät der Einsiedler in Situationen, die die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit von Mal zu Mal vertieft. Einzig Deiphine, eine kellnernde Medizinstudentin, bringt für kurze Zeit Glück in sein Leben. In seinem Streben nach dem unbestechlichen Ausdruck gibt es für Unsmoler schließlich doch nur einen Weg: er will auf der Insel und in dem Land bleiben, weil er bei allem Widerspruch hier verwurzelt ist, aber da ist das Land schon dabei, sich aufzulösen.

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